Il Serchio, Lucca

Bullireisen_LuccaFür mich ist Lucca eine der entzückendsten Städte Italiens – wann immer ich in den Süden reise, muss zumindest ein Tagesaufenthalt drin sein. Die mittelalterlichen Weermauern reichen um die ganze Stadt, auf der Mauer verläuft ein wunderbar ausgebauter Radweg, der von Wiesenflächen und altem Baumbestand gesäumt ist. Räder gibt es an der Tourismusinformation zum Ausborgen. Wer direkt in Lucca campen will, hat nur eine Chance: Camping Il Serchio. Dieser Campingplatz liegt in der Nähe des Busterminals an der großen Weermauer und ist einfach zu finden, mit dem Fahrrad ist man in wenigen Minuten im Stadtzentrum.

Camping_Serchio_LuccaDie Stellplätze sind sehr klein, das Aufstellen des Zeltes an der Schiebetür war nicht möglich. Da aber alle Camper mit den großen Mobilen ebenfalls kaum Platz haben, arrangiert man sich und lässt das Fahrzeug zum Teil auf den Weg ragen. Das stört auch niemanden. Wenn es aber um das Aufhängen der Wäsche geht, ist man ein wenig zimperlich, wenn andere Stellplätze in Beschlag genommen werden. Wasch-maschinen sind am Platz vorhanden, eine Wäsche kostet 5 Euro, ein italienüblicher Campingplatzpreis. Direkt neben der Rezeption befindet sich eine gemütliche Laube, in der man grillen kann und WIFI-Empfang hat. Dieser reicht auch bis zu den um die Laube liegenden Stellplätze. Für längere Aufenthalte bei Il Serchio sollte man lärmresistent sein: der Platz befindet sich neben einer großen Sportanlage mit Schießplatz und all diese Geräusche hört man den ganzen Tag über. Vor allem das Schießen kann ein wenig nerven.

Camping_LuccaDie alten Kirchen und Gärten in der Stadt locken, genauso wie die verkehrsberuhigten Gassen und Plätze. Hier lässt sich lauschig Kaffee trinken, Eis essen, einkaufen und hervorragend speisen. Besonders zu empfehlen: das Restaurant „All’Olivo“ auf der Piazza san Quirico. Nicht billig, aber excellent und so versteckt gelegen, dass man nur wenige Touristen hier trifft. In der Nachsaison speist man hier mit Einheimischen. Besonders empfehlenswert ist ein Menü, hier kommt man in den kompakten Genuss der Kochkünste des Meisters.

Zur Website des Camping Il Serchio.

Zur Website des All’Olivo.

Camping de Wijnstock, Imperia

Imperia_CampingImperia liegt kurz nach San Remo an der Via Aurelia, der SS1, die von der französischen Grenze bis Rom führt. Eine Strecke, die wie gemacht für den Bulli ist, übrigens. Entlang der Küste zuckelt man gemütlich Richtung Süden.

Der Campingplatz „De Wijnstock“ liegt, von Frankreich kommend, vor dem Städtchen Imperia und eignet sich ideal als Zwischenstopp auf dem Weg nach Süden. Ich nutze diesen Halt, um mich mit einer SIM-Karte für das italienische Netz auszustatten, denn vom Campingplatz gelangt man sehr entspannt zu Fuß oder mit dem Fahrrad in die Stadt, wo man entsprechende Läden findet.

Camping_ImperiaDie Stellplätze sind groß und liegen in einem alten Baumbestand, die Kosten in der Nachsaison sind niedrig, 14 Euro bezahlt man ohne Strom. Der Platz ist ganzjährig geöffnet. Fünf Gehminuten sind es zum nächsten Supermarkt, der sich hervorragend auf Campinggäste eingestellt hat, von Gaskartuschen für den Campingkocher bis zu Sprays und Cremes gegen Stechmücken ist hier alles zu bekommen. Weitere zwei Minuten sind es zu gehen, wenn man ans Meer möchte, wo man auf großen, von der Sonne erhitzten Steinen die lauen Abende genießen kann. Strandbars und Cafes haben in der Nachsaison meist geschlossen.

Camping_Imperia_Bullireisen

Das Städtchen Imperia mit seinem alten Stadtkern lohnt einen Spaziergang, kleine Läden, Restaurants und das quirrlige Leben in den engen Gassen locken besonders in den Abendstunden.

Hier geht es zur Website des „De Wijnstock„.

