Bulli Camper Ausbau: Bänder und Scharniere

Kaum zu glauben, wie die Zeit vergeht – und schwups sind schon wieder fünf Tage in der Werkstatt vergangen! Tja, was haben wir nun gemacht? Der Innenverbau ist komplett fertig, die Türen geschliffen und eingebaut und nun darf Wolfi, unser Elektrikexperte, noch einmal ans Werk. Aber wie immer alles der Reihe nach!

 

Stangenscharniere oder Topfbänder – was ist besser?

Die Öffnungen im Bulliausbau sind alle rund, die hinten an der Heckklappe bleiben offen. Das unterste ist ein Versteck für Wanda, wenn sie mal ihre Ruhe haben will. Die Größe der kleinen Höhle ist chihuahuatauglich. Ein Fach darüber gibt es dann zwei USB Ladezonen für Telefon und GoPro und die beiden kleinen Fächer sind für Krimskrams, den ich ständig brauche, von der Taschenlampe bis zur Zahnbürste.

Alle anderen Fächer sind verschließbar, die Verschlussknöpfe haben wir im Campingbedarf bekommen. Beim Kauf unbedingt darauf achten, dass die Tiefe der Griffe der gewählten Holzstärke entspricht! Die Türen wollten wir zuerst mit einfachen Stangenscharnieren befestigen, das wäre die billigste und einfachste Lösung, doch der Öffnungswinkel mit Stangenscharnieren war nicht zufriedenstellend. Profitischler Stefan war hochunzufrieden mit den Stangenscharnieren und besorgte Topfbänder (95 Grad, Stollenbänder), mit denen funktioniert es nun prächtig.

 

Wie gesagt, die Verschlussknöpfe bekommt man im Campingbedarf, wir haben unsere bei Berger Camping bestellt. Das waren zu diesem Zeitpunkt die einzigen mit der von uns gewünschten Tiefe. Stangenscharniere und Topfbänder oder andere Scharniere bekommt man entweder im Baumarkt oder online im Heimwerkershop. Stefan ist Profi Tischler und bestellt Scharniere und andere Kleinteile bei seinen Lieferanten, als „normaler Heimwerker“ kommt man da nicht ran. Wenn man also hochqualitative Scharniere und Beschläge sucht, kann man diese zum Beispiel bei Heimwerkertools.com (dort bekommt man auch die Blum Beschläge, die wir verwendet haben!) bestellen.

 

Something old, somenthing new…

Vielleicht kennt ja jemand diesen alten Hochzeitsreim: Was Altes und was Neues sollte die Braut bei sich haben, etwas Geborgtes und etwas Blaues. Dieser Reim ist mir eingefallen, als ich drauf und dran war, mein altes Holztischchen zu entsorgen. Das Tischchen war vor Jahren in Stefans Fundus aufgetaucht, ein original Campingtischchen aus den 1960ern.

Ich habe es wieder aktiviert und die Tischplatte blau gestrichen, passend zum Bulli. Als es nun darum ging, wie wir eine Tischplatte sowohl für den Innengebrauch als auch für Außen geeignet gut im Bus unterbringen, da fiel mir der alte Reim wieder ein und ich dachte, nein, ich mag das alte Tischchen, das so viele Jahre mit dabei war, nicht einfach entsorgen, zumindest die Tischbeine mag ich wiederverwenden.

Also schnitten wir eine neue Tischplatte zu, die im Bulliverbau eingehängt werden kann, wenn man aber für draußen einen Tisch braucht, schraubt man einfach die Beine dran und fertig. Die alten Tischbeine und die Verschraubungen wurden also schön geschliffen und blicken nun einem neuen Leben entgegen. Und das ist übrigens der Reim, der mir so während der Werkstattarbeiten eingefallen ist :

Something old,
something new,
something borrowed,
something blue,
and a silver sixpence in her shoe.

Sixpence werde ich noch auftreiben müssen 😉

Die Halterung für das Tischchen finde ich auf jeden Fall genial!

Und hier noch die Vorankündigung für unser Projekt, so cool!

 

 

Bulli Ausbau: Am Tag als der Schnee kam

Heute, 15. März 2019, kam nochmal richtig viel Schnee. Als wir am Morgen aus dem Fenster geschaut haben, war es draußen weihnachtlich. Grundsätzlich kann uns das nicht bremsen, wir sind in der wunderbaren Lage, eine tolle Werkstatt nutzen zu dürfen, auch wenn es ein wenig frisch wird nach einigen Stunden – dieser Teil der Werkstatt ist nicht beheizt.

