Camp Sabljaci, Ogulin, Kroatien und Sabljaci See

Wenn man Transit durch Slowenien reist, was viele Reisende im verrückten Jahr 2021 machten, ist dieser Campingplatz einer der besten, wenn man über Karlovac an die Küste reist. Der Platz ist klein, familiär geführt, unglaublich gemütlich und bestens organisiert. Außerdem liegt er am „Jezero Sabljaci“, am Sabljaci See, der einer der 11 größten Seen Kroatiens ist.

Hunde sind erlaubt und der Spazierweg am See entlang ist in fünf Minuten Gehweite. In der Gegend kann man wunderbar Radfahren und Wandern, auch Klettern, wie mir verschiedene Gäste, die länger blieben, versicherten. Nachdem wir bei starkem Regen ankamen, möchte ich auch unbedingt die überdachte Terrasse erwähnen, die man nutzen kann, wenn der Platz im Camper dann doch mal zu eng wird.

Im Dörfchen Ogulin, das zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen ist, findet man alle Einkaufsmöglichkeiten, die man benötigt, um hier eine Weile bleiben zu können oder weiter an die Küste zu fahren. Heißer Tipp: Wenn man vom Kamp Sabljaci an den See geht und dann den Fußweg nach rechts, also Richtung Dorf, einschlägt, erreicht man in etwa 20 Minuten ein Restaurant mit hervorragender Küche, das direkt am See liegt.

Zur Begrüßung gibt es übrigens für jeden Gast ein Glas Slivovic: Vorsicht, der ist wunderbar und RICHTIG stark 😉

Der Platz hat über den Winter geöffnet!

Kamp Sabljaci im Netz

 

Auf dem Weg ans Meer: Brinje

Wenn man von Ogulin Richtung Küste fährt, kommt man nach knapp 45 Kilometern in die kleine Ortschaft Brinje, die sich vorzüglich für einen Zwischenstopp eignet, vor allem, wenn man mit Hund reist. Die Burgruine ist bestens geeignet für einen kleinen Spaziergang und im Ort bekommt man frisches Obst und Kaffee.

Wanda hat es genossen!

 

Kroatien Trip im Herbst

Im Herbst lockt der Süden, ganz klar. Wenn bei uns bereits die Blätter fallen und die Nächte kühl werden, lässt es sich am Mittelmeer noch richtig gut aushalten. Wie die Zugvögel fliegen wir nach Italien, Spanien, Griechenland oder Kroatien. Für mich das erste Mal in diesem traumhaften Herbst 2021.

Kroatien kannte ich bislang nur von den Fahrten nach Griechenland, das erste Mal Anfang der 1990er Jahre, das nächste Mal dann 2012. Beide Male dachte ich, dass ich unbedingt einmal nur für dieses Land kommen möchte. Die Inselwelt der Kornaten habe ich bereits mit dem Boot erkundet und das war eine meiner schönsten Reisen – hierzu gibt es einen Beitrag in der „Yacht Revue“:

Und jetzt also mit dem Auto. Wie Camping im Auto ein voller Erfolg wird, darüber habe ich in folgenden Beiträgen bereits berichtet:

 

Kroatien Reisen: Die besten Tipps

Wenn es um Kroatien geht, darf man noch einige Dinge beachten. Kroatien ist im Herbst ein extrem beliebtes Reiseziel für Menschen, die mit dem Camper unterwegs sind oder sich vor Ort einen Camper leihen. Man darf also nicht davon ausgehen, dass hier mit dem Ende der Schulferien die Saison vorbei ist. Wenn man große, bestens ausgestattete Campingplätze an der Küste anstrebt, lohnt sich eine ACSI Mitgliedschaft. Mit dieser kann man in der Nachsaison richtig günstig reisen!

Wer es etwas ruhiger möchte, sollte unbedingt auf eine der vielen kleinen Inseln reisen – überall dort, wo man nur mit der Fähre hinkommt, ist es im September und Oktober schon richtig ruhig und man kann die herrliche Inselwelt in Ruhe genießen. Die Campingplätze auf den Inseln sind zum großen Teil auch kleiner und lauschiger als die auf dem Festland.

Außerdem bieten sich in Kroatien unzählige wunderbare Möglichkeiten, abseits von Campingplätzen frei zu stehen! Offiziell ist das wild Campen in Kroatien wie in vielen anderen Ländern Europas verboten, doch es gibt unzählige kleine Stellplätze und Parkplätze, auf denen es gestattet ist, zu übernachten. Ich empfehle dazu die APP Camp4Night, die mir auf meinen vergangen Reisen schon etliche Male aus der Patsche geholfen hat, wenn im Umkreis keine Campingplätze mehr geöffnet hatten.