Camping am Bauernhof: Fonti della Magliana, Rom

Bullireisen_Camping_RomDiesen Platz habe ich über Airbnb gefunden, weil ich in Rom keine Lust hatte, auf einem Campingplatz zu bleiben. Und es war eine gute Entscheidung, denn dieser Platz ist zu einem meiner ganz besonderen Reisehighlights geworden! Camping am Bauernhof – in Rom! Wer hätte gedacht, dass das möglich ist! Ugo und Agnese betreiben zusammen mit ihrer Tochter Elisa einen Bauernhof am Stadtrand von Rom. Wer durch das kleine, grüne Tor vor das alte Haus fährt, kann sich noch nicht vorstellen, dass sich dahinter große landwirtschaftliche Flächen befinden, Felder und Wiesen, am Rand der Stadt Rom. Hier werden hauptsächlich Hülsenfrüchte angebaut, doch es gibt auch Schafe und einen sehr entzückenden Schäferhund, der immer wieder mal abhauen will und für sein Leben gern in fremde Autos einsteigt – also Tür zu 😉

Rom_Camping_BullireisenIch hatte mich über airbnb angekündigt, die Kommunikation lief hervorragend und ich bekam binnen weniger Stunden eine Antwort mit Wegbeschreibung. Hier geht es zum Auftritt auf airbnb, die eigene Website steht noch aus. Auf dem Gelände kann man wahlweise im Bulli schlafen oder eines der Zelte in der Scheune beziehen – ist aber keine richtige Scheune, sondern ein moderner Bau, in dem sich auch die Küche und Toilette befinden. Für den Winter gibt es nun auch einen Schlafsaal mit drei Stockbetten im Haus. Vom Bauernhof sind es knapp 500 Meter zur Schnellbahn, mit der man innerhalb von 20 Minuten im Stadtzentrum ist. Kostenpunkt: ein Euro pro Person, die Fahrkarten müssen im Vorfeld gekauft werden, sie sind nicht im Zug erhältlich. Das Mitnehmen von Fahrrädern ist erlaubt und Elisa erklärt das alles ganz wunderbar und hilft auch beim Fahrkarten kaufen.

Rom_bei_NachtWer mal keine Lust hat, in die Stadt zu fahren, erreicht zu Fuß in wenigen Minuten eine Pizzeria an der Via della Magliana, mit dem Bulli in wenigen Minuten ein hervorragendes Restaurant mit italienischer Küche vom Feinsten. Dort spricht man auch deutsch und englisch. Ich bin eine Woche geblieben und habe neben herrlichen Wanderungen auf den Hügel, mit Blick auf Rom, in aller Ruhe die Stadt besichtigt, war im Kino (ebenfalls in der Nähe des Bauernhofes) und durfte eine beeindruckende Rom-bei-Nacht-Führung erleben. Für mich hat sich Rom noch nie von so einer wunderbaren Seite geezigt – und das ganz sicherlich wegen meiner herzlichen Gastgeber!

Nachtrag 2017 – Hunde dürfen mitgebracht werden, die Organisation mit dem hauseigenen Wachhund muss aber koordiniert werden, bitte bei Anmeldung bekannt geben!

Fünf Sterne für Ugo, Agnese und Elisa!

 

Camping Etna am Fuß des Ätna

Camping_EtnaDer kleine, aber feine Campingplatz direkt am Fuß des Ätna ist selbst vielen eingeschworenen Sizilienfans nicht bekannt. Dies könnte daran liegen, dass der Platz weder eine eigene Website betreibt, noch sonst viel Werbung im Netz zu machen scheint. Ich bin über die Seite von Vulkanfans auf den Campingplatz gestoßen, denn von hier hat man nicht weit zum Refugio Sapienza, das von Nicolosi aus einfach zu erreichen ist – einfach der Beschilderung „Etna Sud“ folgen. Mit dem Bulli geht es vom Campingplatz aus über die Bundesstraße flott nach oben!

Camping_Etna_BullireisenAm Camping Etna steht der Bulli stilgemäß auf schwarzem Vulkansand unter großen, alten Bäumen. Der Platz ist der ideale Ausgangspunkt für die Fahrt auf den Etna oder den Besuch des Städtchens Nicolosi. Man erreicht den Camping Etna, indem man durch Nicolosi fährt, immer der Beschilderung Etna Sud (SS92) folgend, und kurz vor dem Ortsausgang auf die Beschilderung „Camping Etna“ achtet, der Campingplatz liegt dann links von der Straße.

Die Sanitäranlagen sind sauber und gepflegt, man braucht aber Duschmarken für heißes Wasser. In der Sommersaison steht eine Waschmaschine zur Verfügung, genauso wie ein großer Pool in der Sonne. Die Atmosphäre am Platz ist in der Nachsison ein wenig einsam, dafür ist es aber sehr still und mit etwas Glück hört man in der Nacht den großen Ätna grummeln. Der Platz hat ganzjährig geöffnet und – das ist die GUTE Nachricht – auch die Bar hat ganzjährig geöffnet. Wenn also im Dezember oder Jänner auch nicht viel los ist: ein kühles Bier oder einen guten Schluck Wein bekommt man allemal.

Hier geht es zum Camping Etna.

Und hier geht es zur Vulkanforscherseite.