Bulli von Deutschland nach Österreich importieren

Manchmal ist es ja so, dass man das Auto seiner Träume sucht und sucht und einfach nicht findet. Und dann schaut man auf ein deutsches Portal und jippieh, hier ist es. Das Auto, das man haben will, zu dem Preis, den man sich vorgestellt hat. Doch um das Importieren von Fahrzeugen von Deutschland nach Österreich ranken sich viele Mären. Es sei extrem kompliziert, sagen die einen, kaum machbar für einen Laien, sagen die anderen. Man erspare sich keinen Cent, wird erzählt und dass einen die Behördengänge in den Wahnsinn treiben würden. Wir haben uns gedacht, das sehen wir uns doch einfach mal an – und berichten für Euch! Mit von der Partie ist Stefan, der in Deutschland genau das Auto gefunden hat, das seinen Vorstellungen entspricht.

Bald erfahrt Ihr mehr!

 

 

Die Bulli Waschmaschine

Wer lange unterwegs ist, wird kreativ! Wenn es um das Thmea Waschen geht, gibt es viele Möglichkeiten. Manche Campingplätze bieten Waschmaschinen an, auch offizielle Waschsalons gibt es immer noch in den meisten Ländern. Man kann die Wäsche mit der Hand waschen oder den Bulli die Arbeit machen lassen. Die Idee zur Bulli Waschmaschine habe ich im Netz entdeckt und gleich mal getestet. Seht selbst!

Für das autarke Waschen im Bulli genügen ein paar ganz einfache Dinge. Ein Gaskocher, ein Topf, Wasser ud Waschnüsse. Die Waschnüsse sind eine Möglichkeit, biologisch abbaubar zu waschen, sprich, man muss sich um das Abwasser keine Sorgen machen.

Um möglichst viel Power aus den Waschnüssen zu holen, kocht man sie vor dem Waschen auf. Nach zehn Minuten Kochen einfach den Gaskocher ausmachen und das Wasser auskühlen lassen.

Dann wird das Seifenwasser in einen verschließbaren Behälter gegossen. Am besten eignen sich Kunststofffässer, wie sie Kajakfahrer verwenden. Der Schraubverschluss ist dicht und kann auch etwas Druck und Bewegung aushalten.

Die Waschnüsse seihe ich ab und bewahre sie auf, man kann sie durchaus ein zweites Mal verwenden. Allerdings – aufgepasst! – müssen die Nüsse wieder getrocknet werden, denn wenn man sie feucht aufbewahrt, beginnen sie zu schimmeln. Selbst getestet und geprüft, ist leider so.

In den Behälter kommt die Wäsche, die man waschen möchte, und wird gleich mal so richtig mit dem Waschwasser „eingeknetet“. Sollte die Wäsche alles Wasser aufgesaugt haben, gibt man noch frisches Wasser hinzu, sodass die Wäsche richtig fein herumschwappen kann. Und jetzt kommt der Clou: das Waschfässchen wird im Bulli rollfest verzurrt und verbleibt die nächste Fahrt über so.

 

500 Kilometer Bullischütteln tun in etwa dassselbe wie eine Waschmaschine! Der einzige Unterschied, und das muss einfach klar gesagt werden, ist, dass

  • keine Waschtemperatur gewährleistet ist, also kalt gewaschen wird
  • es keinen Spülgang gibt, man also selbst ausspülen muss
  • es keinen Schleudergang gibt, das Auswringen nach dem Auswaschen also auch per Hand erfolgen muss. Über das Waschwasser, das beim Auswaschen und Auswringen frei wird, muss man sich keine Sorgen machen, wenn man die biologisch abbaubaren Waschnüsse verwendet. Wer chemisches Waschmittel verwendet, sollte unbedingt darauf achten, dass das Auswaschen in einem Waschbecken gemacht wird!

