An der schönen Donau

Ich glaub‘ ich habe es schon einmal erzählt: Wann immer ich im Herbst unterwegs war, in den vergangenen Jahren, wurden mir von zu Hause die schönsten Herbstbilder geschickt. Manchmal war es dann im November zu Hause schöner als irgendwo im Süden. 2019 zum Beispiel: Ich bei satten 5 Grad in Santiago de Compostela, zu Hause 20 Grad. Insofern hatte ich mich sogar ein wenig auf den Herbst zu Hause gefreut. Der wurde aber ganz anders: Kühl und regnerisch wie die Herbste in meiner Kindheit.

Nichtsdestotrotz habe ich mich auf den Weg gemacht, einige Orte in Österreich zu besuchen, die ich einfach einmal gerne besuchen wollte. So zum Beispiel die Donauschlingen bei Schlögen. Hier macht die Donau eine richtig schöne Schleife bevor sie wacker weiter Richtung Osten fließt. Direkt an der Donau befindet sich ein Campingplatz, der Campingplatz der Freizeitanlage Schlögen.

 

Hier gibt es Terrassencamping mit Donaublick, saubere Sanitäranlagen und ein Restaurant. Aufgrund der starken Regenfälle waren nur wenige Stellplätze nutzbar und der Campinglatz war fast verlassen – wir standen da mit zwei anderen wackeren Campern.

Direkt vom Campingplatz führt ein Fußweg nach Schlögen und von dort zum Aussichtspunkt, von dem aus man die Donauschlingen sehen kann – und das war ja unser Ziel. Also Regenpause abwarten, klein Wanda einpacken und los geht es. Der Weg führt durch den Wald etwa 40 Minuten nach oben, ist gut ausgeschildert und leicht begehbar und die Aussicht ist grandios, auch bei nicht so gutem Wetter:

    

Ich möchte unbedingt mal wiederkommen, denn nach einem trockenen Nachmittag begann es prompt wieder zu gießen wie verrückt und nachdem keine Besserung in Sicht war, fuhren wir weiter. Hier könnte man es aber durchaus aushalten! Es gibt jede Menge Wandermöglichkeiten und allein die Aussicht kann man länger als einen Tag genießen!

 

Österreich Reisen 2020

Ich muss mich entschuldigen. Grade waren wir noch im ersten Lockdown und schon ist das Jahr zu Ende. Die geplanten Reisen für den Herbst mussten gestrichen werden, keiner wusste so recht wann, wohin und überhaupt. Die Meinungen gingen plötzlich auseinander und zwar zu allen Themen. Vermutlich werden wir von diesen Jahren sprechen als der Zeit, als plötzlich jeder eine Meinung hatte, man diese aber besser nicht mehr sagte.

Doch genug der Philosophie. Wir sind ja dann doch ein wenig in Österreich herumgegondelt, wenn auch nur kurz, da das Wetter uns einen festen Strich durch die Rechnung machte. Sonst, wenn ich unterwegs bin, bekomme ich immer Nachrichten von zu Hause „was für einen Traum Herbst wir haben“. Und dieses Jahr, als alle zu Hause bleiben mussten, hat es im September das erste Mal geschneit und der Rest war Regen. Vielleicht wurde ich ja bisher immer aufs Gröbste angeschwindelt? Egal. Wo also hat es denn nun geschneit im September?

Tirol im Herbst

Richtig. In Tirol. Zu Beginn einer wunderbaren Woche noch so richtig Herbst, mit den dunkelblauen Himmeltagen und den langen Schatten und dann von einen Tag auf den anderen Schnee und Eisglätte. Wir suchten Zuflucht in festen Mauern, während Carissima draußen unter einer dicken Schneehaube verschwand.

Empfehlenswert zum Campen ist übrigens der Zentralalpen Stellplatz in Trins im Gschnitztal. Der Platz ist einfach und klein, aber sehr gepflegt und bietet auch Bullifahrer Infrastruktur, also WC und Dusche. Für 13 Euro täglich, die am Automaten zu bezahlen sind, steht man hier inmitten eines umwerfenden Bergpanoramas und sieht in der Nacht außer den vielen Sternen nichts. Wunderbarer geht es kaum. WC, Dusche und Abwasser sind im Preis inbegriffen und Strom gibt es natürlich auch.

 

Der Stellplatz liegt direkt am Wanderweg, der sowohl nach Gschnitz als auch nach Trins führt, in beiden Orten gibt es Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie.

