Long time no hear – Geschichten aus dem Lockdown

Guten Abend, liebe Bullifreunde und -freundinnen. Heute schreiben wir den 23. April 2020, Österreich befindet sich seit 16. März 2020 im so genannten „Lockdown Modus“, seit vergangenen Montag, also 20. April, fährt die Wirtschaft langsam wieder hoch. Von den ersten vier Wochen der Krise habe ich so gut wie nichts bemerkt, ein Großauftrag hat mich vor den Computer gefesselt und ich war zur Abwechslung mal nicht am Schreiben, sondern am html Codes umherschieben. Neben dieser Tätigkeit war ich damit beschäftigt, meine Astrologie Seminare für ein Online Portal vorzubereiten und zusammen mit Coworking Salzburg Gründerin Romy Sigl unsere gemeinsamen Seminare umzustellen – in einer schwierigen Zeit brauchen Menschen mehr oder eine andere Form der Unterstützung.

Meet Coworking

Seit einer Woche bin ich wieder „aufgetaucht“ und noch mehr als vorher in gemeinsame Meetings zum Thema Krise involviert. War es zu Beginn der Krise ein wöchentliches Online Meeting von Coworkern und Interessierten aus Österreich, so veranstalten wir nun auch in Kooperation mit anderen Coworking Spaces wöchentliche „Coworking Clubs„. Coworking Bansko hat den Beginn gemacht und es war ein bereichender, spannender Vormittag.

Sinn und Zweck dieser Meetings ist, dass jede/r die Chance bekommt, zu erzählen ob und wie er/sie von der Krise betroffen ist und was jetzt helfen könnte. Sowohl Matthias Zeitler (Coworking Bansko) als auch Patrick Sellier (Coworking Tauglerei) hoffen zum Beispiel, dass nun mit der langsamen Öffnung auch wieder neue Menschen kommen, die Coworking schätzen. Bis wir nach Bansko reisen dürfen, wird es wohl noch ein wenig dauern, denn die Reisebeschränkungen in ganz Europa sind noch aktiv. Doch irgendwann sind wir wieder unterwegs!

Die Reisebeschränkungen treffen mich insofern, als Carissimas Mechaniker seine Werkstatt in Bayern hat und man wegen einer Autoreparatur noch nicht einfach nach Deutschland reisen darf. Ich hoffe aus ganzem Herzen, dass sich das bald wieder ändert und wir bald wieder on the road sein dürfen.

Ein Herz für Regionales

Eines meiner Herzensanliegen, nämlich lokal und regional zu kaufen und damit kleine Anbieter zu unterstützen, egal in welcher Branche, ist zurzeit in aller Munde. Viel mehr Menschen als zuvor wachen nun auf und möchten keine Unternehmen mehr unterstützen, die sich über Steuerbetrug, Kinderarbeit und Umweltverschmutzung im großen Stil bereichern. Nachdem man nun aber nicht einkaufen konnte, außer Online, habe ich einige Onlineangebote getestet, die ich Euch hier vorstellen möchte. Diese Liste ist lediglich ein von mir getestetes Angebot, eine ganze Übersicht zum Thema regional online kaufen findet ihr zum Beispiel in der Falter online Fibel.

Im Lothring Online Shop habe ich einen Sonnenschirm für die Terrasse erworben, super Service, war nach zwei Tagen da – im Gegensatz zu einem der „Großen“, der einen passenden Schirmständer für einen anderen Schirm anbot, der dauerte nämlich zwei Wochen.

Ebenfalls schneller als die Polizei erlaubt hat das Weingut Ernst geliefert – die sehr vorzüglichen Weine in der praktischen „Kellerregalverpackung“ (Karton mit rutschsicheren Abteilungen, einfach aufmachen, aufstellen und so den Wein liegend lagern) waren ebenfalls nach zwei Tagen da.

Besonders glücklich war ich über die Onobox, die ich in der Zeit des „Surfens im Code“ bestellt und mich daraus zwei Tage königlich ernährt habe.

Online lernen

Nur arbeiten geht natürlich gar nicht. Ich versuche ganz nebenbei, meinen ersten Roman „Vom Reisen mit dem Blues“ fertig zu stellen, mein Astro Kochbuch aus der digitalen Welt in die gedruckte zu heben und mich einigermaßen fit zu halten. Das habe ich allerdings auch schon vor dem Lockdown online gemacht, zum Beispiel mit dem Fit Summer Programm von Katrin Eckerstorfer. Neu hinzugekommen zur Online Community ist Yogatrainerin Pascale Staudenbauer, ihre online Kurse kann ich sehr empfehlen!

