Wenn das Reisefieber einsetzt

Immer, wenn ich von einer langen Reise zurück komme, dann ist da zuerst dieses Hochgefühl, diese Freude an allem, was ich erlebt habe. Nach etwa einem Monat hat mich dann der Alltag wieder, mit Terminen, Buchhaltung und allerlei lästigem Kram. Und obwohl ich von mir behaupten kann, dass ich meine Traumjobs gefunden habe und mein Leben gestalte, wie ich will, geht es dann stetig ein wenig bergab. Vor allem im Winter, wenn Carissima winterfest in der Garage steht, werde ich irgendwie ganz still und heimlich traurig. Und ob man es glaubt oder nicht: jedes Jahr wieder begreife ich nicht, woher das kommt, bis im Jänner dann das Reisefieber einsetzt. Sobald die Ideen zur nächsten Reise reifen, geht es mit der Stimmung nach oben. Für den Frühling 2017 planen wir – Carissima, Wanda und der Reiseblues – nach Schottland zu reisen.

 

Mit dem Bulli nach Schottland – die Vorbereitungen

Angefangen hat die Schottland Idee ja mit einer im Moment zu nervigen Vorbereitung – zu lesen im Bericht „Mit dem Hund nach Skandinavien„. Dann fand ich mein Reisetagebuch von meinem ersten Schottlandaufenthalt. 1996 war das, man hat damals noch tatsächliche Reisetagebücher auf Papier geschrieben. Beim Lesen wurde mit richtig heimelig – ja, da will ich wieder hin! Also habe ich gleich mal alle Unterlagen von damals rausgesucht, zwei uralte Reiseführer, von denen ich mir nicht sicher bin, ob die noch irgendetwas bringen, sowie eine alte Großbritannien Karte.

Gleich mal eines vorweg: ich war immer ein sehr sorgsamer Mensch, wenn es zum Thema Kartenmaterial kommt. Da kam keine Anmerkung, keine Route, kein Pfeil auf die Karte, die musste gehegt und gepflegt werden. FEHLER! Karten sind nämlich 22 Jahre später so gut wie nicht mehr zu gebrauchen, tolle Erlebnisse und Orte würde man aber viel einfacher wiederfinden. So habe ich nun alle Destinationen, die ich noch mal anfahren will, aus dem Reisetagebuch in die Karte übertragen, so gut das möglich war. Wenn man Tagebuch schreibt, neigt man zu Ungenauigkeiten, weil man der festen Überzeugung ist, dass man sich eh an alles erinnern wird.

 

Bulli Reise vorbereiten: nutze Karten für Notizen!

Das merke ich mir jetzt einfach vor – Karten werden in Hinkunft für Notizen genutzt. Wanda nutzt die Karten seit unserer Frankreichreise als Sitzplatz – was ihr an den Papierflächen so besonders gut gefällt, habe ich noch nicht herausgefunden. Vielleicht ahnt sie, dass es spannend wird, wenn eine Karte auf dem Boden ausgebreitet wird.

Bis jetzt sind in der Karte eingezeichnet:

  • die dreieckige Burg, die für das Puppentheaterstück „Robbi, Tobbi und das Fliewatüt“ als Vorlage diente
  • ein „Independent Youth Hostel“, das wir 1996 besucht hatten und toll fanden, das aber im Netz nicht zu finden ist
  • eine Landschaft, in die ich fahren möchte
  • ein Leuchtturm
  • die Burg, die für die Außenaufnahme zum Film „The Highlander“ verwendet wurde
  • der nördlichste Punkt Schottlands – aber nicht auf einer der vorgelagerten Inseln
  • eine Burg, die mir heute auf Instagram aufgefallen ist.

Man sieht, es könnte burgenlastig werden 😉 Ich freu‘ mich schon sehr, Euch weiter berichten zu können! Das war’s fürs Erste – und nicht vergessen:

  1. Karten zu verwenden lohnt sich auch in der digitalen Zeit. Karten können nicht so einfach kaputt gehen, Ihr Aku geht nie aus und jeder Mensch kann damit umgehen.
  2. Auf Karten kann man schnell und übersichtlich schreiben und sich das Geschriebene 20 Jahre später ganz einfach und ohne das Installieren von Programmen ansehen.
  3. Karten können ein sehr bequemer Platz für Hunde sein. Warum auch immer.

Hier noch einer meiner Lieblingsreiseführer, der Lonely Planet. Mit den Lonely Planets war ich bereits allein in Thailand und Indien unterwegs und sie sind mir immer ein perfekter Ratgeber, auch wenn ich meine Reisen immer sehr spontan und ohne fixe Route angehe: