Camping Albufeira, Portugal

Wer gut ausgestattete und bestens organisierte Campingplätze liebt, wird diesen hier als perfekt erleben. Freunde kleiner und unkonventioneller Campingplätze könnten hier eher überfordert sein. Der Platz ist riesig und wird damit auch etwas unpersönlich, dafür bietet er aber einige Vorteile:

  • Das Restaurant ist auch in der Nachsaison geöffnet, genauso wie das Day Spa und der Supermarkt
  • Der Preis von 9 Euro (inklusive Strom) in der Nebensaison ist nachgerade unschlagbar
  • Freie Platzwahl und keine parzellierten Plätze
  • Hunde sind willkommen
  • Fußweg in die Altstadt Albufeira etwa 25 Minuten
  • Es gibt einen Autowaschplatz – für all jene, die so wie ich seit knapp drei Monaten unterwegs sind und das Auto kaum mehr berühren können, weil es von der Salzluft klebt und zudem staubverkrustet ist

Wie gesagt, klein, fein und schnukelig ist anders. Aber zwischendrin mag man vielleicht auch mal das Viersternefeeling aufkommen lassen. Und Albufeira soll man ja gesehen haben, heißt es. Das bedeutet: Die Stadt ist touristisch voll aufgeschlossen und völlig überlaufen, bietet dafür an Restaurants und Bars so ziemlich alles, was man sich wünschen kann.

Sonnenuntergang am Meer mit Cocktail, Pizza, Burger oder regionale Küche, begleitet von Live Musik, Läden mit Souvenirs, Handtaschen und Schuhen und natürlich die kleinen Gassen mit Kopfsteinpflaster. Ich lasse Bilder sprechen!

Ich fand die abendlichen Rundgänge in der Stadt immer sehr beeindruckend, vor allem die Stunde um den Sonnenuntergang empfehle ich Fotografen und Fotografinnen sehr. Was etwas gewöhnungsbedürftig ist, sind die vielen „Keiler“, die vor den Restaurants warten und versuchen, Vorbeigehende zum Besuch zu überreden. Das habe ich sonst in Portugal nirgendwo erlebt.

Hier geht es zur Website von Camping Albufeira!

 

 

 

Little Texas Camping, Tabernas, Spanien

Der kleine, schmucke Campingplatz am Rande der Tabernas Wüste (Andalusien) wurde im November 2019 frisch eröffnet. Ganz bewusst wollen Julie und Thomas sich von den großen Plätzen abheben, hier ist „chill zone“, kein Stress, keine Hektik. Die beiden Gastgeber sind extrem freundlich und hilfsbereit, bewirtschaften neben dem Campingplatz auch einen eigenen Olivenhain und verkaufen das wunderbare Öl direkt am Platz.

Die Adresse fürs GPS:
N 37.09520, W 2.28810
N 37°05’43“, W 2°17’17“

Camping Tabernas, Andalusien, Spanien

Ohne Navi wird man hier eher schwer herfinden, aber für alle die noch ohne reisen: Von der Autobahn A92 kommend auf der A340a nach Tabernas, an der Ortschaft vorbei, nach etwa zehn Kilometern links abbiegen auf die A1100 Richtung Uleila del Campo. Wenn Du an die Motorrad Rennstrecke kommst, bist Du zu weit gefahren, die Abzweigung kommt vorher. 400 Meter nach der Abzweigung führt eine kleine Gasse rechts weg, der folgen bis zum letzten eingezäunten Grundstück an der rechten Seite. Ich mache normalerweise keine Wegangaben, aber ich finde, dass dieser wunderbare Platz auch jenen eröffnet sein soll, die so wie ich meist ohne Navi fahren!