Jetzt also los und auf nach Kroatien, zum Beispiel nach… 

Noch mehr Camping Tipps:

Und was ist mit den Covid Regeln in Kroatien?

Stand: September/Oktober 2021

Die Einreise nach Kroatien mit dem Auto oder Camper ist einfach. Am besten füllt man vor der Reise das Online Formular „Enter Croatia“ (Link: https://entercroatia.mup.hr/) aus und fügt in dieses einen Impfnachweis, Nachweis der Genesung oder Testnachweis ein. Sollte man das Formular vor Antritt der Reise nicht ausfüllen können, kann man dies auch an der Grenze machen, entsprechende kleine Wartezeiten sind dann einzurechnen.

Den Impfnachweis, Genesungsnachweis oder Testnachweis kann man entweder ausgedruckt oder am Mobiltelefon mitführen. Danach steht einem unbeschwerten Campingurlaub nichts mehr im Wege!

Wie gesagt: In Kroatien ist das Wild Campieren grundsätzlich verboten, doch gibt es viele wunderbare Spots, an denen es offiziell erlaubt ist, über Nacht stehen zu bleiben. Eine Menge davon finden sich auf Park4Night, hier haben wir wunderbare kleine Parkplätze direkt am Meer gefunden, günstige Stellplätze in den Städten und auch jede Menge Plätze mit wunderbarer Aussicht im Hinterland. Einfach reinschauen und schnuppern – und das tolle daran ist, dass Park4night nicht nur als APP am Mobiltelefon funktioniert, sondern auch am Computer.

Außerdem empfehle ich die Facebookgruppen „Camping mit Hund“ und „Bauernhof Camping“, in denen man auch nach Ländern suchen kann. In diesen Gruppen empfehlen Camper und Camperinnen kleine Campingplätze und Stellplätze und geben ihre persönlichen Tipps dazu ab. Sehr empfehlenswert!

Schönen Urlaub wünscht das Bullireisen Team.

 

Trendy Places im Gschnitztal

Wer meine „Österreich Reisen 2020“ gelesen hat, der weiß, dass ich mich damals ein klein wenig in das wenig beachtete Gschnitztal in Tirol verliebt habe. 2020 war ein fürchterlich verregneter Herbst und aus der geplanten großen Österreichtour wurde eine Schlammschlacht an der Donau, ein früher Winterbeginn in Tirol und dann die Flucht nach Hause vor den warmen Ofen.

Grund genug also, jetzt im Frühsommer wieder auf neue Erkundungstouren zu gehen, erstmals mit dabei mein neues Garmin CamperVan. Ein Gadget, das ich an diesem Navi besonders liebe, ist das „Trendy Places“. Erstens Mal, „ein fetter Button auf der Startseite“, wie ich es in Computersprache ausdrücken würde. Bedeutet: Das Trendy Places Werkzeug ist nicht irgendwo in den Tiefen der Bedienoberfläche vergraben, sondern gut sichtbar dort, wo es hingehört. Die Vorschläge, die es liefert, finde ich wunderbar, vor allem, weil ich diese Gegend so gut kenne und naturgemäß neugierig war, was vorgeschlagen wird.

Neben dem Mühlenmuseum und dem Wasserfallrundwanderweg am Talende wurde erfreulicherweise auch das Tunnelwelten Museum angezeigt, das ich zwar schon kenne, aber sonst kaum jemand. Ein Besuch dort lohnt sich!

Der Bau des Brenner Basistunnels wird hier dokumentiert, zusammen mit einigen sehr cool für Kinder aufbereiteten Stationen zum Thema Bergbau und Gschnitztal. Es gibt sogar eine Märchenecke!

Was ist sonst noch sehenswert?

-> Sarnthein Wasserfall

-> Wanderungen im Gschnitztal

-> Kirchlein Sankt Magdalena

Noch wichtiger als das Trendy Places ist für mich aber der „Camp Sites“ Button am Garmin CamperVan, der nicht nur offizielle Campingplätze und Stellplätze anzeigt, sondern auch mir bis dato unbekannte Stellmöglichkeiten. Mein Lieblingsstellplatz im Gschnitztal ist nach wie vor der Zentralalpenstellplatz in Trins – einfach, gemütlich, gleich neben Bach und Wanderweg und obwohl es „nur“ ein Stellplatz ist,  gibt es WC und Duschen. Ich finde es dort unglaublich gemütlich!

