Mit dem Bulli in die USA – das Buchprojekt

Heute ein kurzes Update, was sonst noch so alles los ist 😉 In einem meiner letzten Beiträge habe ich von der Grundsatzentscheidung berichtet – möchtest Du, wenn Du solch eine Reise unternimmst, ein „Base Camp“ zu Hause aufrechterhalten oder nicht? Ich habe mich dagegen entschieden und bin dabei, all meine Möbel und Bücher in ein kleines Lager einzulagern. Das kostet ein Sechstel meiner momentanen Monatsmiete und macht somit die Reise besser finanzierbar.

Jeden Tag eine kleine Autolieferung… und Wanda ist immer mit dabei.

 

Große Reise – Wohnung behalten?

Dieser Beitrag könnte Dich interessieren: Mit dem Bulli in die USA – Die Planungsphase. Ich habe acht Wochen vor dem Aufgeben meiner Wohnung mit dem Aussortieren und Packen begonnen, das braucht es wohl nach 13 Jahren in derselben Wohnung. In einem Storage, in dem ich meine Sachen einlagern kann, hat man mir erklärt, dass man die Quadratmeteranzahl der Wohnung durch 10 dividieren soll und diese Quadratmeteranzahl benötigt man dann mindestens als Lagerraum.

Meine Wohnung hatte 60 Quadratmeter und ich habe mir – sicherheitsliebend wie ich bin – einen 9 Quadratmeter Lagerraum ausgesucht. Bis heute sah das ganz gut aus. Heute dann: Beim Kartons verladen ordentlich den Rückenmuskel beleidigt und nun erst Mal Sendepause. Warum ich trotzdem spätabends noch vor dem Computer lungere?

 

Der spannendste Reiseroman der Welt

Ganz einfach, ich hüpfe vor Freude, weil mein Crowdfunding Projekt endlich fertig ist! Auf meiner Reise soll ein Roman entstehen… so viel sei verraten, einige Seiten sind bereits geschrieben. Doch der Hauptteil wird auf dieser Reise entstehen, Geschichten vom Allein reisen, vom Reisen mit Hund, vom Reisen  mit Carissima und natürlich vom Reisen mit dem Blues. Der Blues, dieser lästige Typ, der immer dann auftaucht, wenn die Reise kompliziert wird, wenn Dinge nicht so laufen, wie man es sich vorstellt, wenn man an der Kippe zur Verzweiflung steht.

„Vom Reisen mit dem Blues“ möchte ich nach meiner Rückkehr selbst verlegen – nach fünf Jahren Verlagserfahrung darf das auch mal sein, finde ich. Hier geht es übrigens zu meinen anderen Büchern auf der Autorenseite von Romana Hasenöhrl. Wenn Du von Anfang an dabei sein willst, klinke Dich ein – alles zum Roman findest Du auf Indiegogo, einfach hier klicken:

 

 

 

Eins nach dem anderen… und nicht die Nerven verlieren!

Schönen guten Abend – ich bin’s 😉

Zwei weitere Planungsschritte in Richtung Abenteuer USA sind erledigt. Ich bin seit heute stolze Besitzerin eines US Visums, das mir einen Aufenthalt über drei Monate in den USA ermöglicht. Das bedeutet, nun ist klar, dass Carissima mitkommt, die Seabridge kann gebucht werden und damit einhergehend brauchen wir, also Chihuahua Wanda und ich, ein Quartier in Halifax, bis Carissima angekommen ist.

Doch alles der Reihe nach!

 

Ein erweitertes Touristenvisum für die USA

Reisenden aus bestimmten Ländern, dazu gehören Österreich, die Schweiz und Deutschland, ist die Einreise in die USA ohne Visum gewährt, wenn sie nicht länger als drei Monate bleiben wollen. Wer länger bleiben möchte, muss aber im Vorfeld ein Visum beantragen und sollte dafür genügend Zeit einrechnen.

Das Visum muss online beantragt werden, das Ausfüllen der Formulare erfordert einige Zeit und wer das Glück hat, dass genau zu dieser Zeit der Server der Botschaft streikt, ist einige Zeit damit befasst. Nach dem Ausfüllen der Antragsformulars wird man aufgefordert, die entsprechenden Gebühren zu bezahlen und aufgepasst: Hier auch gleich die Gebühren für die Postzustellung des Passes anklicken, außer man möchte den Pass selbst wieder von der Botschaft abholen!!!