 

 

Ich liebe diesen Platz in Österreich sehr und war schon oft hier, Sommer wie Winter. Es ist herrlich, durch die Wälder zu streifen und wer sehr motiviert ist, kann rundum die Gipfel erklimmen. Nachdem der Ort Trins bereits auf 1.200 Meter Seehöhe liegt, ist man dann auch „glei amol“, wie die Einheimischen sagen, auf 2.000 Meter. Ein gutes Gefühl!

Und hier geht es auch gleich weiter mit den Österreich Tipps:

An der schönen Donau

Long time no hear – Geschichten aus dem Lockdown

Guten Abend, liebe Bullifreunde und -freundinnen. Heute schreiben wir den 23. April 2020, Österreich befindet sich seit 16. März 2020 im so genannten „Lockdown Modus“, seit vergangenen Montag, also 20. April, fährt die Wirtschaft langsam wieder hoch. Von den ersten vier Wochen der Krise habe ich so gut wie nichts bemerkt, ein Großauftrag hat mich vor den Computer gefesselt und ich war zur Abwechslung mal nicht am Schreiben, sondern am html Codes umherschieben. Neben dieser Tätigkeit war ich damit beschäftigt, meine Astrologie Seminare für ein Online Portal vorzubereiten und zusammen mit Coworking Salzburg Gründerin Romy Sigl unsere gemeinsamen Seminare umzustellen – in einer schwierigen Zeit brauchen Menschen mehr oder eine andere Form der Unterstützung.

Meet Coworking

Seit einer Woche bin ich wieder „aufgetaucht“ und noch mehr als vorher in gemeinsame Meetings zum Thema Krise involviert. War es zu Beginn der Krise ein wöchentliches Online Meeting von Coworkern und Interessierten aus Österreich, so veranstalten wir nun auch in Kooperation mit anderen Coworking Spaces wöchentliche „Coworking Clubs„. Coworking Bansko hat den Beginn gemacht und es war ein bereichender, spannender Vormittag.

Sinn und Zweck dieser Meetings ist, dass jede/r die Chance bekommt, zu erzählen ob und wie er/sie von der Krise betroffen ist und was jetzt helfen könnte. Sowohl Matthias Zeitler (Coworking Bansko) als auch Patrick Sellier (Coworking Tauglerei) hoffen zum Beispiel, dass nun mit der langsamen Öffnung auch wieder neue Menschen kommen, die Coworking schätzen. Bis wir nach Bansko reisen dürfen, wird es wohl noch ein wenig dauern, denn die Reisebeschränkungen in ganz Europa sind noch aktiv. Doch irgendwann sind wir wieder unterwegs!

Die Reisebeschränkungen treffen mich insofern, als Carissimas Mechaniker seine Werkstatt in Bayern hat und man wegen einer Autoreparatur noch nicht einfach nach Deutschland reisen darf. Ich hoffe aus ganzem Herzen, dass sich das bald wieder ändert und wir bald wieder on the road sein dürfen.

Ein Herz für Regionales

Eines meiner Herzensanliegen, nämlich lokal und regional zu kaufen und damit kleine Anbieter zu unterstützen, egal in welcher Branche, ist zurzeit in aller Munde. Viel mehr Menschen als zuvor wachen nun auf und möchten keine Unternehmen mehr unterstützen, die sich über Steuerbetrug, Kinderarbeit und Umweltverschmutzung im großen Stil bereichern. Nachdem man nun aber nicht einkaufen konnte, außer Online, habe ich einige Onlineangebote getestet, die ich Euch hier vorstellen möchte. Diese Liste ist lediglich ein von mir getestetes Angebot, eine ganze Übersicht zum Thema regional online kaufen findet ihr zum Beispiel in der Falter online Fibel.

Im Lothring Online Shop habe ich einen Sonnenschirm für die Terrasse erworben, super Service, war nach zwei Tagen da – im Gegensatz zu einem der „Großen“, der einen passenden Schirmständer für einen anderen Schirm anbot, der dauerte nämlich zwei Wochen.

Ebenfalls schneller als die Polizei erlaubt hat das Weingut Ernst geliefert – die sehr vorzüglichen Weine in der praktischen „Kellerregalverpackung“ (Karton mit rutschsicheren Abteilungen, einfach aufmachen, aufstellen und so den Wein liegend lagern) waren ebenfalls nach zwei Tagen da.

Besonders glücklich war ich über die Onobox, die ich in der Zeit des „Surfens im Code“ bestellt und mich daraus zwei Tage königlich ernährt habe.