#bullireisen

#Garmincampervan

#vanlife

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Garmin CamperVan oder warum ich nun mein Navi liebe

Wer mein Buch “Vom Reisen mit dem Blues” gelesen hat, der weiß: Romana HASST Navigationsgeräte. Zum einen finde ich es generell sonderbar, wenn Menschen keine Karten mehr lesen können. Zum anderen habe ich mit Navigationsgeräten so meine sonderbaren Geschichten erlebt. Angefangen von Lastwagenfahrern, die in Unterführungen oder Sackgassen feststecken, weil das Navi sie zielgenau dorthingeschickt hat bis hin zu meinen eigenen Erlebnissen mit dem Smartphone.

Lustigste Geschichte im Zusammenhang mit Smartphone: Ich fahre eine geschlagene Stunde geradeaus, im festen Vertrauen, meinem Ziel näher zu kommen, bis ich feststelle, dass das Smartphone keinen Empfang mehr hat. Und ich dann ganz woanders war, als ich geplant hatte. Zugegebenerweise hat das auch seinen Reiz. Man lernt neue Menschen kennen, kommt in Gegenden, in denen man noch nie war und die man auch nicht im Fokus hatte und man erlebt Geschichten, die man dann zu Hause erzählen kann. Oder in einem Buch 😉

Was waren also bisher die Herausforderungen?

Als ich 2015 begann, Langzeitreisende zu werden und auf diesen langen Reisen allein unterwegs zu sein, stellte ich rasch fest, dass eine herkömmliche Navigation mit Karte nicht mehr möglich ist. Mit Karte am Schoß navigierend zu fahren, das klappt nicht. Ich musste mir also Routen oder Ziele im Vorfeld erarbeiten und einprägen oder aber gut lesbare Postits auf die Karte kleben, sodass ich mit einem Blick wichtige Waypoints erfassen konnte.

 

 

Besonders gerne mag ich die “Gasthausnavigation”: Wie in einem wohl funktionierenden Gastbetrieb werden die wichtigsten Waypoints wie Bestellungen aufs Armaturenbrett geklebt und nach “Abarbeitung” entfernt. Das klappte immer wunderbar, auch wenn mit dieser Methode der ein oder andere “Verfahrer” mit dabei war. Aber wie gesagt, dies nehme ich ja als Abenteuer wahr.

2017 kam dann klein Wanda mit an Bord. Mit einem Chihuahuawelpen zu verreisen stellte mich vor eine enorme Herausforderung – immerhin habe ich keine Klimaanlage an Bord und möchte meinem Hund die Hitze im Auto nicht zumuten. Gereist wurde also vornehmlich in den Morgen- und Abendstunden sowie bei Regenwetter. Was sich aber manchmal als wirklich gorßes Problem darstellte, war das “Wie lange werden wir noch unterwegs sein”, “Gibt es unterwegs andere Möglichkeiten, zu übernachten” und “Gibt es eine bessere Route”. Fragen, die erst während der Fahrt auftauchen und die klassischerweise ein Navi beantworten könnte. Ich begann, ein klein wenig mit der Idee zu liebäugeln.

-> Mit dem Hund nach Großbritannien

-> Portugal mit Hund

-> Luxemburg mit Hund

2019 dann mein erstes Smartphone. Ja, Du hast richtig gelesen, ich hatte vorher keines. Und so ungefähr eine Million Mobile Points oder wie auch immer dieses Guthaben bei meinem Anbieter genannt wird. Mit dem Smartphone dann die Möglichkeit, problemlos zu navigieren – dachte ich. Doch es gab einige Dinge, die nicht klappten. Erstens benötige ich zum Lesen eine Brille, zum Autofahren aber nicht. Das Smartphone kann ich nur mit Brille bedienen. Das dauernde “Brille oder nicht” während des Reisens führte zu einem erheblichen Brillenverschleiß, weil ich meine Lesebrillen entweder zerkratzte oder verlegte. Wer weiß, auf wie vielen Autobahnraststätten nun Brillen von mir liegen. Und dann die Sache mit dem “Ich verliere den Kontakt, sage aber nichts” vonseiten meines Telefons, siehe zweiter Absatz.

Man kann sich also vorstellen, dass ich skeptisch wie nur was war, als ich das Angebot bekam, ein neues Navigationssystem zu testen. Das CamperVan von Garmin. Skeptisch packte ich das Ding aus und stellte nach dem Einschalten fest: DAMNIT YEAH – das Display ist hervorragend und ich brauche keine Brille. Damit hatte mich das Gerät im Prinzip bereits für sich gewonnen. Liebe auf den ersten Blick. Garmin kannte ich bereits aus vergangenen Tagen, ein alter Freund und Liebhaber verschiedenster Gadgets schwörte bereits vor vielen Jahren für diese Geräte. Somit war auch die Bedienung nicht fremd für mich, ein weiterer Pluspunkt.