 

Waschen im Bulli – einfach leicht gemacht

Abgesehen von den Kleinigkeiten Wassertemperatur, Auswaschen und Schleudern funktioniert die kleine Bulliwaschmaschine einwandfrei. Bitte erwartet Euch aber nicht zuviel – Erdflecken vom Spielen mit dem Hund, Grasflecken oder Marmelade gehen genauso wenig raus, wie beim Waschen mit der Waschmaschine! Dazu werde ich bei Gelegenheit noch schreiben… stay tuned!

 

 

Und das kannst Du brauchen:

 

 

Wenn das Reisefieber einsetzt

Immer, wenn ich von einer langen Reise zurück komme, dann ist da zuerst dieses Hochgefühl, diese Freude an allem, was ich erlebt habe. Nach etwa einem Monat hat mich dann der Alltag wieder, mit Terminen, Buchhaltung und allerlei lästigem Kram. Und obwohl ich von mir behaupten kann, dass ich meine Traumjobs gefunden habe und mein Leben gestalte, wie ich will, geht es dann stetig ein wenig bergab. Vor allem im Winter, wenn Carissima winterfest in der Garage steht, werde ich irgendwie ganz still und heimlich traurig. Und ob man es glaubt oder nicht: jedes Jahr wieder begreife ich nicht, woher das kommt, bis im Jänner dann das Reisefieber einsetzt. Sobald die Ideen zur nächsten Reise reifen, geht es mit der Stimmung nach oben. Für den Frühling 2017 planen wir – Carissima, Wanda und der Reiseblues – nach Schottland zu reisen.

 

Mit dem Bulli nach Schottland – die Vorbereitungen

Angefangen hat die Schottland Idee ja mit einer im Moment zu nervigen Vorbereitung – zu lesen im Bericht „Mit dem Hund nach Skandinavien„. Dann fand ich mein Reisetagebuch von meinem ersten Schottlandaufenthalt. 1996 war das, man hat damals noch tatsächliche Reisetagebücher auf Papier geschrieben. Beim Lesen wurde mit richtig heimelig – ja, da will ich wieder hin! Also habe ich gleich mal alle Unterlagen von damals rausgesucht, zwei uralte Reiseführer, von denen ich mir nicht sicher bin, ob die noch irgendetwas bringen, sowie eine alte Großbritannien Karte.

Gleich mal eines vorweg: ich war immer ein sehr sorgsamer Mensch, wenn es zum Thema Kartenmaterial kommt. Da kam keine Anmerkung, keine Route, kein Pfeil auf die Karte, die musste gehegt und gepflegt werden. FEHLER! Karten sind nämlich 22 Jahre später so gut wie nicht mehr zu gebrauchen, tolle Erlebnisse und Orte würde man aber viel einfacher wiederfinden. So habe ich nun alle Destinationen, die ich noch mal anfahren will, aus dem Reisetagebuch in die Karte übertragen, so gut das möglich war. Wenn man Tagebuch schreibt, neigt man zu Ungenauigkeiten, weil man der festen Überzeugung ist, dass man sich eh an alles erinnern wird.

 

Bulli Reise vorbereiten: nutze Karten für Notizen!

Das merke ich mir jetzt einfach vor – Karten werden in Hinkunft für Notizen genutzt. Wanda nutzt die Karten seit unserer Frankreichreise als Sitzplatz – was ihr an den Papierflächen so besonders gut gefällt, habe ich noch nicht herausgefunden. Vielleicht ahnt sie, dass es spannend wird, wenn eine Karte auf dem Boden ausgebreitet wird.

Bis jetzt sind in der Karte eingezeichnet:

  • die dreieckige Burg, die für das Puppentheaterstück „Robbi, Tobbi und das Fliewatüt“ als Vorlage diente
  • ein „Independent Youth Hostel“, das wir 1996 besucht hatten und toll fanden, das aber im Netz nicht zu finden ist
  • eine Landschaft, in die ich fahren möchte
  • ein Leuchtturm
  • die Burg, die für die Außenaufnahme zum Film „The Highlander“ verwendet wurde
  • der nördlichste Punkt Schottlands – aber nicht auf einer der vorgelagerten Inseln
  • eine Burg, die mir heute auf Instagram aufgefallen ist.

