Bulli Camper Ausbau: Bänder und Scharniere

Kaum zu glauben, wie die Zeit vergeht – und schwups sind schon wieder fünf Tage in der Werkstatt vergangen! Tja, was haben wir nun gemacht? Der Innenverbau ist komplett fertig, die Türen geschliffen und eingebaut und nun darf Wolfi, unser Elektrikexperte, noch einmal ans Werk. Aber wie immer alles der Reihe nach!

 

Stangenscharniere oder Topfbänder – was ist besser?

Die Öffnungen im Bulliausbau sind alle rund, die hinten an der Heckklappe bleiben offen. Das unterste ist ein Versteck für Wanda, wenn sie mal ihre Ruhe haben will. Die Größe der kleinen Höhle ist chihuahuatauglich. Ein Fach darüber gibt es dann zwei USB Ladezonen für Telefon und GoPro und die beiden kleinen Fächer sind für Krimskrams, den ich ständig brauche, von der Taschenlampe bis zur Zahnbürste.

Alle anderen Fächer sind verschließbar, die Verschlussknöpfe haben wir im Campingbedarf bekommen. Beim Kauf unbedingt darauf achten, dass die Tiefe der Griffe der gewählten Holzstärke entspricht! Die Türen wollten wir zuerst mit einfachen Stangenscharnieren befestigen, das wäre die billigste und einfachste Lösung, doch der Öffnungswinkel mit Stangenscharnieren war nicht zufriedenstellend. Profitischler Stefan war hochunzufrieden mit den Stangenscharnieren und besorgte Topfbänder (95 Grad, Stollenbänder), mit denen funktioniert es nun prächtig.

 

Wie gesagt, die Verschlussknöpfe bekommt man im Campingbedarf, wir haben unsere bei Berger Camping bestellt. Das waren zu diesem Zeitpunkt die einzigen mit der von uns gewünschten Tiefe. Stangenscharniere und Topfbänder oder andere Scharniere bekommt man entweder im Baumarkt oder online im Heimwerkershop. Stefan ist Profi Tischler und bestellt Scharniere und andere Kleinteile bei seinen Lieferanten, als „normaler Heimwerker“ kommt man da nicht ran. Wenn man also hochqualitative Scharniere und Beschläge sucht, kann man diese zum Beispiel bei Heimwerkertools.com (dort bekommt man auch die Blum Beschläge, die wir verwendet haben!) bestellen.

 

Something old, somenthing new…

Vielleicht kennt ja jemand diesen alten Hochzeitsreim: Was Altes und was Neues sollte die Braut bei sich haben, etwas Geborgtes und etwas Blaues. Dieser Reim ist mir eingefallen, als ich drauf und dran war, mein altes Holztischchen zu entsorgen. Das Tischchen war vor Jahren in Stefans Fundus aufgetaucht, ein original Campingtischchen aus den 1960ern.

Ich habe es wieder aktiviert und die Tischplatte blau gestrichen, passend zum Bulli. Als es nun darum ging, wie wir eine Tischplatte sowohl für den Innengebrauch als auch für Außen geeignet gut im Bus unterbringen, da fiel mir der alte Reim wieder ein und ich dachte, nein, ich mag das alte Tischchen, das so viele Jahre mit dabei war, nicht einfach entsorgen, zumindest die Tischbeine mag ich wiederverwenden.

Also schnitten wir eine neue Tischplatte zu, die im Bulliverbau eingehängt werden kann, wenn man aber für draußen einen Tisch braucht, schraubt man einfach die Beine dran und fertig. Die alten Tischbeine und die Verschraubungen wurden also schön geschliffen und blicken nun einem neuen Leben entgegen. Und das ist übrigens der Reim, der mir so während der Werkstattarbeiten eingefallen ist :

Something old,
something new,
something borrowed,
something blue,
and a silver sixpence in her shoe.

Sixpence werde ich noch auftreiben müssen 😉

Die Halterung für das Tischchen finde ich auf jeden Fall genial!

Und hier noch die Vorankündigung für unser Projekt, so cool!