Was aber richtig klasse ist, und dazu möchte ich gern noch einen eigenen Beitrag schreiben, sind die Tools „Trendyplaces“ und „Campsites“, die ich nun innerhalb eines Monats ausführlich testete. In Bezug auf meine Bedürfnisse – und die des Hündleins, das nun kein Welpe mehr ist – sind vor allem diese beiden Punkte überzeugend. Campsites zeigt nicht nur Campingplätze, sondern auch Stellplätze an und macht somit die Suche nach einem Nachtquartier wirklich einfach, auch wenn es bereits spät und dunkel ist. Dazu habe ich einige verrückte Erfahrungen gemacht, doch dazu mehr ein andermal 😉

Weitere Beiträge folgen, danke fürs Dabeisein, stay save und bis bald!

Eure ROmana

 

#bullireisen

#Garmincampervan

#vanlife

#spon

 

 

Auf nach Brandenburg!

Long time no hear, meine Lieben.

Ja, auch mein Bulli und ich stehen in den Startlöchern. Fast scheint es mir, als würde die gesamte Camperszene jetzt, im Frühling 2021, nur noch darauf warten, endlich losfahren zu können. Wann darf man wieder… einfach losfahren, auf einen Campingplatz, an einem See in der Sonne sitzen? Weiß jetzt niemand so genau und darum habe ich vergangene Woche mal in alten Erinnerungen gekramt. Erinnerungen aus einer Zeit, als es bullireisen.eu noch gar nicht gegeben hat. Da bin ich über eine sehr skurrile Reise gestolpert, die ich ganz zu Beginn meiner Bulli Reisetätigkeit unternommen habe. Du bist gespannt? Also, pass auf:

Vor fast zehn Jahren wollte ich mit meinem Bulli, der „Carissima“, wie ich sie nenne, nach Berlin reisen. Das war vor unserer Generalsanierung und ich hatte von meinem Auto einfach KEINE AHNUNG.

Mit einmal übernachten also auf nach Berlin, was wir auch fast geschafft hätten. Doch nur wenige Kilometer vor der Hauptstadt, genau genommen in Brandenburg an der Havel, ließ sich der Bulli plötzlich nicht mehr schalten. No chance. Nach einem wilden „zweiten Gang reinwürgen“ komme ich zumindest noch von der Kreuzung, an der der Fehler aufgetreten ist, und rette mich auf einen Parkplatz. ÖAMTC. Ihr wisst ja, ich finde, mit einem alten Auto darf man auch zum Autofahrerclub gehen. Kurz danach dann der Profi vor Ort: Kupplung im Eimer, Abschleppen.

Das war ja nun nicht zum ersten Mal, abschleppen kennen wir bereits. Carissima also in die Werkstätte und ich ohne Schlafmöglichkeit, denn ich wollte ja campen. Der Autofahrerclub organisierte ein Hotel, dorthin fuhr ich dann mit Fahrrad und Rucksack. Es war ein etwas sonderbarer Auftritt im Dreistern Superior Seehotel 😉

Und dann hieß es warten. Denn für den Bulli liegen die Teile nicht einfach so parat. Meine Tage gestalteten sich also folgendermaßen. Am Vormittag in die Werkstätte radeln und nachfragen, was los ist, Sightseeing Programm, Nachmittagsschläfchen, Abendessen und dann noch arbeiten. Das habe ich damals auch schon von unterwegs gemacht. Und Sightseeing in dieser Gegend LOHNT sich!

 

Der Birnbaum zu Havelland

Wer die Ballade kennt, bitte aufzeigen! Ich kannte sie, wusste aber nicht, dass es diesen Birnbaum wirklich gibt. Nicht mehr den originalen Baum, aber seinen Nachfolger. Die Fahrt nach Ribbeck war mehr als lauschig, über kleine Feldwege, durch blühende Felder und alte Alleen.

 

Direkt am Birnbaum gibt es auch ein Ausflugsrestaurant, zumindest gab es das damals, wo herrlicher Kuchen kredenzt wird. Den durfte ich dann auch sorgenfrei verdrücken, nach dieser Kilometerleistung. Mit dem Radausflug von Brandenburg nach Ribeck ist ein halber Tag vorbei, also unbedingt gut Zeit einplanen.

   

 

 

Brandenburg an der Havel

Das Städtchen ist unglaublich gemütlich und – Berlinfans mögen es mir verzeihen – einige Jahre später bin ich nun richtig froh, es nicht nach Berlin geschafft zu haben. Ich hätte mir Brandenburg nie im Leben auf meine „Bucket List“ gesetzt! So aber hatte ich zwei volle Tage Zeit, durch das Städtchen zu radeln und es tut mir heute noch leid, das ich mit den Sorgen um mein Auto so gar keine Lust zum Fotografieren hatte. Dabei hat es mir in den mittelalterlichen Sträßchen gefallen!

Absolut lustiger Highlight war dann, als ich aus Versehen eine Sauna verkauft habe. Das war so. Ich radelte am Gelände des Spielturm und Kletterturm Herstellers Isidor vorbei, es gibt da auch einen „Schaugarten“ mit Fasssaunas drin. Der war gerade geöffnet und ich schaute mir die Saunas an, weil ich zum ersten Mal solche Fässer sah. Ich war so begeistert, dass ich einem Paar, das auch zum Besichtigen gekommen war, dann eine Sauna schmackhaft machte – es stellte sich erst beim Eintreffen eines Mitarbeiters heraus, dass ich hier gar nicht zuständig bin. Die Beiden haben dennoch gekauft 😉

In dem Hotel hat man mir dann übrigens auch gleich einen Job angeboten, weil ich die am frühen Nachmittag verwaiste Rezeption kurz übernommen hatte. Brandenburg ist mir also in guter Erinnerung geblieben – bis auf die Autoreparatur. Die neue Kupplung hielt genau ein Jahr. Dann musste wieder eine neue her.

Der Rest ist Geschichte! Über die neue Kupplung kam ich zu einem guten Automechaniker, der die Restaurierung der Carissima übernommen hat und über diesen zum besten Automechaniker der Welt. Dort sind wir noch heute.

Ich hoffe, ich habe mit dieser kleinen Geschichte aus der Vergangenheit ein wenig Lachen in die wartenden Camperherzen gebracht 😉 Auf bald!

 

 

An der schönen Donau

Ich glaub‘ ich habe es schon einmal erzählt: Wann immer ich im Herbst unterwegs war, in den vergangenen Jahren, wurden mir von zu Hause die schönsten Herbstbilder geschickt. Manchmal war es dann im November zu Hause schöner als irgendwo im Süden. 2019 zum Beispiel: Ich bei satten 5 Grad in Santiago de Compostela, zu Hause 20 Grad. Insofern hatte ich mich sogar ein wenig auf den Herbst zu Hause gefreut. Der wurde aber ganz anders: Kühl und regnerisch wie die Herbste in meiner Kindheit.

Nichtsdestotrotz habe ich mich auf den Weg gemacht, einige Orte in Österreich zu besuchen, die ich einfach einmal gerne besuchen wollte. So zum Beispiel die Donauschlingen bei Schlögen. Hier macht die Donau eine richtig schöne Schleife bevor sie wacker weiter Richtung Osten fließt. Direkt an der Donau befindet sich ein Campingplatz, der Campingplatz der Freizeitanlage Schlögen.

 

Hier gibt es Terrassencamping mit Donaublick, saubere Sanitäranlagen und ein Restaurant. Aufgrund der starken Regenfälle waren nur wenige Stellplätze nutzbar und der Campinglatz war fast verlassen – wir standen da mit zwei anderen wackeren Campern.

Direkt vom Campingplatz führt ein Fußweg nach Schlögen und von dort zum Aussichtspunkt, von dem aus man die Donauschlingen sehen kann – und das war ja unser Ziel. Also Regenpause abwarten, klein Wanda einpacken und los geht es. Der Weg führt durch den Wald etwa 40 Minuten nach oben, ist gut ausgeschildert und leicht begehbar und die Aussicht ist grandios, auch bei nicht so gutem Wetter:

    

Ich möchte unbedingt mal wiederkommen, denn nach einem trockenen Nachmittag begann es prompt wieder zu gießen wie verrückt und nachdem keine Besserung in Sicht war, fuhren wir weiter. Hier könnte man es aber durchaus aushalten! Es gibt jede Menge Wandermöglichkeiten und allein die Aussicht kann man länger als einen Tag genießen!

 

Österreich Reisen 2020

Ich muss mich entschuldigen. Grade waren wir noch im ersten Lockdown und schon ist das Jahr zu Ende. Die geplanten Reisen für den Herbst mussten gestrichen werden, keiner wusste so recht wann, wohin und überhaupt. Die Meinungen gingen plötzlich auseinander und zwar zu allen Themen. Vermutlich werden wir von diesen Jahren sprechen als der Zeit, als plötzlich jeder eine Meinung hatte, man diese aber besser nicht mehr sagte.