Camping Tabernas, Andalusien, Spanien Camping Tabernas, Andalusien, Spanien

Besonders für AstrofotografInnen oder all jene, die sich darin versuchen wollen, ist dieser Platz und die Umgebung ideal, es gibt sehr wenig Umgebungslicht. Und das führt auch gleich zur Ausrüstung: Wer länger bleiben will, sollte vorher einkaufen, denn Tabernas ist einige Kilometer entfernt und nicht die klassische Einkaufsstadt. Wenn man gut gebunkert hat, findet man den Rest vor Ort, es gibt Trinkwasser, heiße Duschen und Toiletten, Strom und WLAN (bei meinem Aufenthalt noch in Arbeit) sowie einen gut gepflegten Swimmingpool. Hunde sind willkommen, Spaziermöglichkeiten ohne Ende stehen direkt vor der Tür zur Verfügung. Die Sonnenuntergänge sind einsame Klasse, der Platz ruhig – Herz was willst Du mehr?

Little Texas auf Park4Night

Little Texas auf CamperContact

Übrigens: Der Platz ist auch für Zelte geeignet.

Camping Tabernas, Andalusien, Spanien

Camping Tabernas, Andalusien, Spanien

PS. Ich weiß, dass die Bilder schön sind. Bitte halte Dich dennoch an die Copyrights!

Und hier geht es zum Trip durch die Tabernas Wüste!

 

Parque de Campismo de Sagres

Sagres, das ist Algarve pur. Die Küste fällt steil ins Meer ab und bietet atemberaubende Ausblicke, das Wasser ist türkisblau und klar. Die Stadt bietet viele Möglichkeiten zum Ausgehen und in der Hochsaison dürfte der toruristische Trubel ein wenig überborden. In der Nachsaison hingegen lässt sich dieses Fleckchen Erde ganz gemütlich erkunden. Ausgangspunkt ist zum Beispiel der Orbitur Camping Sagres, für den ich mich entschieden hatte.

Der Campingplatz liegt außerhalb der Stadt, diese ist aber zu Fuß genausogut erreichbar wie die Klippen oder der nächste Sandstrand – alles liegt in einer Entfernung von ein bis drei Kilometern. Wer zu Sonnenuntergang an den Klippen sein möchte, sei beim nach Hause Weg vorsichtig: Unzählige unerwartete Löcher und Einrisse in den Felsen sind bei Dunkelheit leicht zu übersehen!

Zum Campingplatz führt eine schmale Straße, aus Richtung Sagres eine Staubstraße, die links und rechts mit Kakteen und Palmen gesäumt ist, ein wenig fühlt man sich hier wie in der texanischen Einöde. Sonnenuntergangsfotos vom Feinsten sind garantiert!

Der Campingplatz ist sehr groß, aber gut organisiert, die Sanitäranlagen sind sauber und Hunde sind erlaubt. Es gibt auch in der Nachsaison Brötchenservice und am Empfang ist man sehr hilfsbereit. Das Restaurant hat ebenfalls in der Nachsaison geöffnet und bietet herrliche Ausblicke auf die untergehende Sonne.

Auf dem Platz ist man extrem hundefreundlich und rund um den Platz gibt es unzählige Gassirunden und Wandermöglichkeiten. Auch wenn man kein klassischer Strandurlauber ist, wird man sich hier sehr wohl fühlen!

Zur Website von Camping Sagres.

 

 

 

Forte do Cavalo Municipal Camping Park, Sesimbra, Portugal

Entlang der portugiesischen Küste finden sich unzählige Campingplätze, die meisten davon sind sehr groß und eher unpersönlich. Wer gern kleine, individuelle Plätze hat, ist im Landesinneren sicher besser dran. Der Forte do Cavalo Camping Park ist in Sachen Größe sicher keine Ausnahme, knapp 500 Zeltplätze und über 70 Stellplätze für Wohnmobile gibt es hier. Das besondere an diesem Platz ist, dass die Stellplätze auf mehrere Ebenen verteilt sind, sodass sich doch der ein oder andere wunderbare Blick aufs Meer ergibt.