Heute werden die einzelnen Teile des Verbaus noch ein letztes Mal zusammengesetzt, bevor sie fixiert werden. Beim Camping Ausbau sollte man lieber einmal zu viel als einmal zu wenig anpassen, denn alles, was man einbaut, muss fixiert werden. Mindestens verschraubt, an einigen Stellen aber auch verleimt, sprich, ganz einfach kriegt man die Einzelteile dann nicht mehr ausgebaut!

Bisschen Werkzeug braucht man auch 😉

 

Bulli Ausbau: Erst prüfen, dann leimen

Wir gehen also Schritt für Schritt vor – erst wird eine Tür eingebaut, damit wir uns entscheiden können, welche Bänder sich für die runden Öffnungen am besten eignen. Wir landen nach einigem Probieren dann tatsächlich beim guten alten Topfband. Dazu dann mehr nach dem Wochenende, denn heute bekommen wir die Dinger nicht mehr. Nachdem das probiert und fixiert ist, wird noch ein Teil zugeschnitten, nämlich das, das sich hinter dem Fahrersitz befindet und den Regalverbau abschließt. Auch hier brauchen wir wieder eine Schablone, denn der Bus ist und bleibt… absolut rund 😉

Als dann der Abend kommt, sind wir zufrieden, aber durchgefroren. Alles, woran ich noch denken kann, ist eine heiße Tasse Tee. Die Thermoskanne mit dem Tee hatten wir nämlich heute zu Hause vergessen…

 

 

Bänder testen, Verschlüsse testen, gut überlegen, was man möchte und dann erst mal alles verleimen und verschrauben. Bis das getrocknet ist, haben wir frei 😉

 

Den Bulli selbst umbauen – denke an den Staub

Ein kleines Wort noch an alle Naivlinge wie mich – und ich hoffe nun zutiefst, ich bin nicht die Einzige, die solcherlei Kleinkram übersieht. Wenn der Bulli komplett entkernt und neu ausgebaut wird, fallen nicht nur Späne, sondern jede Menge Staub. Feinster Staub.

Was immer mich geritten hat – es war wohl die mangelnde Erfahrung – hat mich dazu gebracht, einige Dinge im Bus zu lassen. Also Deko am Armaturenbrett und Glücksbringer im Fahrerraum. Das solltet Ihr lieber nicht machen! Denn dass man nach dem fertigen Ausbau den Bus komplett sauber machen muss, ist klar. Ich habe mir aber nun jede Menge Kleinzeug aufgehalst, das ich entweder mühsam waschen oder wegwerfen muss. Wer keine pflegeleichten Sitze hat: Die Sitze bitte unbedingt mit einem alten Leintuch abdecken, auch das spart jede Menge Arbeit!

 

 

 

Bulli Camper Ausbau: Regaltüren

Herzlich zurück beim VW Bus Ausbau! Dies ist der vierte Ausbauschritt, sprich, die vierte Woche, die wir zu dritt am Bulli bauen. Was ist in der Zwischenzeit passiert? Ich habe meine Wohnung fast vollständig zusammengepackt, denn fast ein Jahr zu verreisen bedeutet, entweder wohlhabend zu sein oder auf seine Mietwohnung zu Hause zu verzichten.

Zweiteres bei mir der Fall, fällt noch nicht schwer, mal sehen, was kommt. Finanzielle Abrechnung ergibt aber: 110 Euro pro Monat für ein Multistorage kontra 650 für eine Wohnung. Da liegt die Entscheidung auf der Hand. Doch zurück zum Bulli! Heute steht uns ein Abend in der Werkstatt zur Verfügung, an dem wir die vorgeschnittenen Regalteile der Ablagefläche perfekt einpassen und ich die Schranktüren schleifen darf. Eine super Sache, wenn man mit Zirbenholz arbeitet, denn das riecht einfach unglaublich gut.