Doch genug der Philosophie. Wir sind ja dann doch ein wenig in Österreich herumgegondelt, wenn auch nur kurz, da das Wetter uns einen festen Strich durch die Rechnung machte. Sonst, wenn ich unterwegs bin, bekomme ich immer Nachrichten von zu Hause „was für einen Traum Herbst wir haben“. Und dieses Jahr, als alle zu Hause bleiben mussten, hat es im September das erste Mal geschneit und der Rest war Regen. Vielleicht wurde ich ja bisher immer aufs Gröbste angeschwindelt? Egal. Wo also hat es denn nun geschneit im September?

Tirol im Herbst

Richtig. In Tirol. Zu Beginn einer wunderbaren Woche noch so richtig Herbst, mit den dunkelblauen Himmeltagen und den langen Schatten und dann von einen Tag auf den anderen Schnee und Eisglätte. Wir suchten Zuflucht in festen Mauern, während Carissima draußen unter einer dicken Schneehaube verschwand.

Empfehlenswert zum Campen ist übrigens der Zentralalpen Stellplatz in Trins im Gschnitztal. Der Platz ist einfach und klein, aber sehr gepflegt und bietet auch Bullifahrer Infrastruktur, also WC und Dusche. Für 13 Euro täglich, die am Automaten zu bezahlen sind, steht man hier inmitten eines umwerfenden Bergpanoramas und sieht in der Nacht außer den vielen Sternen nichts. Wunderbarer geht es kaum. WC, Dusche und Abwasser sind im Preis inbegriffen und Strom gibt es natürlich auch.

 

Der Stellplatz liegt direkt am Wanderweg, der sowohl nach Gschnitz als auch nach Trins führt, in beiden Orten gibt es Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie.

 

 

Ich liebe diesen Platz in Österreich sehr und war schon oft hier, Sommer wie Winter. Es ist herrlich, durch die Wälder zu streifen und wer sehr motiviert ist, kann rundum die Gipfel erklimmen. Nachdem der Ort Trins bereits auf 1.200 Meter Seehöhe liegt, ist man dann auch „glei amol“, wie die Einheimischen sagen, auf 2.000 Meter. Ein gutes Gefühl!

Und hier geht es auch gleich weiter mit den Österreich Tipps:

An der schönen Donau

Long time no hear – Geschichten aus dem Lockdown

Guten Abend, liebe Bullifreunde und -freundinnen. Heute schreiben wir den 23. April 2020, Österreich befindet sich seit 16. März 2020 im so genannten „Lockdown Modus“, seit vergangenen Montag, also 20. April, fährt die Wirtschaft langsam wieder hoch. Von den ersten vier Wochen der Krise habe ich so gut wie nichts bemerkt, ein Großauftrag hat mich vor den Computer gefesselt und ich war zur Abwechslung mal nicht am Schreiben, sondern am html Codes umherschieben. Neben dieser Tätigkeit war ich damit beschäftigt, meine Astrologie Seminare für ein Online Portal vorzubereiten und zusammen mit Coworking Salzburg Gründerin Romy Sigl unsere gemeinsamen Seminare umzustellen – in einer schwierigen Zeit brauchen Menschen mehr oder eine andere Form der Unterstützung.

Meet Coworking

Seit einer Woche bin ich wieder „aufgetaucht“ und noch mehr als vorher in gemeinsame Meetings zum Thema Krise involviert. War es zu Beginn der Krise ein wöchentliches Online Meeting von Coworkern und Interessierten aus Österreich, so veranstalten wir nun auch in Kooperation mit anderen Coworking Spaces wöchentliche „Coworking Clubs„. Coworking Bansko hat den Beginn gemacht und es war ein bereichender, spannender Vormittag.

Sinn und Zweck dieser Meetings ist, dass jede/r die Chance bekommt, zu erzählen ob und wie er/sie von der Krise betroffen ist und was jetzt helfen könnte. Sowohl Matthias Zeitler (Coworking Bansko) als auch Patrick Sellier (Coworking Tauglerei) hoffen zum Beispiel, dass nun mit der langsamen Öffnung auch wieder neue Menschen kommen, die Coworking schätzen. Bis wir nach Bansko reisen dürfen, wird es wohl noch ein wenig dauern, denn die Reisebeschränkungen in ganz Europa sind noch aktiv. Doch irgendwann sind wir wieder unterwegs!