Auch der Spaziergang vom Campingplatz in die kleine Stadt ist an lauen Spätsommerabenden reizvoll, am Straßenrand findet man viele Restaurants vor, die fangfrischen Fisch anbieten. Der Hafen, in dem die Fischerboote ankommen, ist praktisch in Sichtweite. Auch einige sehr attraktive Strände befinden sich in der Nähe, schroffe Felsen und zum Teil abenteuerliche Abstiege in die Buchten erfreuen das Herz des stillesuchenden Urlaubers.

Am Platz gibt es ein Restaurant und einen Shop sowie einige Picknickmöglichkeiten und einen riesigen Kinderspielplatz. Hunde sind am Platz erlaubt und an der Leine zu führen. Nachdem ich in der Nachsaison eine ganze Ebene (etwa 25 Stellplätze) für mich allein hatte, war das Leinenthema dann aber auch kein Thema. Ich nehme an, dass das im Sommer etwas anders aussieht – auch wenn die Stellplätze groß sind, kann es sicher etwas eng werden.

Zur Website von Camping Forte do Cavalo.

 

 

Camping San Vicente, Xeraco, Spanien

Dieser familiengeführte Campingplatz in der Provinz Valencia öffnete seine Pforten bereits 1968! Der kleine Platz ist liebevoll angelegt, man steht unter Palmen auf geschotterten Parzellen und es gibt auch Ferienwohnungen. Die Sanitäranlagen wurden komplett erneuert (2019), es gibt auch Waschmaschine und Trockner und der Platz hat einen direkten Strandzugang. Auch eine Bar und ein Restaurant fehlen nicht und die Bar hat auch im Winter geöffnet, was wackere Wintercamper besonders freut.

 

Was man 1968 vermutlich noch nicht wusste ist, dass sich hier ein sehr guter Kitesurfspot entwickeln würde, für Kitesurfer ist die Lage direkt am Strand natürlich ideal. Hunde sind am Platz willkommen, in der Hauptsaison dürfen sie aber laut Beschilderung nicht an den Strand. Im Umkreis des Campingplatzes gibt es viele Restaurants und Bars, im Winter sind die meisten allerdings geschlossen. Es lohnt sich, dann abends nach Xeraco zu gehen, denn der Platz liegt genau genommen an Xeraco Beach. Besonders erfreulich für mich ist das excellente WIFI am Platz, hier konnte ich ungestört drei Tage arbeiten und bestes Internet genießen. Die Kosten für Stellplatz, eine Person und Hund betragen in der Nachsaison 16 Euro mit ACSI Card (Stand 2019).

Wer zwischen Kitesurfen, Sonne genießen und Abendunterhaltung auch Kultur erleben möchte: Von Xeraco nach Valencia fährt man mit dem Auto etwa 50 Minuten und es gibt auch eine Zugverbindung von Xeraco nach Valencia Nord. Die Fahrt dauert 54 Minuten – warum also nicht das eigene Auto save and sound am Campingplatz stehen lassen und die Großstadt genießen!

Zur Website von San Vicente Camping.

Zum facebook Auftritt von San Vicente Camping.

Speziell für Reisende mit Hund sei noch angemerkt: Es gibt eine Hundedusche für die ausgiebigen Tage am Strand – ideal!

 

 

Camping Sheppards Rest, Alicante, Spanien

Der kleine in der Nähe des Städtchens Dolores gelegene Campingplatz bietet Ruhe und Frieden für all jene Menschen, die einmal so richtig ausspannen möchten. Sheppards Rest bietet genau das, was man braucht, wenn man zwischendrin kurz mal einen Gang zurückschalten möchte: Sehr persönliches Ambiente, Bauernhoffeeling unter Palmen, einen wunderbaren Pool und mehr Sonnenstunden, als wir uns vorstellen können. Ich war hier Anfang Dezember 2019, bei 24 Grad tagsüber und milden Nächten. Innerhalb einer Woche wurde die Heizung im Bus genau zweimal benötigt.