Man sieht, es könnte burgenlastig werden 😉 Ich freu‘ mich schon sehr, Euch weiter berichten zu können! Das war’s fürs Erste – und nicht vergessen:

  1. Karten zu verwenden lohnt sich auch in der digitalen Zeit. Karten können nicht so einfach kaputt gehen, Ihr Aku geht nie aus und jeder Mensch kann damit umgehen.
  2. Auf Karten kann man schnell und übersichtlich schreiben und sich das Geschriebene 20 Jahre später ganz einfach und ohne das Installieren von Programmen ansehen.
  3. Karten können ein sehr bequemer Platz für Hunde sein. Warum auch immer.

Hier noch einer meiner Lieblingsreiseführer, der Lonely Planet. Mit den Lonely Planets war ich bereits allein in Thailand und Indien unterwegs und sie sind mir immer ein perfekter Ratgeber, auch wenn ich meine Reisen immer sehr spontan und ohne fixe Route angehe:

 

 

Mit dem Hund nach Großbritannien

Letztens habe ich ausführlich über die Reise mit dem Hund nach Skandinavien geschrieben und dass mir das einigermaßen kompliziert erscheint. Gleich vorweg, nach Großbritannien ist es nicht minder kompliziert, doch hat man dann nicht noch drei Ländergrenzen zu passieren, wie das bei der geplanten Reise ans Nordkap gewesen wäre.

Bis 2000 war ein Urlaub mit Hund in Großbritannien mehr oder weniger unmöglich, da jedes Tier vor der Einreise in Quarantäne musste, und das wochenlang. Seit 2000 sind die Einreisebestimmungen gelockert, aber immer noch streng. Obwohl es seit 2014 noch einfacher ist, kann es durchaus sein, dass die Bestimmungen wieder strenger werden, immerhin plant Großbritannien den Ausstieg aus der EU. Wer also mit seinem Hund nach Schottland reisen möchte, sollte das vielleicht noch vor dem Brexit tun. Und so ist auch mein Plan. Doch zurück zu den Einreisebestimmungen:

mit dem Hund nach Groszbritannien: was brauche ich

Gefordert sind:

  • EU-Heimtierausweis und Mikrochip-Kennzeichnung, alles klar, das fordern fast alle Länder
  • eine gültige Tollwutimpfung (mindestens 21 Tage alt), auch verständlich
  • Wie auch in Finnland und Norwegen: die Behandlung gegen Bandwürmer mit einem praziquantelhältigen Präparat frühestens 120 Stunden vor der Einreise. Die Behandlung muss im Pass eingetragen sein, und zwar mit Uhrzeit!!! Diese Behandlung ist nicht notwendig, wenn der Hund direkt aus Finnland, Irland, Malta oder Norwegen einreist.
  • Es gibt Fluggesellschaften, die zusätzlich zu all dem ein Gesundheitszeugnis fordern, solltet Ihr also fliegen wollen, unbedingt bei der Fluggesellschaft abfragen, was sie verlangen!

Achtung, auch in Großbritannien sind verschiedene Hunderassen verboten:

  • Pitbull-Terrier
  • Japanese Tosa
  • Dogo Argentino
  • Fila Braziliero
  • Mischlinge aus diesen Rassen

Quelle: http://www.hunde-urlaub.net/einreisebestimmungen/urlaub-in-grossbritannien

Reise nach Groszbritannien: Vorsicht bei verbotenen Rassen

Wie auch schon in meinem Beitrag „Mit dem Hund nach Skandinavien“ beschrieben, ist dies wirklich ein heißes Thema, wenn man einen Mischling hat. Denn auch diese werden, so nur der leiseste Verdacht besteht, konfisziert und es muss eine richterliche Entscheidung abgewartet werden, ob der Hund als gefährlich eingestuft wird. Solltet Ihr also einen Mischling haben, der den Verdacht auf eine solche Einkreuzung nahe legt, verzichtet lieber auf die Einreise in Länder mit solchen Regelungen, wenn ihr nicht eindeutig nachweisen könnt, dass Euer Hund KEINE Kreuzung mit einer der oben genannten Rassen ist. Sollte das nämlich festgestellt werden, sind die Strafen hoch: bis zu sechs Monate Freiheitsentzug plus der Hund wird eingeschläfert.