 

US Visum beantragen

Im Normalfall erhält man einen Termin in der US Botschaft zwei bis drei Wochen nach dem Zeitpunkt des Absendens des Online Formulars. In Österreich sieht das dann so aus, dass es jeden Wochentag Termine um 8.30 Uhr und um 9.00 Uhr gibt, in der Botschaft in Wien. Für alle aus Westösterreich Anreisenden bedeutet dies, dass sie eine Nacht in Wien verbringen müssen.

Hündlein Wanda und ich reisten also nach mit dem Zug nach Wien, durften zum Glück in der Wohnung einer Freundin übernachten und dort blieb Wanda dann auch, denn im Botschaftsgebäude sind keine Hunde erlaubt. Zu dem Termin muss man die ausgedruckte Bestätigung des Visumantrags und den Pass mitbringen, der Termin dauerte bei mir genau 20 Minuten. Zuerst wurden meine Fingerabdrücke genommen, dann musste ich ein wenig warten und dann folgte das Gespräch, das nach Angaben auf der Website der Botschaft sehr wichtig ist. Eine Frage, zwei Minuten, Visum fertig. Der Pass kam dann einen Tag später bei mir zu Hause an, gute Frage, warum man ihn nicht sofort wieder mitgeben konnte.

 

Next Step: Seabridge

Der nächste Schritt also, Seabridge buchen. Einen Kostenvoranschlag hatte ich mir vergangenen Herbst schicken lassen, nun gilt es, zu prüfen, ob die Preise noch stimmen und an welchem Tag Carissima in Halifax ankommen wird. Und vor allem: Wann ich sie nach Hamburg bringen muss!

Damit einhergehend darf ich natürlich ein Zimmer in Halifax organisieren und dies wird die nächste Herausforderung. Zugegebenermaßen reise ich zu einer ungewöhnlichen Zeit – normalerweise reisen Camperreisende im Frühling an und verbringen dann den Sommer schon „on the road“. Ich reise in der Hauptsaison an, weil ich den „Indian Summer“ in Kanada erleben will, im September noch einige Polarlichter erhaschen möchte und dann im Winter durch die südlichen Staaten reisen möchte, da, wo es im Sommer definitiv zu heiß ist ohne Klimaanlage. Also anders als andere 😉

Tja, im August ist in Halifax Hochsaison! Wenn ich jetzt, Mitte Februar, in die Hotelsuchmaschine eingebe „mit Hund“, dann kommen Ergebnisse ab 140 Euro pro Nacht. Also Airbnb. Und dort sieht es düster aus. Mit Hund und unter 70 Euro pro Nacht erscheint genau ein Quartier. Ich gestehe, in Momenten wie diesen werde ich ein wenig hektisch. Ich werde 30 Kilo Gepäck mit mir haben, also zwei große Gepäckstücke, die Fotoausrüstung im Handgepäck und das Hündlein im Rucksack. Damit in einem Park zu schlafen, das ist einfach völlig daneben. Also buche ich nach nur zehn Minuten Recherche das Häuslein am Stadtrand und hoffe, dass das alles super wird. Mehr dazu dann sobald wir dort sind!

Mein Quartier in Halifax!!!

Bulli Camper Ausbau 1

Es geht los! Nachdem unsere Reise in die USA davon abhängt, ob Carissima seetauglich und campermäßig ausgebaut ist, machen wir das einfach mal. Bisher war ich ja spartanisch unterwegs. Ein Bett, ein selbst gebautes Regal, in dem die Kartonschachteln eines schwedischen Möbelhauses ideal Platz fanden und das war’s auch schon. Nun haben wir einiges vor!

Bulli Camper Ausbau: Holzideen

Ich habe das unendliche Glück, beruflich selbstständig zu sein und mir so meine Zeit frei einteilen zu können. Mein zweites großes Glück: Mein bester Freund Stefan ist gelernter Tischler und ist bereit, mich zu unterstützen. Mein drittes großes Glück: Ein Studienkollege von Stefan ist gelernter Mechaniker und kümmert sich im Zuge des Ausbaus um alle elektrischen und blechernen Angelegenheiten.