Vom Campingplatz kann man zu Fuß nach Dolores gehen, dort bekommt man alles für den täglichen Bedarf. Besonders zu empfehlen ist die städtische Markthalle, hier bekommt man Wein vom Fass, Süßigkeiten vom Bäcker und frisches Gemüse aus der Region. In der Vorweihnachtszeit wird vor der Kirche die große Weihnachtskrippe aufgebaut, solche Krippen findet man in nahezu jeder Stadt in Südspanien. Diese hier ist besonders bemerkenswert und Jill, die Betreiberin von „Sheppards Rest“, kann eine ganz besondere Geschichte dazu erzählen.

Eine Besonderheit an diesem Platz ist die Hundefreundlichkeit: Die riesigen Stellplätze sind zum Teil eingezäunt, was den Aufenthalt mit Fido & Co besonders entspannt macht. Rund um den Campingplatz gibt es einige nette Gassirunden und natürlich den Spaziergang in die Stadt, Dauer pro Strecke etwa 45 Minuten. Am Platz befindet sich außerdem eine DVD Bibliothek und auch eine Bibliothek, in der man Bücher tauschen kann, für Fans englischsprachiger Literatur ein wahres Juwel, da hier sehr viele Briten Halt machen.

Am Campingplatz stehen auch zwei Waschmaschinen zur Nutzung bereit, Kosten pro Waschladung zwei Euro, Camping in der Nachsaison für eine Person mit Hund 12 Euro, laut Website für zwei Personen 15 Euro (Stand 2019). Sheppards Rest kann ich sehr empfehlen – hier geht es zur Website mit den Kontaktdaten: campingsheppardsrest.weebly.com

Sheppards Rest auf facebook: www.facebook.com/Sheppards-Rest

 

 

Camping Orbitur Valado, Nazare, Portugal

Am Rand des hübschen Fischerdorfes Nazare gibt es zwei Campingplätze, Camping Orbitur wurde von mir getestet. Die Lage ist praktisch, gleich neben der Abfahrt der Schnellstraße und man kann zu Fuß in das Dorf gehen, Dauer etwa 25 Minuten. Rund um den Campingplatz gibt es keine Restaurants, in Nazare dafür umso mehr.

Es lohnt sich wirklich, dieses hübsche Dorf zu besuchen, am Meer zu wandern oder mit der Standseilbahn hinauf auf in die „Oberstadt“ zu fahren und von dort den Sonnenuntergang zu sehen. Nazare ist nicht nur für seine Altstadt bekannt, sondern ist auch ein beliebter Kitesurfspot und genauso bei Gleitschirmpiloten gut bekannt. Wenn man gemütlich in einem der unzähligen Strandcafes sitzt, kann man die Kitesurfer am Strand beobachten und über der Oberstadt die wackeren Gleitschirmflieger.

Es lohnt sich, einen ganzen Tag in diesem Paradies an engen Gassen, kleinen Läden und Bars zu verbringen und auf jeden Fall auch mit der Standseilbahn zu fahren. Die Fahrt kostet keine zwei Euro und von oben hat man einen herrlichen Ausblick.

Der Campingplatz ist sehr groß, gepflegt und im Sommer auf die Kitesurfer und Surfer ausgelegt. Man kann seinen Stehplatz frei wählen, die meisten liegen unter Pinien und es gibt sowohl Sandstellplätze wie auch befestigte Plätze.

Die Sanitäranlagen sind nicht die neuesten, aber in Ordnung, und werden täglich gereinigt. Als ich hier war (Oktober 2019), erlebte Portugal einen sehr kalten, regnerischen Herbst und dann vermisst man beheizte Duschen oder Toiletten, damit kann man hier natürlich nicht aufwarten.