Nachdem ich noch keinerlei Berichte zu Behördenwillkür, der hier natürlich Tür und Tor geöffnet ist, gehört habe, will ich niemanden hysterisch machen, aber ich denke, das ist ein Thema, das man beachten sollte.

Mit dem Hund nach Großbritannien – Hier noch ein richtig hilfreicher Link mit den perfekten Reisetipps, zum Beispiel, von wo aus man den besten Blick auf die weißen Klippen von Dover hat.

 

 

Mit dem Hund nach Skandinavien

Eine Reise ans Nordkap sollte es werden… beschlossen, bevor Wanda kam. Wanda, der 1,40 Kilo schwere Chihuahua, der mich bereits nach Frankreich und nach Italien begleitet hat, ist mittlerweile „groß“ (2,35 Kilo). Nichtsdestotrotz ist Wanda ein Hund. Um im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ländern machen es die Skandinavier ein wenig umständlich, wenn man mit Hund reist.

Mit dem Hund nach Dänemark

Das etwas anstrengende Procedere beginnt in Dänemark. Der EU-Heimtierpass ist gefordert, kein Problem, so etwas sollte man haben. Die gültige Tollwutimpfung, die sich nach den Angaben des Impfstoffherstellers richtet, ist Pflicht und die würde ich auf jeden Fall anraten, wenn man mit seinem Hund verreist, egal wohin. Soweit, so gut. Was die Einreise ein wenig mühsam macht, ist das neue dänische Hundegesetz, gültig seit 1.7.2014.

Die Haltung, Zucht und auch Einfuhr von folgenden Hunderassen ist in Dänemark verboten:

  • Pitbull Terrier
  • Tosa Inu
  • Amerikanischer Staffordshire Terrier
  • Fila Brasileiro
  • Dogo Argentino
  • Amerikanische Bulldogge
  • Boerboel
  • Kangal
  • Zentralasiatischer, kaukasischer und südrussischer Ovtcharka
  • Tornjak
  • Sarplaninac

Das Schwierige an dieser Sache: das Verbot gilt auch für Kreuzungen der betreffenden Hunderassen – hat man also einen Hund, dessen Herkunft nicht klar ist, so sollte man sich vor einer Reise nach Dänemark überlegen, ob eine der oben genannten Rassen dabei sein könnte. Es obliegt nämlich dem Halter des Hundes, die Rasse oder den Typ zu dokumentieren und zu beweisen, dass keine der gelisteten Rassen „mitgemischt“ ist. Und Achtung: eine Missachtung dieser Gesetzgebung wird mit einem Bußgeld oder einer Haftstrafe des Hundebesitzers bestraft sowie mit der Einschläferung des Hundes!

Quelle: https://www.visitdenmark.de/de/daenemark/urlaub-mit-hund-danemark

So weit, so gut – mit Wanda kein Problem. Wanda ist so eindeutig ein Chihuahua, wie ein Hund nur ein Chihuahua sein kann. Trotzdem irgendwie anstrengend, sich durch diese sonderbare Regelung zu denken. Doch da hört es ja nicht auf, wenn man ans Nordkap will.

 

Mit dem Hund nach Schweden

Mein Plan wäre gewesen, über Dänemark, Schweden und einige Ziele in Finnland ganz oben die norwegische Grenze zu passieren und dann über Norwegen zurück zu reisen. Nächstes Ziel also Schweden. Nach Schweden zu reisen ist einigermaßen einfach, es genügt die Kennzeichnung des Hundes über einen Chip oder eine Tätowierung, die vor dem 3. Juli 2011 vorgenommen wurde. Die gültige Tollwutimpfung ist Vorschrift und diese muss im gültigen EU-Haustierpass dokumentiert sein. Und jetzt die etwas eigenartige Sache: Das Tier muss beim Zoll angemeldet werden. Hm, denke ich mir. JEDES MAL wenn ich die Grenze passiere???

