Bordapotheke für den Bulli

Jeder Bulli ist anders!

Ja, unsere Freunde auf vier Rädern sind fast genauso individuell, wie wir Menschen. Natürlich gibt es Bauarten und Vorgaben, irgendwann ist einmal eine bestimmte Menge Bullis derselben Bauart vom Band gelaufen. Bei einem T3 war das im Schnitt vor dreißig Jahren, bei einem T2 und einem T1 vor entsprechend längerer Zeit. In all den Jahren wurde das Auto gefahren, umgebaut, gefahren, restauriert, gefahren und wieder gefahren. Und in dieser Zeit entwickelt jeder Bulli seinen eigenen Charakter. Darum gleich mal als erstes – wenn Du kein Meachniker bist, investiere am Besten in ein Reparaturhandbuch und mache Dich kundig, welche einfachen Reparaturarbeiten Du selbst durchführen kannst. Auf dieser Seite folgen dann Reparaturtipps und Dein persönlicher Werkzeugkoffer!

VW Bulli: luft- oder wassergekühlt?

Das ist die erste Frage die sich stellt. Nach Diesel oder Benziner? Nachdem mein Bulli ein wassergekühlter Benziner ist und ich schon einmal Probleme mit einem Wasserschlauch hatte, haben wir immer eine schicke Auswahl an Schläuchen an Bord. Wohlgmerkt, in einer Notsituation tut’s ein Schläuchlein aus dem Baumarkt auch, aber wir sollten uns soweit hinarbeiten, dass wir auf Dauer keine Gartenschläuche in den Bulli verbauen. Einer des blödesten Teile am Wassergekühlten ist auf jeden Fall die Wasserpumpe. Hat man mit ihr Probleme oder geht sie kaputt und man ist im Ausland, wartet man oft ewig auf das Ersatzteil und bekommt dieses dann zu horrenden Preisen. In den wenigen Jahren, die ich nun Bulli fahre, mussten wir die Wasserpumpe zweimal tauschen, einmal in Italien, Wartezeit drei Tage, Kostenpunkt für die Reparatur 600 Euro, einmal in der Heimat, Wartezeit aufgrund Wochenende eine Woche, Kostenpunkt knapp 500 Euro. Eine Wasserpumpe bekommt man im Nachbau beim Teilehändler um unter 100 Euro! Solltest Du also die Pumpe noch nie getauscht haben und länger unterwegs sein wollen, nimm‘ eine mit. Mit der Benzinpumpe mache ich es so. Ich habe immer eine mit. Das Ding kostet nicht viel und ist in zwanzig Minuten getauscht, damit spart man sich richtig viel Ärger und Kosten.

Grundausstattung für den Bulli Werkzeugkoffer

Wir haben außerdem immer mit:

  • Kabelbinder
  • Schlauchschellen in verschiedenen Größen
  • MSO2 Spray
  • Handschuhe (ja!!!)
  • fünf Liter Motoröl, und zwar die Sorte, die beim letzten Ölwechsel reinkam
  • einen Kanister Wasser
  • ein Radkreuz
  • einen Wagenheber
  • ein gechecktes und aufgepumptes Reserverad
  • Gaffertape

Und der Merkspruch passt für Bullifahrer immer:

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Original Artist unknown, Bildrechte Duncan Hall auf flickr.

Die Urlaubsapotheke für Fahrer und Fahrerin

So entspannend der Urlaub auch ist – krank werden kann jeder mal. Doch was sollte man vorsichtshalber mitnehmen auf Urlaub? Was ist zuviel des Guten? Und was darf auf keinen Fall fehlen? Die Apotheke für den Bulli gibt es in einem gesonderten Beitrag. Hier nun die ultimative Reiseapotheke für den Menschen:

  • Der Klassiker: Heftpflaster. Heftpflaser, am besten sowohl einfach als auch wasserfeste, sind unumgänglich. Sowohl beim Aufstellen eines Zeltes als auch beim Bulli-Reparieren kann es immer wieder mal zu kleineren Verletzungen kommen. Heftpflaster in allen Größen sind darum ein Muss!
  • Ein einfaches Mittel zur Wunddesinfektion – einfach in der Apotheke fragen, was gerade gern genommen wird. Ich persönlich verwende immer Teebaumöl, doch das ist nicht jedermanns/-fraus Sache, da es stark riecht und in der Wunde ein Brennen verursacht. Bitte nur verwenden, wenn Du vom Teebaumöl überzeugt bist und dann auch bitte nur beste Qualität aus Bio-Anbau verwenden.
  • Mullverbände, auch welche, die für leichte Brandwunden geeignet sind. Sowohl für kleine Wunden als auch für leichte Verbrennungen kann man Verbandsmull gut gebrauchen, bei der Versorgung von Brandwunden bitte immer sorgsam sein – Verbrennungen jenseits der Kategorei „leicht“ sollten ärztlich versorgt werden! Infos dazu zum Beispiel auf Netdoktor.
  • Die homöopathische Urlaubsapotheke habe ich persönlich immer mit dabei! Ein Vorschlag für die Zusammenstellung findet sich zum Beispiel auf dieser Homöopathie Seite.
  • Wer mit dem Bulli so richtig lange unterwegs ist, in Länder reist, in denen die medizinische Versorgung nicht optimal ist oder in Gegenden unterwegs ist, in denen der nächste Arzt mehrere Tagesetappen entfernt ist, sollte ein Antibiotikum mitführen. Antibiotika sind rezeptpflichtig, es gilt also, mit dem Hausarzt zu besprechen, was man vorhat und ihn hierzu um Rat zu bitten! Antibiotika wirken gegen Bakterien, werden also gegen bakterielle Infektionen eingesetzt. Mehr zum Thema findest Du zum Beispiel hier auf Netdoktor.
  • Ein Mittel gegen Durchfall. Wer noch nie Durchfall hatte, kann sich nicht vorstellen, wie entkräftigend das sein kann. Es kann also nicht schaden, ein Mittel dagegen mit dabei zu haben. In akuten Fällen können auch Hausmittel helfen, schwarzer Tee wirkt, Cola hingegen darf unter „urban legends“ verbucht werfden. Kohletabletten auf die Reise mitzunehmen, ist kein Fehler. Bei akutem Durchfall darauf achten, dass genügend Flüssigkeit und Mineralien zugeführt werden!
  • Manchmal erwischt man zuviel Sonne. In diesem Fall ist ein entsprechendes Mittel für die Pflege der Haut das Beste – und mit dem Auftragen sollte man nicht zu lange warten. Außerdem empfehlen Experten die Einnahme von Acetylsalicylsäure – der Wirkstoff, der zum Beispiel in Aspirin enthalten ist – mehr dazu hier.