Auf dem Platz hatte man außerdem mit der Pinienprozessionsspinnerraupe (what a word…) zu tun, man wurde an der Rezeption vorgewarnt, dass man verstärkt auf seinen Hund Acht geben soll. Alles zum Prozessionsspinner Problem in Portugal kannst Du in meinem Beitrag „Mit dem Hund nach Portugal“ nachlesen.

Hier geht es zur Website des Camping Orbitur Valado.

 

 

Tabernas Desert, Andalusien, Spanien

Nicht nur für Fans großartiger Landschaften ist diese Wüste in Andalusien einen Besuch wert. Vor allem Cineasten werden begeistert sein. In der Tabernas Wüste werden jährlich an die 40 Filme ganz oder zum Teil gedreht, von „Spiel mir das Lied vom Tod“ über „Für eine Handvoll Dollar“ und „Lawrence von Arabien“ bis hin zu „Game of Thrones“ ist alles dabei, um nur die bekanntesten zu nennen. Dementsprechend findet man in der Wüste immer noch Reste von Filmkulissen und allein diese Ausflüge sind schon beeindruckend. Hier also einige Vorschläge, was man in der Tabernas Wüste machen kann. Ausgangspunkt meiner Reise war der gemütliche Campingplatz „Little Texas“.

 

Die Oase, Drehort von „Lawrence von Arabien“

Nachdem man – so geht die Legende – bei den Dreharbeiten im Nahen Osten (es wurde vor allem in Jordanien gedreht) immer wieder mit Schwierigkeiten konfrontiert war, wurde beschlossen, „Lawrence von Arabien“ in der Tabernas Wüste fertig zu drehen. Dazu musste eine Oase angelegt werden, die heute noch besteht. Ein Teil davon ist frei zugänglich, ein Teil ist in Privatbesitz und wird immer noch für Dreharbeiten genutzt. Wenn man diese Oase erwandern möchte, parkt man sein Auto am öffentlichen Parkplatz beim „Oaysis Themenpark“ an der N340a und geht, mit Blick auf den Eingang des „Mini Hollywood“ nach rechts. Dort eröffnet sich ein Weg, nach etwa 50 Metern geht es über Stufen hinunter an einen kleinen Fluss. Der Weg dort ist markiert, man folgt dem Flusslauf einfach etwa zwei Kilometer. Dann ist die Oase bereits in Sicht! Weniger Wanderlustige können auch einfach an der N340a auf Höhe Oase parken. Die Wanderung eröffnet aber wunderbare Ausblicke.

 

Der Blick über die Wüste

Folgt man dem Wanderweg, der links vom Eingang des Themenparks weggeht, so geht es nicht ins Tal, sondern hinauf auf die Plateaus der Hochebene. Von hier eröffnet sich die Weite der Wüste. Wer beide Wege kombiniert, also Ausblick und Oase, wird etwa fünf Stunden unterwegs sein. Es wird dringend abgeraten, diese Wanderungen im Hochsommer zu machen, Temperaturen bis 50 Grad sind an sonnigen Tagen möglich. Besonders gut eignet sich die Zeit zwischen Oktober und März. Als wir Ende November hier wanderten, erreichten die Nachmittagstemperaturen in der Oase immer noch 24 Grad. Es gilt also, unbedingt reichlich zu Trinken mitzunehmen.

Fort Bravo

Westernfans kommen nicht umhin, einen der Themenparks zu besuchen. Drei der ehemaligen Film Westernstädte werden heute als Themenpark genutzt, Fort Bravo ist die einzige, in der auch tatsächlich noch gedreht wird, zuletzt zum Beispiel „Der Schuh des Manitu“. Wer in den Saloon geht, wird sich sofort an diesen Film erinnern!