Quelle: https://visitsweden.de/hunde-und-andere-haustiere

 

Mit dem Hund nach Norwegen

Wenn man mit Hund nach Norwegen reisen will, muss dieser einen Chip haben, die Identitätsnummer muss in allen Originaldokumenten angegeben sein – vermutlich ist damit der EU-Heimtierpass gemeint. Die gültige Tollwutimpfung (hier sei noch zur Sicherheit angeführt, dass diese mindestens drei Wochen vor der Einreise stattgefunden haben muss, doch das gilt beim Reisen in Europa generell) wird verlangt, hinzu kommt noch die Behandlung gegen Bandwurmbefall (Echinococcus multilocularis) mit einem anerkannten Präparat, zum Beispiel mit Praziquantel oder Epsiprantel. Und jetzt kommt das besonders Lustige: die Behandlung muss innerhalb von 120 bis 24 Stunden vor der Einreise nach Norwegen erfolgen. Die Behandlung muss im Pass durch ein Veterinärattest tierärztlich bescheinigt werden. Für den Hund, wohlgemerkt, Katzen sind aus einem unerfindlichen Grund von dieser Regelung ausgenommen. Das bedeutet: ich müsste in Schweden oder Finnland zum Tierarzt, denn ich schaffe es ja nicht innerhalb von fünf Tagen nach Norwegen.

Nachdem ich  bezüglich dieser Regelung verwirrt war, habe ich dazu die norwegische Botschaft in Berlin kontaktiert. Frau Gunhild Ingrid Lauvstad Tufte von der norwegischen Botschaft in Berlin schrieb mir zu dieser Frage im Dezember 2017: „Reisende mit Hund, die die Grenze öfter überqueren werden, können alternativ die 28-Tage-Regelung verwenden – dies bedeutet, Ihr Hund muss 2- Mal vor der Einreise innerhalb von 28 Tage den Kur bekommen. Dann können Sie sich mehr Zeit für die Einreise nehmen, oder auch hin- und her über die Grenze zwischen Norwegen und Schweden fahren“.

Nächster hochinteressante Punkt: wie auch bei der Einreise nach Schweden ist das Tier mitsamt Papieren und Impfnachweisen beim Zoll anzumelden.

Achtung, auch in Norwegen sind verschiedene Hunderassen verboten und dürfen nicht einreisen:

  • Pit Bull Terrier
  • Amerikanischer Staffordshire Terrier
  • Fila Brasileiro
  • Tosa
  • Dogo Argentino
  • Tschechoslowakischer Wolfhund
  • sowie Mischlinge dieser Rassen und Mischlinge zwischen Hund und Wolf

Quellle: https://www.norway.no/de/germany/dienstleistungen-info/mit-tieren-nach-norwegen

 

Mit dem Hund nach Finnland

Für die Ein- und Durchreise nach oder durch Finnland wird ein EU-Heimtierausweis und die Mikrochip-Kennzeichnung verlangt, genauso wie die gültige Tollwutimpfung  (das bedeutet, wie in allen Ländern, dass die Impfung mindestens vor 21 Tagen erfolgt sein muss, nicht später).

Und auch hier wieder die Behandlung gegen Bandwürmer (Echinococcus) mit Praziquantel oder Epsiprantel 24 bis 120 Stunden vor der Einreise, wie in Norwegen. Die Behandlung ist nicht notwendig, wenn der Hund direkt aus England, Irland, Norwegen oder aus Malta einreist.