Bei unserem ersten Termin in der Werkstatt durften wir den ganzen alten Ausbau aus dem Auto entfernen, was sich als Knochenarbeit erwies. Die Decke war vom Vorbesitzer mit Blech gestaltet worden, was wenig dämmt und sehr kühl wirkt, diese liebevoll angepassten Blechteile aus dem Auto zu bringen erforderte viel Muskelkraft und einige Flüche.

 

Dann ging es ans Holz kaufen. Für den Boden – viel Fläche ist es ja nicht – habe ich mich für „Eiche gehackt“ entschieden. Robust, optisch ansprechend und Schmutz verzeihend. Außerdem easy zu reinigen. Die Decke wird aus Zirbenholz gemacht, darunter wird ein Spezial Dämmmaterial angebracht. Zirbe zum Gut Schlafen.

Die Regalunterbauten werden aus Pappel geschnitten, ein Holz, das sehr leicht und kostengünstig ist, die Fronten aus Zirbe. Am ersten Ausbautag konnten wir alle Vorhaben besprechen, ausmessen, das Holz besorgen und die Altlasten aus dem Auto entfernen.

 

Bulli Camper Ausbau: Werkstatt und Werkzeug

Wer einen Ausbau dieser Art vorhat, sollte sich eine Garage besorgen, in der er eine Weile tätig sein kann und diese mit reichlich Werkzeug bestücken. Wir haben für den ersten Ausbauschritt folgendes Werkzeug benötigt:

  • Werkstattradio (ohne geht gar nicht)
  • Akkuschrauber
  • Stichsäge
  • Kreissäge
  • Bandschleifer
  • Rutscher (ich denke, ein Schleifaufsatz auf der Bohrmaschine kann das auch, aber dann muss man sehr vorsichtig vorgehen, um keine Schleifschäden zu erzeugen)
  • Kleinmaterial (Schrauben, Bohrer, Spax, je nachdem, was aus dem Fahrzeug auszubauen ist)

Das Tolle an unseren Geräten – wir arbeiteten in einer voll ausgestatteten Werkstatt: alle funktionieren mit gleichen Akkus. Also Ladegerät anstecken, Akku rein, arbeiten und egal, welches Gerät grad keinen Strom mehr hat, es ist immer ein voller Akku da. Einem Profi ist sowas sonnenklar, mir als Laie wurde bewusst, dass es bei halbwegs professionellen Geräten kein Fehler ist, auf einer Linie zu bleiben. Also, ich stehe auf die Marke in türkis 😉

 

Jänner 2019: Jetzt im Angebot und um 50 Euro billiger als sonst!

 

Amazon Bestseller: Akkuschrauber mit Koffer und Zubehör, auch Ladegerät!

 

Hier noch ein paar Bilder…

Und hier geht es zum Bulli Camper Ausbau Teil 2 und hier zur Übersicht Bulli goes USA!

 

 

Mit dem Bulli in die USA – die Planungsphase

Im September 2018 war für mich klar, ja, das machen wir. Wir, das bin eigentlich ich, genau genommen. Mein Bulli Carissima hat eine eigene Persönlichkeit, darum rutscht manchmal das „wir“ in meine Texte. Wir wollen also einmal über den Atlantik reisen und dann Kanada und die USA erkunden und das bringt eine Menge Vorbereitungen mit sich.

Eines vorweg: Solltest Du in der glücklichen finanziellen Lage sein, in der Zeit Deiner Abwesenheit eine eigene Wohnung in der Heimat behalten zu können, so sind viele meiner Ausführungen für Dich völlig belanglos. Für all jene, die sich solch eine Reise nur leisten können, wenn zu Hause die Fixkosten auf ein Minimum reduziert sind, mögen meine Geschichten sehr hilfreich sein.

Nachdem ich nach vielen Jahren mit dem Bulli weiß, dass man immer mit Überraschungen beglückt wird, wollte ich alle anderen Überraschungen möglichst klein halten und habe genau elf Monate vor meiner Abreise mit den Planungen begonnen. Abflug war mit Mitte August 2019 geplant, meine Wohnung muss ich mit April verlassen. Es galt also, eine Übergangslösung zum Wohnen zu organisieren und all jene Dinge, die ich behalten möchte, einzulagern.

