Trendy Places im Gschnitztal

Wer meine „Österreich Reisen 2020“ gelesen hat, der weiß, dass ich mich damals ein klein wenig in das wenig beachtete Gschnitztal in Tirol verliebt habe. 2020 war ein fürchterlich verregneter Herbst und aus der geplanten großen Österreichtour wurde eine Schlammschlacht an der Donau, ein früher Winterbeginn in Tirol und dann die Flucht nach Hause vor den warmen Ofen.

Grund genug also, jetzt im Frühsommer wieder auf neue Erkundungstouren zu gehen, erstmals mit dabei mein neues Garmin CamperVan. Ein Gadget, das ich an diesem Navi besonders liebe, ist das „Trendy Places“. Erstens Mal, „ein fetter Button auf der Startseite“, wie ich es in Computersprache ausdrücken würde. Bedeutet: Das Trendy Places Werkzeug ist nicht irgendwo in den Tiefen der Bedienoberfläche vergraben, sondern gut sichtbar dort, wo es hingehört. Die Vorschläge, die es liefert, finde ich wunderbar, vor allem, weil ich diese Gegend so gut kenne und naturgemäß neugierig war, was vorgeschlagen wird.

Neben dem Mühlenmuseum und dem Wasserfallrundwanderweg am Talende wurde erfreulicherweise auch das Tunnelwelten Museum angezeigt, das ich zwar schon kenne, aber sonst kaum jemand. Ein Besuch dort lohnt sich!

Der Bau des Brenner Basistunnels wird hier dokumentiert, zusammen mit einigen sehr cool für Kinder aufbereiteten Stationen zum Thema Bergbau und Gschnitztal. Es gibt sogar eine Märchenecke!

Was ist sonst noch sehenswert?

-> Sarnthein Wasserfall

-> Wanderungen im Gschnitztal

-> Kirchlein Sankt Magdalena

Noch wichtiger als das Trendy Places ist für mich aber der „Camp Sites“ Button am Garmin CamperVan, der nicht nur offizielle Campingplätze und Stellplätze anzeigt, sondern auch mir bis dato unbekannte Stellmöglichkeiten. Mein Lieblingsstellplatz im Gschnitztal ist nach wie vor der Zentralalpenstellplatz in Trins – einfach, gemütlich, gleich neben Bach und Wanderweg und obwohl es „nur“ ein Stellplatz ist,  gibt es WC und Duschen. Ich finde es dort unglaublich gemütlich!

#bullireisen

#Garmincampervan

#vanlife

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An der schönen Donau

Ich glaub‘ ich habe es schon einmal erzählt: Wann immer ich im Herbst unterwegs war, in den vergangenen Jahren, wurden mir von zu Hause die schönsten Herbstbilder geschickt. Manchmal war es dann im November zu Hause schöner als irgendwo im Süden. 2019 zum Beispiel: Ich bei satten 5 Grad in Santiago de Compostela, zu Hause 20 Grad. Insofern hatte ich mich sogar ein wenig auf den Herbst zu Hause gefreut. Der wurde aber ganz anders: Kühl und regnerisch wie die Herbste in meiner Kindheit.

Nichtsdestotrotz habe ich mich auf den Weg gemacht, einige Orte in Österreich zu besuchen, die ich einfach einmal gerne besuchen wollte. So zum Beispiel die Donauschlingen bei Schlögen. Hier macht die Donau eine richtig schöne Schleife bevor sie wacker weiter Richtung Osten fließt. Direkt an der Donau befindet sich ein Campingplatz, der Campingplatz der Freizeitanlage Schlögen.

 

Hier gibt es Terrassencamping mit Donaublick, saubere Sanitäranlagen und ein Restaurant. Aufgrund der starken Regenfälle waren nur wenige Stellplätze nutzbar und der Campinglatz war fast verlassen – wir standen da mit zwei anderen wackeren Campern.

Direkt vom Campingplatz führt ein Fußweg nach Schlögen und von dort zum Aussichtspunkt, von dem aus man die Donauschlingen sehen kann – und das war ja unser Ziel. Also Regenpause abwarten, klein Wanda einpacken und los geht es. Der Weg führt durch den Wald etwa 40 Minuten nach oben, ist gut ausgeschildert und leicht begehbar und die Aussicht ist grandios, auch bei nicht so gutem Wetter:

    

Ich möchte unbedingt mal wiederkommen, denn nach einem trockenen Nachmittag begann es prompt wieder zu gießen wie verrückt und nachdem keine Besserung in Sicht war, fuhren wir weiter. Hier könnte man es aber durchaus aushalten! Es gibt jede Menge Wandermöglichkeiten und allein die Aussicht kann man länger als einen Tag genießen!

 

Österreich Reisen 2020

Ich muss mich entschuldigen. Grade waren wir noch im ersten Lockdown und schon ist das Jahr zu Ende. Die geplanten Reisen für den Herbst mussten gestrichen werden, keiner wusste so recht wann, wohin und überhaupt. Die Meinungen gingen plötzlich auseinander und zwar zu allen Themen. Vermutlich werden wir von diesen Jahren sprechen als der Zeit, als plötzlich jeder eine Meinung hatte, man diese aber besser nicht mehr sagte.

Doch genug der Philosophie. Wir sind ja dann doch ein wenig in Österreich herumgegondelt, wenn auch nur kurz, da das Wetter uns einen festen Strich durch die Rechnung machte. Sonst, wenn ich unterwegs bin, bekomme ich immer Nachrichten von zu Hause „was für einen Traum Herbst wir haben“. Und dieses Jahr, als alle zu Hause bleiben mussten, hat es im September das erste Mal geschneit und der Rest war Regen. Vielleicht wurde ich ja bisher immer aufs Gröbste angeschwindelt? Egal. Wo also hat es denn nun geschneit im September?

Tirol im Herbst

Richtig. In Tirol. Zu Beginn einer wunderbaren Woche noch so richtig Herbst, mit den dunkelblauen Himmeltagen und den langen Schatten und dann von einen Tag auf den anderen Schnee und Eisglätte. Wir suchten Zuflucht in festen Mauern, während Carissima draußen unter einer dicken Schneehaube verschwand.

Empfehlenswert zum Campen ist übrigens der Zentralalpen Stellplatz in Trins im Gschnitztal. Der Platz ist einfach und klein, aber sehr gepflegt und bietet auch Bullifahrer Infrastruktur, also WC und Dusche. Für 13 Euro täglich, die am Automaten zu bezahlen sind, steht man hier inmitten eines umwerfenden Bergpanoramas und sieht in der Nacht außer den vielen Sternen nichts. Wunderbarer geht es kaum. WC, Dusche und Abwasser sind im Preis inbegriffen und Strom gibt es natürlich auch.

 

Der Stellplatz liegt direkt am Wanderweg, der sowohl nach Gschnitz als auch nach Trins führt, in beiden Orten gibt es Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie.

 

 

Ich liebe diesen Platz in Österreich sehr und war schon oft hier, Sommer wie Winter. Es ist herrlich, durch die Wälder zu streifen und wer sehr motiviert ist, kann rundum die Gipfel erklimmen. Nachdem der Ort Trins bereits auf 1.200 Meter Seehöhe liegt, ist man dann auch „glei amol“, wie die Einheimischen sagen, auf 2.000 Meter. Ein gutes Gefühl!

Und hier geht es auch gleich weiter mit den Österreich Tipps:

An der schönen Donau