So. Was aber, wenn der Hund aus Schweden einreist, jedoch – wie oben beschrieben – die Kur im Sinne der 28 Tage Regelung „genossen“ hat??? Dazu werde ich nun noch die finnische Botschaft anschreiben. Die Antwort kam in Form eines links, über den man sich die gesamten Einfuhrregelungen in aller Ruhe durchlesen kann. Und die 28 Tage Regelung wird auch geklärt:

„… the 28-day rule can be applied, if the dog comes from an EU-country or country comparable to an EU-country … The pet has to be treated at least twice before travelling at a maximum interval of 28 days in an EU-country or country comparable to an EU-country and after that regularly at maximum intervals of 28 days for as long as the pet keeps travelling to and from Finland. The last treatment has to be administered in Finland after the travelling has ended… „, so heißt es auf https://www.evira.fi/en/animals/import-and-export/eu-countries-norway-and-switzerland/dogs-cats-and-ferrets/dogs-cats-and-ferrets-eu-countries.

Ist also so, dass man, wenn man länger als 28 Tage unterwegs ist, die Entwurmung immer wieder durchführen muss. Und das muss auch im Hundepass dokumentiert werden. Sollten die Seiten ausgehen, so heißt es, möge man einen zweiten Pass anlegen lassen und alle Dokumente immer mitführen.

Von der Reise ans Nordkap habe ich mittlerweile aber Abstand genommen, einfach, weil ich von Regelungen, Gesetzen und Zollanmeldungen fürs Erste genug habe. Wir fahren nach Schottland. Das befreit zwar nicht von der ollen Zweifachentwurmung, aber wenigstens ist diese nur einmal zu machen. Mehr zur Reise mit dem Hund nach Schottland hier!

Quelle: http://www.hunde-urlaub.net/einreisebestimmungen/einreise-finnland

PS. Das Nordkap ist natürlich nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. Mein Nervenkostüm wird irgendwann wieder stärker und diesem Wahnsinn gewachsen sein 😉

 

Die Qual der Wahl – der richtige Reifen

Es dauert noch ein wenig, bis der Sommer kommt und meine „Carissima“ wieder aus dem Winterschlaf geholt wird. Ich bin da ein wenig altmodisch, mein Auto darf im Winter nicht raus. Kein Schnee, kein Eis, kein Salz auf den Straßen. Zum Glück wohne ich auf einem Bauernhof, wo sie wohlbehalten in der Scheune schlafen darf.

Bevor die neue Saison losgeht, stellt sich die Frage nach den neuen Reifen und den Anstoß für diesen Beitrag hat einer meiner Leser gemacht. Danke Lugo für Deine Frage!

 

Welche Reifen für den Bulli?

Seit 2009 bin ich mit meinem Bulli unterwegs, als ich ihn gekauft habe, hatte er Sommerreifen drauf und wurde, so wie jetzt, auch nur im Sommer gefahren. Doch meine Reisen sind ein wenig umfangreicher geworden als die des Vorbesitzers! Carissima und ich – und seit Febraur 2017 auch Wanda, der sehr große Hund – verreisen nun oft im Herbst und kommen erst im November zurück. Oder später. Das bedeutet, dass wir in vielen Ländern mit der Winterreifenpficht konfrontiert sind. Und das genau war auch die Frage von Lugo.

Meine Antwort nun: natürlich werden Ganzjahresreifen oft als „weder Fisch noch Fleisch“ bezeichnet. Doch in so einem speziellen Fall, sprich, ein Fahrzeug wird hautpsächlich im Frühling, Sommer und Herbst bewegt, trifft jedoch auf Winterreifenpflicht, sind Ganzjahresreifen eigentlich die einzig mögliche Wahl. Denn was will man machen??? Rasch am Südrand der Alpen noch Reifen wechseln?

 

Ganzjahresreifen für den Bulli: geht es besser?