Die Reisebeschränkungen treffen mich insofern, als Carissimas Mechaniker seine Werkstatt in Bayern hat und man wegen einer Autoreparatur noch nicht einfach nach Deutschland reisen darf. Ich hoffe aus ganzem Herzen, dass sich das bald wieder ändert und wir bald wieder on the road sein dürfen.

Ein Herz für Regionales

Eines meiner Herzensanliegen, nämlich lokal und regional zu kaufen und damit kleine Anbieter zu unterstützen, egal in welcher Branche, ist zurzeit in aller Munde. Viel mehr Menschen als zuvor wachen nun auf und möchten keine Unternehmen mehr unterstützen, die sich über Steuerbetrug, Kinderarbeit und Umweltverschmutzung im großen Stil bereichern. Nachdem man nun aber nicht einkaufen konnte, außer Online, habe ich einige Onlineangebote getestet, die ich Euch hier vorstellen möchte. Diese Liste ist lediglich ein von mir getestetes Angebot, eine ganze Übersicht zum Thema regional online kaufen findet ihr zum Beispiel in der Falter online Fibel.

Im Lothring Online Shop habe ich einen Sonnenschirm für die Terrasse erworben, super Service, war nach zwei Tagen da – im Gegensatz zu einem der „Großen“, der einen passenden Schirmständer für einen anderen Schirm anbot, der dauerte nämlich zwei Wochen.

Ebenfalls schneller als die Polizei erlaubt hat das Weingut Ernst geliefert – die sehr vorzüglichen Weine in der praktischen „Kellerregalverpackung“ (Karton mit rutschsicheren Abteilungen, einfach aufmachen, aufstellen und so den Wein liegend lagern) waren ebenfalls nach zwei Tagen da.

Besonders glücklich war ich über die Onobox, die ich in der Zeit des „Surfens im Code“ bestellt und mich daraus zwei Tage königlich ernährt habe.

Online lernen

Nur arbeiten geht natürlich gar nicht. Ich versuche ganz nebenbei, meinen ersten Roman „Vom Reisen mit dem Blues“ fertig zu stellen, mein Astro Kochbuch aus der digitalen Welt in die gedruckte zu heben und mich einigermaßen fit zu halten. Das habe ich allerdings auch schon vor dem Lockdown online gemacht, zum Beispiel mit dem Fit Summer Programm von Katrin Eckerstorfer. Neu hinzugekommen zur Online Community ist Yogatrainerin Pascale Staudenbauer, ihre online Kurse kann ich sehr empfehlen!

Mit Wanda mache ich nun den Online Kurs „Dummy Training“ bei Martin Erhartt, den ich ebenfalls sehr empfehlen kann. In diesem Kurs wird Dein Hund so richtig gefordert – und Du natürlich auch 😉 Im gestrigen Coworking Meeting bin ich außerdem auf die Idee gekommen, endlich Spanisch zu lernen, und zwar ebenfalls online. Einer unserer Teilnehmer hat eine Plattform dazu gegründet, deren Kurse mich überzeugen. Und die Hoffnung, irgendwann wieder nach Andalusien fahren zu können, die habe ich ja immer noch.

Zuerst aber muss Carissima fit werden, nach der letzten großen Reise ist einiges zu tun. Drückt mir die Daumen, dass die Grenze zu Deutschland bald wieder auf macht!

Abschied vom Erbsen zählen

Im Zuge all meiner Unternehmungen und Gedanken in dieser Zeit habe ich mich auch entschlossen, die Werbung auf dieser meiner Seite einzustellen. Wegen der paar Cent will ich mir weder das layout verschlechtern noch oben genannten Großkonzernen Geld in den Rachen werfen. Ihr werdet also in Hinkunft auf meinen neuen Beiträgen keine Affiliates mehr finden und die Bannerwerbung auf der Seite ist ebenfalls gestrichen. Werbung, die hier passiert, geschieht dadurch nicht mehr automatisiert, sondern ich bewerbe nur noch Handverlesenes, von dem ich selbst überzeugt bin.

Ich melde mich in Bälde wieder.

Bleibts gsund!