 

Abenteuer USA – Checkliste für Anfänger

Wer gerne gut plant, sollte sich eine Checkliste machen. Für mich sah die Checkliste, abgesehen vom Einpacken meiner Sachen, dem Verkauf großer Möbelstücke und dem Abchecken von Lagermöglichkeiten dann so aus:

  • Flug buchen. Dies habe ich als ersten Schritt gewählt, weil ich auf jeden Fall rüberwill. Sollte das Visum nicht klappen, werde ich kürzer bleiben, dann bleibt aber auch Carissima zu Hause.
  • Buchung Hotel am Airport. Nachdem ich mit Hund reise und meinem Hund den kürzestmöglichen Flug bieten will, fliegen wir von Frankfurt nach Halifax. Also muss ein Hotel in Frankfurt gebucht werden.
  • US Visum und Termin Botschaft beantragen – solltest Du länger als drei Monate in den USA sein wollen, benötigst Du ein „erweitertes Touristenvisum“, dieses muss digital ausgefüllt werden und dann ein persönlicher Gesprächstermin an einer US Botschaft vereinbart werden. Bei uns ist die nächste Botschaft 300 Kilometer entfernt und Termine gibt es nur um halb neun Uhr morgens. Das bedeutet, es muss eine Reise nach Wien, mit Übernachtung, organisiert werden.
  • Wenn klar ist, dass Carissima mitkommt, muss eine amerikanische Autoversicherung abgeschlossen werden, sonst bekommst Du Dein Fahrzeug nicht aus dem Zoll. Achtung, Stand 2018/2019: Es gibt tatsächlich nur eine einzige Versicherung, die europäische Fahrzeuge für USA und Kanada versichert, und zwar NUR CAMPER. Das bedeutet, ich muss Fotos vom ausgebauten Bulli schicken, sonst scheitert es an der Versicherung. Die Preise sind übrigens ÜBEL: knapp 2.000 Euro muss ich für acht Monate kalkulieren, allerdings ist das dann Vollkasko. Immerhin, sowas hatten wir noch nie.

Kontaktinfos:
Thum Insurance Agency, LLC
International Insurance Sales
Ms Sue Blood
Tel: +1 616 957 2400
Fax: +1 616 957 1204
E-Mail: sue@thuminsurance.com
Website: thuminsurance.com

Sue Blood ist übrigens sehr nett und kompetent und reagiert auf all meine Fragen innerhalb weniger Tage. Nachdem ich ihr Fotos von meinem geplanten Ausbau geschickt habe, gibt sie ihr ok, dass das danach kein Problem sein dürfte mit der Versicherung. Das beruhigt schon mal.

  • Carissima campingtauglich ausbauen und somit seetauglich und somit US versicherungstauglich. Bisher sind wir spartanisch gereist. Im Bus ist ein Bett und ein Regal, das mit Kartons des schwedischen Möbelhauses bestückt ist. Das reicht nicht für die Verschiffung und auch nicht für die Versicherung. Hier also die letzten Bilder des spartanischen Reisens…

  

  • Seabridge Buchung – Erst wenn alle anderen Punkte geklappt haben, macht diese Buchung überhaupt Sinn. Zu den Seabridge Seiten geht es hier.
  • ACHTUNG beim Fliegen mit Hund: Plane ein Jahr vorher einen Kurzstreckenflug ein, um zu prüfen, ob Dein Hund das verträgt. Achte darauf, dass alle Impfungen für USA und Kanada gemacht sind, damit es bei der Einreise keine Probleme gibt!

Im nächsten Blogbeitrag geht es dann um Wohnung ausräumen und wie Du das am besten organisierst, wenn Du zwischen Deinem alten Leben und Deiner Abreise noch ein paar Monate zu bewältigen hast!

Und hier noch die Buchtipps – das Buch über die Route 66 habe ich mittlerweile gelesen, ist ziemlich cool und hat super Kartenmaterial inkludiert!

  

 

 

 

Fliegen mit Hund – weniger stressig als erwartet

Um zu unserem Polarlichtwatch nach Norwegen zu gelangen, mussten wir fliegen. Klein Wanda war natürlich mit dabei und hat ihren ersten Flug erfolgreich bestritten. Was Du bei Flugreisen mit Deinem Hund beachten darfst, fassen wir hier zusammen!