Ich gestehe feierlich: bisher habe ich die billigsten Reifen genommen. Die, die mir mein Mechaniker als „die tun’s leicht“ angepriesen hat. Mit diesen Reifen bin ich auch schon zum Beispiel Schneefahrbahn auf der Tauernautobahn gefahren, wo alle anderen nur noch
im Schritttempo unterwegs waren. Grundsätzlich war es also ein guter Reifen. Wie bei vielen Ganzjahresreifen zeigte sich eine gewisse Schwäche in der Kombination aus erhitztem Asphalt und Regen. Dieser schmierigen Fahrbahn ist der Reifen nicht so gewachsen wie ein guter Sommerreifen, ganz klar. Doch als Bullifahrer sind wir ja nicht unbedingt im Hochgeschwindigkeitsbereich unterwegs und diesen Situationen darum wohl besser gewachsen als die PS Fans auf der Straße.

Ich habe nun ein wenig recherchiert und einen Reifen eines namhaften Herstellers (harharhar) gefunden, der angeblich der erste Sommerreifen mit Winterreifenzulassung ist. Ich habe ihn noch nicht getestet, liebäugle aber sehr mit ihm. Es ist der zweite von oben auf der Liste 😉

Reifenliste: www.oponeo.at

Sollte er der Reifen meiner Wahl werden, dann werde ich berichten!

 

Office in the Blue, 2017 – Beladen

Nachdem die „Bullireisen“ im Radio waren, kamen einige Anfragen zur Organisation einer Reise. Immerhin ist eine Reise ein wenig anders als ein Urlaub. Die Unterschiede: die Dauer, die Tatsache, dass man auf einer Reise meist arbeiten muss, die Strecken, die Menschen, denen man begegnet. Vor allem die ersten beiden Punkte bewirken ein Mehr an Gepäck, dass es ordentlich zu verstauen gilt. Was Bullifahrer und Bulli (und das gilt auch für andere Autos ;-)) benötigen, habe ich bereits beschrieben – wie das mit dem Verstauen ist, folgt hier. Vorab mal eines: obwohl ich extrem campingerfahren bin und dies bereits meine vierte große Reise ist, auf der ich im Auto lebe, habe auch ich so meine Organisationsprobleme 😉

Bullireisen on Air

Das Thema Reisen und Unterwegs Sein beschäftigt die Menschen.  Wie ist das, wenn man unterwegs sein kann, wie man möchte und von unterwegs arbeitet? Welche Möglichkeiten gibt es? Ein Buch mit Tipps ist am Entstehen, ein anderes Buch zum Thema gibt es bereits. In Do what you love – The Coworking guide to the galaxy beschreiben Co Autorin Romy Sigl und ich, wie man als digitaler Nomade sein Plätzchen in der Ferne findet, was Coworking bedeutet und was es bringen kann. Und natürlich stellen wir auch die Yellow Desks APP vor, die es Coworkern möglich macht, überall einen passenden Arbeitsplatz zu finden.

Dazu waren wir bereits on Air – auf FM4, dem österreichischen Jugendsender.

Ein Dachzelt für den Bulli

Wer lange auf Reisen ist, der weiß, dass die Raumplanung ein extrem wichtiger Punkt der Vorbereitungen ist  Es geht nicht nur darum, zu entscheiden, WAS man mitnimmt, sondern auch, WO man es unterbringt und WIE man es wiederfindet. Hinzu kommt, dass man – je nach Abenteuerlust, Lebensplanung und Charakter – mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen losmarschiert.

In meinem Fall sieht die Sachlage so aus: ich reise als Mensch allein, seit 2017 aber mit Hund. Ich bin aktive Gleitschirmpilotin, habe also das gesamte Equipment immer mit dabei, ich spiele Gitarre, die kommt also auch mit und ich arbeite von unterwegs. Das bedeutet, dass ein Office immer installiert werden muss, entweder im Freien oder bei schlechtem Wetter im Zelt.

Neulich habe ich den Offroad Manni kennen gelernt, der Offroadausrüstung verkauft und mir angeboten hat, ein Dachzelt am Bulli zu montieren. Mir erschien das anfangs viel zu kompliziert und ich konnte mir nicht im Ansatz vorstellen, wie das funktionieren soll. Aber nach einer Probemontage bin ich überzeugt: für Langzeitreisende, die viel Platz brauchen, ist das wirklich optimal. Während im Bulli selbst unglaublich viel Stauraum entsteht – und in meinem Fall also auch Platz zum Arbeiten – schläft man bequem oben am Dach. Mit frischer Luft und Blick in den Sternenhimmel.

