USA Reisevorbereitungen 2 – Seabridge Treffen und Klimatabellen

Auf geht es nach Amerika! Ihr habt voller Begeisterung meinen Beitrag über das Seabridge Treffen gelesen? Hier kommt der zweite Teil – mit Routenplanungen und Klimatabellen!

Mit dem Bulli nach Kanada – wann fahren?

Wie im letzten Beitrag bereits angekündigt werde ich die Verschiffung von Hamburg nach Halifax wählen. Das hat für mich den Grund, dass ich unbedingt wieder mal Polarlichter sehen möchte, warum also weiter im Süden ankommen, wenn ich dann ohnehin nach Alaska fahren werde. Der Wunsch nach Polarlichtern beeinflusst naturgemäß auch die Wahl der Jahreszeit. Wenn man im Mai in Halifax ankommt, sind die Polarlichter fern. Der zweite Eckpunkt in der Planung ist ein Hundetraining im Oktober in San Franzisko, an dem wir teilnehmen werden. Somit also wäre es am günstigsten, im August in Halifax anzukommen.

Die Klimatabelle für Kanada. Sieht gut aus für August!
Und hier noch ein link mit Klimaplanung für die USA!

     

 

Bullireisen in den USA – jetzt schon vom Abenteuer träumen

Auf dem Seabridge Treffen in Bad Dürrheim hat uns noch viel mehr erwartet als einfach nur Infos zur Verschiffung und ich muss gestehen, ich war sehr begeistert. Das Programm kann sich sehen lassen und ich habe mir aus dem umfangreichen Programm diese Vorträge angesehen:

  • Across America & Trans Canada
  • Canada & Alaska
  • Westen der USA
  • Südliches Afrika
  • Überwintern im Oman
  • Panamericana

 


 

Ich muss zugeben, spätestens JETZT ist wohl jeder im Saal mit dem Reisefieber angesteckt. Die meisten der Vorträge waren absolut professionell gestaltete Multivisionsvorträge, die vortragenden Reiseleiter waren von dem, was sie tun, überzeugt und begeistert. So wird Reisevorbereitung zum abenteuerlichen Spaß!

Vor allem die Strecke von Halifax an die Ostküste habe ich nach den Vorträgen noch einmal überdacht und im persönlichen Gespräch zur jahreszeitlichen Planung konnte ich auch eine Lösung finden, um den Mount Rushmore und den Yellowstone Nationalpark gut einzubinden. Man kommt ja nicht alle Tage in die USA.

Mehr zur Routenplanung dann in Bälde hier! Stay tuned!

 

 

USA Reisevorbereitungen 1 – Seabridge Treffen Bad Dürrheim

Auf geht’s nach Amerika! Wie wir uns auf diese große Reise vorbereiten und wie es dann ist, das wollen wir hier mit Euch teilen! Wir, das sind ich, das Hündlein Wanda, der T3 Carissima und natürlich der Reiseblues, der immer wieder mal vorbei schaut.

 

Mit dem Bulli in die USA: Schritt für Schritt Anleitung

Schritt 1: Erst mal auf die Idee kommen, dass man mit seinem T3 in die USA reisen will. Diese Idee hatte ich vor einem Jahr. Manche Menschen gehen in ihrer Umsetzung schneller vor, ich lasse mir Zeit. Es war zu klären, ob ich meine Wohnung behalten will oder in dieser Zeit ausziehe, wo ich meine Möbel lagere und wie das mit meinem Unternehmen in der Zeit läuft. Jetzt sind also die Eckdaten geklärt. Wenn DU Dich ebenfalls auf solch eine Reise aufmachen willst, empfehle ich dir, mein Booklet zum allein Reisen zu kaufen. Kostet fast nix und beinhaltet alle meine Recherche – dann sparst Du Dir viele Stunden des Nachdenkens und Googelns… HIER geht es zum Booklet!

Schritt 2: Die Verschiffung ist geklärt – und nun geht es zum Anbieter, um hier Detailinformationen einzuholen. Ja, Du kannst die Verschiffung auch auf eigene Faust organisieren. Wahrscheinlich fährst Du dann um 150 Euro billiger. Wenn aber Deine Zeit Geld wert ist, dann wende Dich lieber an jemanden, der das schon oft gemacht hat und der weiß, was er tut. Ich habe mich für Seabridge entschieden, weil ich hier sofort Antworten auf meine Fragen bekommen habe und den Preis verträglich finde. Dies sind die Reiseziele, die Seabridge anfährt und wenn DU auf die Karte klickst, kommst Du gleich auf die Website!

 

USA mit dem Bulli – die besten Infos

Heute berichte ich also vom Seabridge Treffen – solltest DU eine Reise wie diese vorhaben, dann empfehle ich Dir, mal zu einem zu fahren! Zweimal pro Jahr finden diese Treffen statt, einmal in Bad Dürrheim und einmal in Bad Königshofen, dauern jeweils drei Tage und bieten so ziemlich alles, was ein angehender Traveller mit Bulli oder Wohnmobil so wissen möchte.