  

Eine eigene Flugtasche muss sein – Maße VOR DEM BESTELLEN mit der Airline klären!

 

In Cabin Flights – perfekt für Hunde unter fünf Kilo

Wer seinen Liebling mit auf eine Flugreise nehmen möchte, sollte sich im Vorfeld bei der Airline erkundigen, wie es mit dem Transport von Hunden „in cabin“ aussieht. Bei den meisten Fluglinien dürfen Hunde und Katzen bis zum Gewicht von fünf Kilo mit in der Kabine reisen, bei manchen Fluglinien dürfen sie auch schwerer sein. Tiere, die „in cabin“ reisen, müssen früh genug angemeldet werden, da es nur eine bestimmte Anzahl von Tieren im Passagierraum geben darf. Manche Airlines gestatten den Transport von Tieren „in cabin“ gar nicht, dazu gehört zum Beispiel die Icelandair. Icelandair bietet Flüge vom europäischen Festland nach Kanada oder in die USA an, doch wird dabei in Reykjavik, Island, zwischengelandet. Island hat als eines der letzten europäischen Länder sehr strenge Quarantänebestimmungen und diese würden auch gelten, wenn man in Reykjavik zur zwischenlandet (Stand April 2018).

Die meisten Airlines machen es aber relativ einfach, sein Tier mitzunehmen. Auf unserem Testflug nach Tromso buchten wir über ein Reisebüro, da die Mitnahme von Wanda auf keinem Onlineportal vorab anzumelden war. Wir flogen mit Lufthansa/Star Alliance und ab dem Check In in München war alles sehr einfach. Zu beachten: Wer mit Hund „In Cabin“ fliegt, muss sich nicht an der langen Schlange beim Check In anstellen, sondern geht zum Sperrgepäckschalter. Lufthansa betrachtet den Hund als Sperrgepäck, auch wenn er nicht aufgegeben wird! Nach dem Check In geht man zum Serviceschalter und bezahlt die Transportkosten für den Hund, bei uns waren das 60 Euro für die Strecke München-Oslo-Tromso.

 

Sonderfall Norwegen: Mit dem Hund durch den Zoll

Da Norwegen nicht zur Europäischen Union gehört, müssen Einreisende ihr Gepäck auschecken, auch wenn sie innerhalb des Landes weiterfliegen. Mit Hund bedeutet dies: Erst zum Gepäckband, das aufgegebene Gepäck holen und dann durch den Zoll. Der Hund muss am Zoll angemeldet werden! Dort wird der Chip kontrolliert und die notwendigen Impfungen werden im Impfpass überprüft. Der Hund darf in der Zeit vom Flugzeug bis hinter den Zoll rein theoretisch NICHT aus seiner Tasche! Wir hatten das nicht gewusst und wurden darauf hingewiesen.

Beim Rückflug nach Deutschland sieht die Sache einfacher aus. Von Tromso wird das Gepäck nach München durchgecheckt und so verringert sich die Flugzeit/Aufenthaltszeit in Oslo um drei Stunden. Insgesamt war Wanda also von München nach Tromso neuneinhalb Stunden ohne Toilette. Eineinhalb Stunden am Flughafen in München, zwei Stunden Flugzeit, vier Stunden Aufenthalt in Oslo, zwei Stunden Flugzeit nach Tromso. Die Zeit in Oslo, in der wir das Flughafengebäude verlassen durften, hat sie zum Schnuppern genutzt, wollte aber nicht aufs Klo. Beim Rückflug waren es eine Stunde vor Boarding, zwei Stunden Flug, zwei Stunden Aufenthalt, zwei Stunden Flug, also sieben Stunden, die sie ebenfalls problemlos zubrachte, obwohl sie bei der Zwischenlandung zu trinken bekam und auch das Angebot hatte, aufs Klo zu gehen.

 

Mit dem Hund fliegen: Beruhigungsmittel notwendig?