 

 

Manfred Gfrerer alias Offroad Manni bietet das gezeigte Dachzelt und alles, was man sonst noch so fürs Offroadabenteuer braucht, in seinem Onlineshop an. Schau rein unter www.offroadmanni.eu!

Die Erstmontage mit Einrichtung der Dachträger am Auto dauerte 15 Minuten. Das Ausklappen zum schlaffertigen Zelt benötigt je nach Übung 10 bis 20 Minuten. E perfetto!

 

Bordapotheke für den Bulli

Jeder Bulli ist anders!

Ja, unsere Freunde auf vier Rädern sind fast genauso individuell, wie wir Menschen. Natürlich gibt es Bauarten und Vorgaben, irgendwann ist einmal eine bestimmte Menge Bullis derselben Bauart vom Band gelaufen. Bei einem T3 war das im Schnitt vor dreißig Jahren, bei einem T2 und einem T1 vor entsprechend längerer Zeit. In all den Jahren wurde das Auto gefahren, umgebaut, gefahren, restauriert, gefahren und wieder gefahren. Und in dieser Zeit entwickelt jeder Bulli seinen eigenen Charakter. Darum gleich mal als erstes – wenn Du kein Meachniker bist, investiere am Besten in ein Reparaturhandbuch und mache Dich kundig, welche einfachen Reparaturarbeiten Du selbst durchführen kannst. Auf dieser Seite folgen dann Reparaturtipps und Dein persönlicher Werkzeugkoffer!

VW Bulli: luft- oder wassergekühlt?

Das ist die erste Frage die sich stellt. Nach Diesel oder Benziner? Nachdem mein Bulli ein wassergekühlter Benziner ist und ich schon einmal Probleme mit einem Wasserschlauch hatte, haben wir immer eine schicke Auswahl an Schläuchen an Bord. Wohlgmerkt, in einer Notsituation tut’s ein Schläuchlein aus dem Baumarkt auch, aber wir sollten uns soweit hinarbeiten, dass wir auf Dauer keine Gartenschläuche in den Bulli verbauen. Einer des blödesten Teile am Wassergekühlten ist auf jeden Fall die Wasserpumpe. Hat man mit ihr Probleme oder geht sie kaputt und man ist im Ausland, wartet man oft ewig auf das Ersatzteil und bekommt dieses dann zu horrenden Preisen. In den wenigen Jahren, die ich nun Bulli fahre, mussten wir die Wasserpumpe zweimal tauschen, einmal in Italien, Wartezeit drei Tage, Kostenpunkt für die Reparatur 600 Euro, einmal in der Heimat, Wartezeit aufgrund Wochenende eine Woche, Kostenpunkt knapp 500 Euro. Eine Wasserpumpe bekommt man im Nachbau beim Teilehändler um unter 100 Euro! Solltest Du also die Pumpe noch nie getauscht haben und länger unterwegs sein wollen, nimm‘ eine mit. Mit der Benzinpumpe mache ich es so. Ich habe immer eine mit. Das Ding kostet nicht viel und ist in zwanzig Minuten getauscht, damit spart man sich richtig viel Ärger und Kosten.

Grundausstattung für den Bulli Werkzeugkoffer

Wir haben außerdem immer mit:

  • Kabelbinder
  • Schlauchschellen in verschiedenen Größen
  • MSO2 Spray
  • Handschuhe (ja!!!)
  • fünf Liter Motoröl, und zwar die Sorte, die beim letzten Ölwechsel reinkam
  • einen Kanister Wasser
  • ein Radkreuz
  • einen Wagenheber
  • ein gechecktes und aufgepumptes Reserverad
  • Gaffertape

Und der Merkspruch passt für Bullifahrer immer:

movement

Original Artist unknown, Bildrechte Duncan Hall auf flickr.