Romana

Camping Albufeira, Portugal

Wer gut ausgestattete und bestens organisierte Campingplätze liebt, wird diesen hier als perfekt erleben. Freunde kleiner und unkonventioneller Campingplätze könnten hier eher überfordert sein. Der Platz ist riesig und wird damit auch etwas unpersönlich, dafür bietet er aber einige Vorteile:

  • Das Restaurant ist auch in der Nachsaison geöffnet, genauso wie das Day Spa und der Supermarkt
  • Der Preis von 9 Euro (inklusive Strom) in der Nebensaison ist nachgerade unschlagbar
  • Freie Platzwahl und keine parzellierten Plätze
  • Hunde sind willkommen
  • Fußweg in die Altstadt Albufeira etwa 25 Minuten
  • Es gibt einen Autowaschplatz – für all jene, die so wie ich seit knapp drei Monaten unterwegs sind und das Auto kaum mehr berühren können, weil es von der Salzluft klebt und zudem staubverkrustet ist

Wie gesagt, klein, fein und schnukelig ist anders. Aber zwischendrin mag man vielleicht auch mal das Viersternefeeling aufkommen lassen. Und Albufeira soll man ja gesehen haben, heißt es. Das bedeutet: Die Stadt ist touristisch voll aufgeschlossen und völlig überlaufen, bietet dafür an Restaurants und Bars so ziemlich alles, was man sich wünschen kann.

Sonnenuntergang am Meer mit Cocktail, Pizza, Burger oder regionale Küche, begleitet von Live Musik, Läden mit Souvenirs, Handtaschen und Schuhen und natürlich die kleinen Gassen mit Kopfsteinpflaster. Ich lasse Bilder sprechen!

Ich fand die abendlichen Rundgänge in der Stadt immer sehr beeindruckend, vor allem die Stunde um den Sonnenuntergang empfehle ich Fotografen und Fotografinnen sehr. Was etwas gewöhnungsbedürftig ist, sind die vielen „Keiler“, die vor den Restaurants warten und versuchen, Vorbeigehende zum Besuch zu überreden. Das habe ich sonst in Portugal nirgendwo erlebt.

Hier geht es zur Website von Camping Albufeira!

 

 

 

Little Texas Camping, Tabernas, Spanien

Der kleine, schmucke Campingplatz am Rande der Tabernas Wüste (Andalusien) wurde im November 2019 frisch eröffnet. Ganz bewusst wollen Julie und Thomas sich von den großen Plätzen abheben, hier ist „chill zone“, kein Stress, keine Hektik. Die beiden Gastgeber sind extrem freundlich und hilfsbereit, bewirtschaften neben dem Campingplatz auch einen eigenen Olivenhain und verkaufen das wunderbare Öl direkt am Platz.

Die Adresse fürs GPS:
N 37.09520, W 2.28810
N 37°05’43“, W 2°17’17“

Camping Tabernas, Andalusien, Spanien

Ohne Navi wird man hier eher schwer herfinden, aber für alle die noch ohne reisen: Von der Autobahn A92 kommend auf der A340a nach Tabernas, an der Ortschaft vorbei, nach etwa zehn Kilometern links abbiegen auf die A1100 Richtung Uleila del Campo. Wenn Du an die Motorrad Rennstrecke kommst, bist Du zu weit gefahren, die Abzweigung kommt vorher. 400 Meter nach der Abzweigung führt eine kleine Gasse rechts weg, der folgen bis zum letzten eingezäunten Grundstück an der rechten Seite. Ich mache normalerweise keine Wegangaben, aber ich finde, dass dieser wunderbare Platz auch jenen eröffnet sein soll, die so wie ich meist ohne Navi fahren!

Camping Tabernas, Andalusien, Spanien Camping Tabernas, Andalusien, Spanien

Besonders für AstrofotografInnen oder all jene, die sich darin versuchen wollen, ist dieser Platz und die Umgebung ideal, es gibt sehr wenig Umgebungslicht. Und das führt auch gleich zur Ausrüstung: Wer länger bleiben will, sollte vorher einkaufen, denn Tabernas ist einige Kilometer entfernt und nicht die klassische Einkaufsstadt. Wenn man gut gebunkert hat, findet man den Rest vor Ort, es gibt Trinkwasser, heiße Duschen und Toiletten, Strom und WLAN (bei meinem Aufenthalt noch in Arbeit) sowie einen gut gepflegten Swimmingpool. Hunde sind willkommen, Spaziermöglichkeiten ohne Ende stehen direkt vor der Tür zur Verfügung. Die Sonnenuntergänge sind einsame Klasse, der Platz ruhig – Herz was willst Du mehr?

Little Texas auf Park4Night

Little Texas auf CamperContact

Übrigens: Der Platz ist auch für Zelte geeignet.

Camping Tabernas, Andalusien, Spanien

Camping Tabernas, Andalusien, Spanien

PS. Ich weiß, dass die Bilder schön sind. Bitte halte Dich dennoch an die Copyrights!

Und hier geht es zum Trip durch die Tabernas Wüste!