Mit dem Bulli, das gehört hier angemerkt, ist man eher ein Exot, hier treffen sich Reisemobilisten, die von Ushuaia nach Alaska reisen möchten oder im Oman überwintern wollen, die voll ausgestattete Wohnmobile fahren und viel Zeit mitbringen. Wir sind also die, die einfach viel Zeit mitbringen und den Rest erst noch umsetzen müssen, sprich, einen Bulli für acht Monate Reisezeit fit zu machen. Ein wenig fühle ich mich wie Lukas der Lokomotivführer, der seine Lok seetüchtig macht.

However, auf dem Treffen geht es für mich hauptsächlich um Informationen zur Verschiffung, dieser Vortrag dauert etwa zwei Stunden und findet pro Treffen zweimal statt. Alle offenen Fragen konnten für mich geklärt werden und ich ging wirklich erleichtert aus diesem Vortrag. Alles, was nicht während des Vortrags geklärt werden konnte, kann man danach im persönlichen Gespräch mit den Veranstaltern besprechen, man nimmt sich Zeit, ist extrem kompetent und vor allem ehrlich. Wenn es zum Beispiel um die Fahrzeugversicherung in den USA geht, kann man keine Preise nennen, weil das die US-Versicherung macht. Und Punkt, keine Spekulationen. Das mag ich.

 

USA Reise mit dem Bulli: Verschiffung Step by step

Wer sich für die Verschiffung entscheidet, darf ein paar Punkte beachten. Hier also eines nach dem anderen, and don’t get nervous, lässt sich alles regeln:

  • Der Tank des Fahrzeuges darf maximal ¼ voll sein. Ist doch super, in den USA tankst Du ohnehin fast gratis 😉
  • Die Rückverschiffung muss nicht im Voraus gebucht werden, sondern kann auch erst während der Reise erfolgen, detto die Bezahlung derselben.
  • Für die USA benötigen wir EU-Bürger für einen Aufenthalt unter drei Monaten kein Visum. Man darf also ein Visum für 180 Tage beantragen, wenn man länger bleiben möchte. Dieses kann man bei jedem Grenzübertritt noch einmal verlängern lassen, es liegt dann im Ermessen des Beamten, ob er das tut. So kann ich auf meine acht Monate kommen.
  • Wer wie ich mit einem kleinen Gascamper kocht, kann diesen gleich mal zu Hause lassen. Gas ist an Bord nicht erlaubt. Fixe Gasflaschen müssen leer sein – man kann Adapter erwerben, um auch in den USA nachfüllen zu können, auf den Seabridge Treffen erfährt man, welche das sein sollen und wo man sie bekommt.
  • Für den Stromanschluss im Wohnmobil oder Bulli benötigt man einen Stromumwandler. Auch diesen kann man bei Seabridge beziehen. Wer mit seinem Solarstrom auskommt, braucht den natürlich nicht.
  • Für die Verschiffung muss das Auto BLICKLEER sein, sprich, alles, was man mitnimmt (und das dürfen keinesfalls Lebensmittel sein!), muss in Kästen versperrt sein. Auch auf dem Bett darf nichts rumliegen. Die Erklärung ist einfach: Wer schon mal am Atlantik war, der weiß, wie der Seegang hier sein kann. Auch die Sicherung von Kästen und Schubladen wird empfohlen, denn wenn sowas mal aufgeht, dass wird es sich 17 Tage lang bewegen und vermutlich dabei kaputtgehen. Alles, was sich bewegen KÖNNTE, muss seetauglich verzurrt sein. So zum Beispiel auch eine Dachbox oder eine Heckbox, die man für die Verschiffung ins Fahrzeuginnere gibt, um so Länge oder Höhe zu sparen.
  • Die Nummernschilder können vor der Verschiffung abgenommen werden, sehr praktisch für uns Österreicher und Schweizer mit den Wechselkennzeichen.
  • Es wird empfohlen, die Sitze abzudecken, da die Hafenarbeiter, die das Fahrzeug verladen, das nicht unbedingt im Sonntagsanzug machen.
  • Die Transportversicherung kann man bei Seabridge abschließen. Sie beträgt 0,9% des Zeitwertes des Fahrzeuges bei Fahrzeugen bis zu 25 Jahren Alter. Carissima mit Baujahr 1985 wird von mir geschätzt, zum Antrag der Transportversicherung werden dann Fotos mitgeschickt, die belegen, dass das Fahrzeug zum Camper umgebaut wurde und den von mir angegebenen Wert hat.
  • Es muss eine amerikanische Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Im Moment (Stand August 2018) macht dies nur eine einzige amerikanische Versicherung, man ist also leider diesem Preis ausgeliefert. Seabridge hat damit nichts zu tun, stellt aber den Kontakt her.
  • Das aktuelle Angebot von Seabridge beträgt – für die Verschiffung eines T3 ohne Aufbauten – 1400 Euro pro Strecke Hamburg – Halifax.
  • Da sagen wir: das machma!

Das waren die Erkenntnisse des ersten Vortrages am Samstag. Wir berichten in Bälde, was dann noch alles zu hören war! Stay tuned!