Online lernen

Nur arbeiten geht natürlich gar nicht. Ich versuche ganz nebenbei, meinen ersten Roman „Vom Reisen mit dem Blues“ fertig zu stellen, mein Astro Kochbuch aus der digitalen Welt in die gedruckte zu heben und mich einigermaßen fit zu halten. Das habe ich allerdings auch schon vor dem Lockdown online gemacht, zum Beispiel mit dem Fit Summer Programm von Katrin Eckerstorfer. Neu hinzugekommen zur Online Community ist Yogatrainerin Pascale Staudenbauer, ihre online Kurse kann ich sehr empfehlen!

Mit Wanda mache ich nun den Online Kurs „Dummy Training“ bei Martin Erhartt, den ich ebenfalls sehr empfehlen kann. In diesem Kurs wird Dein Hund so richtig gefordert – und Du natürlich auch 😉 Im gestrigen Coworking Meeting bin ich außerdem auf die Idee gekommen, endlich Spanisch zu lernen, und zwar ebenfalls online. Einer unserer Teilnehmer hat eine Plattform dazu gegründet, deren Kurse mich überzeugen. Und die Hoffnung, irgendwann wieder nach Andalusien fahren zu können, die habe ich ja immer noch.

Zuerst aber muss Carissima fit werden, nach der letzten großen Reise ist einiges zu tun. Drückt mir die Daumen, dass die Grenze zu Deutschland bald wieder auf macht!

Abschied vom Erbsen zählen

Im Zuge all meiner Unternehmungen und Gedanken in dieser Zeit habe ich mich auch entschlossen, die Werbung auf dieser meiner Seite einzustellen. Wegen der paar Cent will ich mir weder das layout verschlechtern noch oben genannten Großkonzernen Geld in den Rachen werfen. Ihr werdet also in Hinkunft auf meinen neuen Beiträgen keine Affiliates mehr finden und die Bannerwerbung auf der Seite ist ebenfalls gestrichen. Werbung, die hier passiert, geschieht dadurch nicht mehr automatisiert, sondern ich bewerbe nur noch Handverlesenes, von dem ich selbst überzeugt bin.

Ich melde mich in Bälde wieder.

Bleibts gsund!

Romana

Warum das Stubai kein „Tal“ benötigt

Die Menschen im Stubai sind, wie Bergmenschen sind. Ein wenig verschlossen, ein wenig ernst, wenn es um die Authentizität geht, ein wenig humorvoll, wenn man die „Fremden“ mit der eigenen Sprache an der Nase herumführen kann. Empfindlich werden sie, wenn man im Stubai vom „Stubaital“ spricht. Denn das Stubai, so sagen sie, das beinhaltet das „Tal“ bereits, so wie auch das „Kühtai“. Von diesen Feinheiten abgesehen kann am im Stubai ganz himmlisch Urlaub machen, vor allem, wenn man Lust auf Sport hat. Für die Campingfans gibt es im Tal einige Plätze, ich gebe zu, keinen einzigen von ihnen zu kennen, da ich hier immer „zu Besuch“ bin.

Dass dieses „zu Besuch“ seit mittlerweile über 14 Jahre läuft, spricht für das Tal und seine Bewohner. Aufgrund eines sonderbaren Mikroklimas gilt das Stubai als besonders gutes Fluggebiet auch für Gleitschirmanfänger, im Winter ist Schifahren selbstverständlich der wichtigste Sport. Aber was erzähle ich, immerhin handelt es sich hier um ein Tal in Tirol, was sonst also.

 

Sommer im Stubai – einfach schön

Der Sommertourismus ist im Vergleich zum Wintertourismus nach wie vor das Stiefkind in der Region und das macht die Gegend so attraktiv. Hier wird man im Sommer nicht von Touristenmassen erdrückt und kann die Natur noch so genießen, wie man es sich in seiner Fantasie vorstellt: (Fast) allein am Berg. Eine besondere Attraktion ist eine Fahrt an den Talschluss. Kurz bevor man am Gletscher „ansteht“, kommt man an den beeindruckenden Wasserfällen vorbei, zum Beispiel am Grawa Wasserfall. Der speist übrigens die Ruetz, ein scheinbar kleine Bächlein, das sich bei Hochwasser zum paddeltauglichen Erlebnis entwickelt. Hier kann man tatsächlich einiges erleben. Und warum habe ich davon noch nie berichtet? Das ist ein bisschen wie mit Ephraim Kishon. Der war ja überzeugt, dass jeder Geheimtipp irgendwann so überlaufen wird, dass man selbst nicht mehr hinwill. So gesehen dürfe man einen Geheimtipp an NIEMANDEN weitersagen. Also, geht sorgsam mit dieser Information um 😉

Der Grawa Wasserfall

Fliegen im Stubai