In Fort Bravo gibt es zwei Stuntshows täglich, Hunde sind am Gelände erlaubt, allerdings wird richtig viel geschossen. Wenn Du Deinen Hund also mitbringst, wäre es gut, wenn Du nicht direkt vorm Saloon Platz nimmst, denn hier geht es richtig laut zu. Die Shows sind lustig, mit holprigen Dialogen, in die der ein oder andere Witz eingeflochten wird. Wer also gut Spanisch spricht, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten.

Rein theoretisch kann man in Fort Bravo auch Campen, was attraktiver klingt, als es ist. Das Campen kostet 42 Euro pro Stellplatz und wird mit dem Eintritt gegengerechnet. Das bedeutet, wenn zwei Personen anreisen, müssen sie nur noch zwei Euro nachzahlen (Eintritt in die Westernstadt: Pro Person 19,40  Euro), wenn man allein reist, wird es unverschämt teuer. Diese Information konnte der Mann an der Kasse nicht wirklich geben, erst im Saloon, nach langem Hin und Her, wurde ich aufgeklärt, auch darüber, dass in der Nebensaison die Sanitäranlagen nicht durchgängig zur Verfügung stehen (warum auch immer). Stand dieser Information ist November 2019. Ich bin sicher, dass das in der Hauptsaison besser klappt, in der Nebensaison rate ich davon ab.

Lucainena de las Torres

Die weißen Dörfer von Andalusien sind in der ganzen Welt bekannt, eines ist schöner als das andere. Lucainena de las Torres ist eines der blumenprächtigsten dieser Dörfer, im Sommer und Herbst leuchten Blumen in allen Farben an Fenstern, in Töpfen in den schmalen Gassen und auf dem kleinen Hauptplatz. Dort befindet sich auch ein öffentlicher Brunnen, an dem sich die Einheimischen das besonders gute Quellwasser holen. Wer mit dem Bulli unterwegs ist, sollte hier Wasser bunkern, es schmeckt viel besser, als das gekaufte Wasser oder das gechlorte Wasser aus den Leitungen.

Zwei Gehminuten vom Dorfplatz entfernt gibt es einen öffentlichen Parkplatz, auf dem man bequem parken kann, vorn dort starten auch zwei Wanderwege, dir in die Hügel führen. Von dort oben bieten sich traumhafte Aussichten!

Last, but not least: Der Sternenhimmel über der Wüste

Aufgrund der geringen Lichtverschutzung in dieser Gegend eignen sich die Wüste und auch deren Randgebiete hervorragend zum Fotografieren des nächtlichen Himmels. Dazu gibt es einen eigenen Beitrag Sternenhimmel fotografieren in Spanien.

 

 

Portugal mit Hund

Reisen mit Hund ist in Europa einigermaßen einfach, die meisten Länder fordern dieselben Impfungen, bis auf einige Ausnahmen wie Norwegen und Großbritannien mit der speziellen Bandwurmimpfung (siehe auch mit dem Hund nach Skandinavien). Wer mit seinem Hund nach Portugal reisen möchte, benötigt für diesen wie für die meisten EU-Länder eine gültige Tollwutimpfung, die mindestens 21 Tage vor der Einreise gemacht werden muss.

Einreise mit Hund

 

Vorsicht vor übertragbaren Krankheiten

Für alle Länder im Mittelmeerraum gilt, dass der Hund gegen einige Infektionskrankheiten geschützt werden sollte, vor allem, wenn man viel Zeit am Meer verbringt. Für die meisten dieser durch Insekten oder Zecken übertragenen Krankheiten gibt es Präparate, die direkt auf die Haut aufgebracht werden und dann für sechs Wochen schützen.