Bei der Vorabrecherche zum Fliegen mit Hund kam ich an die sonderlichsten Informationen, Freunde erzählten mir, ihre Hunde würden beim Fliegen so austicken, dass sie Beruhigungsmittel brauchten. Darauf stellten wir uns ein und holten vom Tierarzt ein Beruhigungsmittel für den Notfall. Wir brauchten es aber nicht. Wanda bekam beim Start und beim Landen weiche Leckerlis, einerseits, damit das Fliegen positiv konnotiert wird, anderseits, damit sie durch das Schlucken den Druckausgleich besser herstellen konnte. Während des Fluges hat sie friedlich geschlagen, auf allen vier Strecken.

Wichtig ist, dass die Flugtasche bereits bekannt ist, dass Dein Hund manchmal in der Tasche mit im Auto fährt, dort Leckerlis findet und die Tasche einfach super findet. Für den Flug habe ich ein ordentlich gebrauchtes T-Shirt in die Tasche gelegt, damit es super nach Frauchen duftet. Am Flughafen wollte Wanda dann freiwillig in die Tasche, weil sie die vielen Menschen etwas bedrohlich fand und die Tasche als Schutz betrachtet.

Solltest Du zwischenlanden und die Möglichkeit haben, raus zu gehen, gib Deinem Hund diese Chance und gib ihm auch zu trinken!

Wer sich nun fragt, warum tut man einem Hund sowas an: Urlaub mit Hund mit Flugreise rentiert sich wirklich nur, wenn Du länger weg bist. Fliegen ist einfach Stress für den Hund, vor allem, wenn er es nicht oft macht. Solltest Du eine längere Reise vorhaben und der Flug dorthin lange dauern, dann empfiehlt es sich, vorher einen Kurzstreckenflug zu machen, um zu prüfen, wie es Deinem Hund dabei geht. Der Flug nach Tromso war unser Test für unsere USA Reise. Nach diesem Test muss ich feststellen: So unkompliziert hätte ich mir das nie im Leben vorgestellt!

 

Im Notfall: Der Hund reist im Frachtraum

Allen Hundefreunden, deren Hunde zu groß für einen In Cabin Flug sind, kann ich nur raten, sich die Reise gut zu überlegen. Die meisten Hunde müssen vorher Beruhigungsmittel bekommen und eine Weile vor Abflug als Fracht aufgegeben werden. Die Zeit ohne Herrchen und Frauchen ist also um ein Wesentliches länger als nur die Flugzeit und es hängt von der Airline und von dem gewählten Land ab, wie lange vorher man den Hund abgeben muss.

Der Hund reist dann in einem verschlossenen, stoßfesten Käfig im Frachtraum – wie in diesem Video erklärt:

Mehr zum Fliegen mit Hund berichten wir dann von unserem Flug nach Halifax!

 

 

 

USA Reisevorbereitungen 2 – Seabridge Treffen und Klimatabellen

Auf geht es nach Amerika! Ihr habt voller Begeisterung meinen Beitrag über das Seabridge Treffen gelesen? Hier kommt der zweite Teil – mit Routenplanungen und Klimatabellen!

USA REisevorbereitungen – wann fahren?

Wie im letzten Beitrag bereits angekündigt werde ich die Verschiffung von Hamburg nach Halifax wählen. Das hat für mich den Grund, dass ich unbedingt wieder mal Polarlichter sehen möchte, warum also weiter im Süden ankommen, wenn ich dann ohnehin nach Alaska fahren werde. Der Wunsch nach Polarlichtern beeinflusst naturgemäß auch die Wahl der Jahreszeit. Wenn man im Mai in Halifax ankommt, sind die Polarlichter fern. Der zweite Eckpunkt in der Planung ist ein Hundetraining im Oktober in San Franzisko, an dem wir teilnehmen werden. Somit also wäre es am günstigsten, im August in Halifax anzukommen.

Die Klimatabelle für Kanada. Sieht gut aus für August!
Und hier noch ein link mit Klimaplanung für die USA!

     

 

Bullireisen in den USA – jetzt schon vom Abenteuer träumen

Auf dem Seabridge Treffen in Bad Dürrheim hat uns noch viel mehr erwartet als einfach nur Infos zur Verschiffung und ich muss gestehen, ich war sehr begeistert. Das Programm kann sich sehen lassen und ich habe mir aus dem umfangreichen Programm diese Vorträge angesehen:

  • Across America & Trans Canada
  • Canada & Alaska
  • Westen der USA
  • Südliches Afrika
  • Überwintern im Oman
  • Panamericana

 


 

Ich muss zugeben, spätestens JETZT ist wohl jeder im Saal mit dem Reisefieber angesteckt. Die meisten der Vorträge waren absolut professionell gestaltete Multivisionsvorträge, die vortragenden Reiseleiter waren von dem, was sie tun, überzeugt und begeistert. So wird Reisevorbereitung zum abenteuerlichen Spaß!