Mit Wanda mache ich nun den Online Kurs „Dummy Training“ bei Martin Erhartt, den ich ebenfalls sehr empfehlen kann. In diesem Kurs wird Dein Hund so richtig gefordert – und Du natürlich auch 😉 Im gestrigen Coworking Meeting bin ich außerdem auf die Idee gekommen, endlich Spanisch zu lernen, und zwar ebenfalls online. Einer unserer Teilnehmer hat eine Plattform dazu gegründet, deren Kurse mich überzeugen. Und die Hoffnung, irgendwann wieder nach Andalusien fahren zu können, die habe ich ja immer noch.

Zuerst aber muss Carissima fit werden, nach der letzten großen Reise ist einiges zu tun. Drückt mir die Daumen, dass die Grenze zu Deutschland bald wieder auf macht!

Abschied vom Erbsen zählen

Im Zuge all meiner Unternehmungen und Gedanken in dieser Zeit habe ich mich auch entschlossen, die Werbung auf dieser meiner Seite einzustellen. Wegen der paar Cent will ich mir weder das layout verschlechtern noch oben genannten Großkonzernen Geld in den Rachen werfen. Ihr werdet also in Hinkunft auf meinen neuen Beiträgen keine Affiliates mehr finden und die Bannerwerbung auf der Seite ist ebenfalls gestrichen. Werbung, die hier passiert, geschieht dadurch nicht mehr automatisiert, sondern ich bewerbe nur noch Handverlesenes, von dem ich selbst überzeugt bin.

Ich melde mich in Bälde wieder.

Bleibts gsund!

Romana

Warum das Stubai kein „Tal“ benötigt

Die Menschen im Stubai sind, wie Bergmenschen sind. Ein wenig verschlossen, ein wenig ernst, wenn es um die Authentizität geht, ein wenig humorvoll, wenn man die „Fremden“ mit der eigenen Sprache an der Nase herumführen kann. Empfindlich werden sie, wenn man im Stubai vom „Stubaital“ spricht. Denn das Stubai, so sagen sie, das beinhaltet das „Tal“ bereits, so wie auch das „Kühtai“. Von diesen Feinheiten abgesehen kann am im Stubai ganz himmlisch Urlaub machen, vor allem, wenn man Lust auf Sport hat. Für die Campingfans gibt es im Tal einige Plätze, ich gebe zu, keinen einzigen von ihnen zu kennen, da ich hier immer „zu Besuch“ bin.

Dass dieses „zu Besuch“ seit mittlerweile über 14 Jahre läuft, spricht für das Tal und seine Bewohner. Aufgrund eines sonderbaren Mikroklimas gilt das Stubai als besonders gutes Fluggebiet auch für Gleitschirmanfänger, im Winter ist Schifahren selbstverständlich der wichtigste Sport. Aber was erzähle ich, immerhin handelt es sich hier um ein Tal in Tirol, was sonst also.

 

Sommer im Stubai – einfach schön

Der Sommertourismus ist im Vergleich zum Wintertourismus nach wie vor das Stiefkind in der Region und das macht die Gegend so attraktiv. Hier wird man im Sommer nicht von Touristenmassen erdrückt und kann die Natur noch so genießen, wie man es sich in seiner Fantasie vorstellt: (Fast) allein am Berg. Eine besondere Attraktion ist eine Fahrt an den Talschluss. Kurz bevor man am Gletscher „ansteht“, kommt man an den beeindruckenden Wasserfällen vorbei, zum Beispiel am Grawa Wasserfall. Der speist übrigens die Ruetz, ein scheinbar kleine Bächlein, das sich bei Hochwasser zum paddeltauglichen Erlebnis entwickelt. Hier kann man tatsächlich einiges erleben. Und warum habe ich davon noch nie berichtet? Das ist ein bisschen wie mit Ephraim Kishon. Der war ja überzeugt, dass jeder Geheimtipp irgendwann so überlaufen wird, dass man selbst nicht mehr hinwill. So gesehen dürfe man einen Geheimtipp an NIEMANDEN weitersagen. Also, geht sorgsam mit dieser Information um 😉

Der Grawa Wasserfall

Fliegen im Stubai