Keinen Schutz gibt es vor der gefährlichen Pinien-Prozessionsspinnerraupe, die bei Menschen allergische Reaktionen hervorrufen können, für Hunde aber eine tödliche Bedrohung darstellen. Befallene Regionen, dies können auch Campingplätze sein, müssen gekennzeichnet werden. Und hier liegt der Knackpunkt: Während Betreiber von Campingplätzen ankommende Gäste davor warnen müssen, dass es am Gelände Prozessionsspinnerraupen gab, wird dies in freier Natur niemand tun. Wer also mit Fido wild campiert, möge in dieser Sache sehr vorsichtig sein. Die Raupen sind im Frühling und Frühsommer aktiv und „schießen“ bei Gefahr ihre giftigen Härchen ab. Diese Härchen und Raupennester bleiben vor Ort, können also auch im Herbst und Winter noch gefährlich sein, wenn der Hund im unübersichtlichen Gelände stöbert. Am wenigsten gefährlich ist die Situation nach langen Regenphasen. Am besten lässt man seinen vierbeinigen Freund also nicht in Pinienwäldern stöbern, schnüffeln und im Gebüsch herumkriechen, so attraktiv das für den Hund auch sein mag. Hier einige hilfreiche Links zum Thema:

https://www.zooplus.de/magazin/hund/hundegesundheit-pflege/pinien-prozessionsspinner

https://www.welt.de/gesundheit/article116310149/So-ist-Ihr-Hund-fuer-den-Urlaub-im-Sueden-geruestet.html

 

Hund im Restaurant: Kaum erlaubt

Wie auch in Spanien oder Großbritannien ist es in Portugal eher nicht üblich, seinen Hund in Restaurants oder Bars mitzunehmen. Die meisten Gaststättenbetreiber weisen mit Schildern oder Aufklebern extra darauf hin. Dieser Umstand ist, wenn man aus Österreich, Deutschland oder Italien kommt, gewöhnungsbedürftig, da in diesen Ländern der Hund in Restaurants, Cafés oder Bars mitgenommen werden darf. Auch auf Stränden sind Hunde kaum erlaubt, zumindest in der Hochsaison. In der Nachsaison hingegen kann man mit seinem Hund die meisten Strände problemlos besuchen.

Auf unserer Reise durch Portugal wurden wir sogar von einigen Campingplätzen abgelehnt. Bevor man also an die Routenplanung geht, darf man auch überprüfen, ob am Platz der Wahl Hunde erlaubt sind. Hier noch einige Links zu hundefreundlichen Hotels und Restaurants:

https://www.dogvivant.com/hoteles-que-admiten-perros/portugal

https://www.bringfido.com/destination/country/portugal/

 

    

 

 

 

Caravaning Oyambre, San Vincente de la Barquera, Spanien

Einer von vielen Campingplätzen an diesem Küstenabschnitt, einer von wenigen, die auch ganzjährig geöffnet haben. Schon bei meiner Ankunft war man extrem hilfsbereit, eine Schlechtwetterfront war im Anzug und der Mann an der Rezeption gab sein Bestes, um einen möglichst windgeschützten Platz für mich zu finden. Das war dann nicht der schönste Stellplatz, aber garantiert der ruhigste. Es lohnt sich also, auf die Profis zu hören!

 

Am Platz gibt es ein Restaurant und einen Laden, die ebenfalls auch im Winter geöffnet haben, und obwohl Hunde nicht ins Restaurant dürfen, kann man dort bei jedem Wetter auf der Terrasse sitzen und sein Bier genießen. Es gibt nämlich Wärmelampen, die ich an vielen anderen Plätzen sehr vermisst habe!

  

Über den Hinterausgang des Platzes spaziert man etwa einen Kilometer zum Strand, dort befindet sich auch ein Parkplatz, an dem viele Surfer und Kitesurfer wild campieren. Auch eine Möglichkeit. Außerdem gibt es am Strand eine sehr lauschige Bar, direkt beim Eingang zum bewachten Parkplatz. Alles in allem also viele Möglichkeiten, wenn man das Auto mal stehen lassen will und zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist. Am Strand sind Hunde übrigens, wie auf vielen Stränden, in der Nachsaison erlaubt und können dort so richtig toben.

Hier geht es zur Website von Camping Oyambre!