Vor allem die Strecke von Halifax an die Ostküste habe ich nach den Vorträgen noch einmal überdacht und im persönlichen Gespräch zur jahreszeitlichen Planung konnte ich auch eine Lösung finden, um den Mount Rushmore und den Yellowstone Nationalpark gut einzubinden. Man kommt ja nicht alle Tage in die USA.

Mehr zur Routenplanung dann in Bälde hier! Stay tuned!

 

 

USA Reisevorbereitungen 1 – Seabridge Treffen Bad Dürrheim

Auf geht’s nach Amerika! Wie wir uns auf diese große Reise vorbereiten und wie es dann ist, das wollen wir hier mit Euch teilen! Wir, das sind ich, das Hündlein Wanda, der T3 Carissima und natürlich der Reiseblues, der immer wieder mal vorbei schaut.

 

Mit dem Bulli in die USA: Schritt für Schritt Anleitung

Schritt 1: Erst mal auf die Idee kommen, dass man mit seinem T3 in die USA reisen will. Diese Idee hatte ich vor einem Jahr. Manche Menschen gehen in ihrer Umsetzung schneller vor, ich lasse mir Zeit. Es war zu klären, ob ich meine Wohnung behalten will oder in dieser Zeit ausziehe, wo ich meine Möbel lagere und wie das mit meinem Unternehmen in der Zeit läuft. Jetzt sind also die Eckdaten geklärt. Wenn DU Dich ebenfalls auf solch eine Reise aufmachen willst, empfehle ich dir, mein Booklet zum allein Reisen zu kaufen. Kostet fast nix und beinhaltet alle meine Recherche – dann sparst Du Dir viele Stunden des Nachdenkens und Googelns… HIER geht es zum Booklet!

Schritt 2: Die Verschiffung ist geklärt – und nun geht es zum Anbieter, um hier Detailinformationen einzuholen. Ja, Du kannst die Verschiffung auch auf eigene Faust organisieren. Wahrscheinlich fährst Du dann um 150 Euro billiger. Wenn aber Deine Zeit Geld wert ist, dann wende Dich lieber an jemanden, der das schon oft gemacht hat und der weiß, was er tut. Ich habe mich für Seabridge entschieden, weil ich hier sofort Antworten auf meine Fragen bekommen habe und den Preis verträglich finde. Dies sind die Reiseziele, die Seabridge anfährt und wenn DU auf die Karte klickst, kommst Du gleich auf die Website!

 

USA Reise Vorbereitungen – die besten Infos

Heute berichte ich also vom Seabridge Treffen – solltest DU eine Reise wie diese vorhaben, dann empfehle ich Dir, mal zu einem zu fahren! Zweimal pro Jahr finden diese Treffen statt, einmal in Bad Dürrheim und einmal in Bad Königshofen, dauern jeweils drei Tage und bieten so ziemlich alles, was ein angehender Traveller mit Bulli oder Wohnmobil so wissen möchte.

Mit dem Bulli, das gehört hier angemerkt, ist man eher ein Exot, hier treffen sich Reisemobilisten, die von Ushuaia nach Alaska reisen möchten oder im Oman überwintern wollen, die voll ausgestattete Wohnmobile fahren und viel Zeit mitbringen. Wir sind also die, die einfach viel Zeit mitbringen und den Rest erst noch umsetzen müssen, sprich, einen Bulli für acht Monate Reisezeit fit zu machen. Ein wenig fühle ich mich wie Lukas der Lokomotivführer, der seine Lok seetüchtig macht.

However, auf dem Treffen geht es für mich hauptsächlich um Informationen zur Verschiffung, dieser Vortrag dauert etwa zwei Stunden und findet pro Treffen zweimal statt. Alle offenen Fragen konnten für mich geklärt werden und ich ging wirklich erleichtert aus diesem Vortrag. Alles, was nicht während des Vortrags geklärt werden konnte, kann man danach im persönlichen Gespräch mit den Veranstaltern besprechen, man nimmt sich Zeit, ist extrem kompetent und vor allem ehrlich. Wenn es zum Beispiel um die Fahrzeugversicherung in den USA geht, kann man keine Preise nennen, weil das die US-Versicherung macht. Und Punkt, keine Spekulationen. Das mag ich.

 

USA Reise mit dem Bulli: Verschiffung Step by step

Wer sich für die Verschiffung entscheidet, darf ein paar Punkte beachten. Hier also eines nach dem anderen, and don’t get nervous, lässt sich alles regeln:

  • Der Tank des Fahrzeuges darf maximal ¼ voll sein. Ist doch super, in den USA tankst Du ohnehin fast gratis 😉
  • Die Rückverschiffung muss nicht im Voraus gebucht werden, sondern kann auch erst während der Reise erfolgen, detto die Bezahlung derselben.
  • Für die USA benötigen wir EU-Bürger für einen Aufenthalt unter drei Monaten kein Visum. Man darf also ein Visum für 180 Tage beantragen, wenn man länger bleiben möchte. Dieses kann man bei jedem Grenzübertritt noch einmal verlängern lassen, es liegt dann im Ermessen des Beamten, ob er das tut. So kann ich auf meine acht Monate kommen.
  • Wer wie ich mit einem kleinen Gascamper kocht, kann diesen gleich mal zu Hause lassen. Gas ist an Bord nicht erlaubt. Fixe Gasflaschen müssen leer sein – man kann Adapter erwerben, um auch in den USA nachfüllen zu können, auf den Seabridge Treffen erfährt man, welche das sein sollen und wo man sie bekommt.
  • Für den Stromanschluss im Wohnmobil oder Bulli benötigt man einen Stromumwandler. Auch diesen kann man bei Seabridge beziehen. Wer mit seinem Solarstrom auskommt, braucht den natürlich nicht.
  • Für die Verschiffung muss das Auto BLICKLEER sein, sprich, alles, was man mitnimmt (und das dürfen keinesfalls Lebensmittel sein!), muss in Kästen versperrt sein. Auch auf dem Bett darf nichts rumliegen. Die Erklärung ist einfach: Wer schon mal am Atlantik war, der weiß, wie der Seegang hier sein kann. Auch die Sicherung von Kästen und Schubladen wird empfohlen, denn wenn sowas mal aufgeht, dass wird es sich 17 Tage lang bewegen und vermutlich dabei kaputtgehen. Alles, was sich bewegen KÖNNTE, muss seetauglich verzurrt sein. So zum Beispiel auch eine Dachbox oder eine Heckbox, die man für die Verschiffung ins Fahrzeuginnere gibt, um so Länge oder Höhe zu sparen.
  • Die Nummernschilder können vor der Verschiffung abgenommen werden, sehr praktisch für uns Österreicher und Schweizer mit den Wechselkennzeichen.
  • Es wird empfohlen, die Sitze abzudecken, da die Hafenarbeiter, die das Fahrzeug verladen, das nicht unbedingt im Sonntagsanzug machen.
  • Die Transportversicherung kann man bei Seabridge abschließen. Sie beträgt 0,9% des Zeitwertes des Fahrzeuges bei Fahrzeugen bis zu 25 Jahren Alter. Carissima mit Baujahr 1985 wird von mir geschätzt, zum Antrag der Transportversicherung werden dann Fotos mitgeschickt, die belegen, dass das Fahrzeug zum Camper umgebaut wurde und den von mir angegebenen Wert hat.
  • Es muss eine amerikanische Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Im Moment (Stand August 2018) macht dies nur eine einzige amerikanische Versicherung, man ist also leider diesem Preis ausgeliefert. Seabridge hat damit nichts zu tun, stellt aber den Kontakt her.
  • Das aktuelle Angebot von Seabridge beträgt – für die Verschiffung eines T3 ohne Aufbauten – 1400 Euro pro Strecke Hamburg – Halifax.
  • Da sagen wir: das machma!

Das waren die Erkenntnisse des ersten Vortrages am Samstag. Wir berichten in Bälde, was dann noch alles zu hören war! Stay tuned!