 

Bulli Innenausbau aus Holz

Während Stefan tüftelt und nachdenkt, lehne ich an meinem Auto und denke so nach, was mich da erwartet. Manchmal gibt es Momente, da denke ich mir, was zum Teufel hat mich denn da geritten. Was mache ich hier bloß??? Dann wieder denke ich, umziehen hätte ich ja ohnehin müssen, also, warum nicht die Zeit nutzen, in der ich keine Wohnung habe? Hin und her ziehen die Gedanken, bis der Meister Stefan irgendwas brüllt, das sich dann als Mangel an Schrauben herausstellt. Ich eile also zum Schraubenkoffer und suche, was er will, stelle fest, dass ich in Tagträumereien nicht mitbekommen habe, was er denn grade macht und bringe ein kleines Sortiment an Schrauben, von dem ich glaube, dass die richtigen Größen dabei sind…

 

Bulli Camper Umbau selbst gemacht – nicht immer einfach

Zugegebenermaßen, hätte ich gewusst, was mit dem Umbau von Carissima auf mich zukommt, hätte ich starke Zweifel gehabt, ob ich das machen möchte. Immerhin war sie immer nur ein Transporter. Erstanmeldung in Vorarlberg, dann verkauft nach Tirol, um über 15 Jahre lang als Bäckerfahrzeug zu dienen. Das Wipptal auf und ab fahren und Semmeln liefern. Und Schwarzbrot. Dann verkauft und von zwei Tiroler Buben halbwegs freizeittauglich ausgebaut, und mit diesem halbwegs tauglichen Ausbau bin ich nun seit 2015 gereist. Vier Jahre Intensivreisen aus Kartonschachteln… nein, die Entscheidung war richtig. Jetzt machen wir Camping.

Die Entscheidung zum Camper Ausbau brachte die nächste Entscheidung mit: Ausbau a la Westfalia und Co oder was völlig Individuelles? Nachdem Carissima kein Hochdach hat, werde ich im Auto nicht kochen. Gebückte Haltung eignet sich für Großküchen mit Chef, nicht für das Abenteuer 😉 Also ein richtig individueller Ausbau mit jeder Menge Stauraum, aber ohne fest verbauter Kochgelegenheit. Ideen dazu habe ich auf Pinterest gesammelt und dann an Meister Stefan herangetragen, der schon mehrere Bullis und andere Fahrzeuge individuell ausgebaut hat. Mit an Bord ist Wolfi, der Automechanikermeister ist und alles weiß, was der Tischlermeister nicht mehr weiß – und so ging es los.

      

 

Bulli Camper Ausbau: Welche Scharniere

Wenn es nun an die Türen der Campingschränkchen geht, stellt sich die Frage, welche Scharniere man möchte, welche praktisch sind. Eine Frage, die ich mir im Alltagsleben noch nie gestellt habe. Es interessiert mich auch, ehrlich gesagt, sehr wenig, welche Scharniere in meinen Küchenschänken verbaut sind, Hautsache, die Türen der Schränke lassen sich öffnen!
Nun sieht die Welt anders aus, ich darf probieren und entscheiden und habe keine Ahnung, was ich will. Meister Stefan möchte Stangenscharniere probieren, weil diese leicht und preisgünstig sind und wir bei beidem, also bei Gewicht und Ausgaben, bisher eher verschwenderisch waren.

Das stellt sich jedoch als Fehlentscheidung heraus, die Dinger sind fix montiert und nach zwei Fehlbohrungen werfen wir beide die Nerven weg. Mittlerweile ist es rechtschaffen eng geworden im Auto, irgendwann muss man IRGENDWAS fix verschrauben und dann kommt man an gewisse Stellen nicht mehr elegant heran. Es gilt also, Scharniere zu finden, die korrekt eingestellt werden können und trotzdem einen guten Öffnungswinkel der Türen zulassen, was nicht bei allen Topfscharnieren der Fall ist. Ein Grund, warum wir uns per se gegen Topfscharniere entschieden hatten.

Entscheidung zurückgenommen – wie war das nochmal „Erwachsen ist, wer Fehler zugeben kann“ – und andere Scharniere probiert. Alles dazu im nächsten Blogbeitrag zum Thema Bulli Camping Ausbau Teil 6 und hier geht es zurück zur Übersicht „Mit dem Bulli in die USA“!

 

 

Bulli Camper Ausbau Schränke und Regale

Wann immer wir uns zum Camper Ausbau treffen, wetten Meister Stefan und ich, wann es Tränen geben wird. Nun habe ich schon von vielen passionierten Bulli Selbstumbauern gelesen, die das ganz schön doof finden – weil sie sich auskennen und alles wissen. Oder zu wissen scheinen. Aber ich weiß, dass unter meinen Lesern und Leserinnen auch einige sind, die sich schon mal auf einen Umbau eingelassen haben, obwohl sie keine Ahnung haben und die das Thema Tränen kennen. Hej Leute, für Euch schreibe ich das hier! And for nobody else 😉

 

VW T3 Ausbau – ganz schön knifflig

So weit, so gut. Wir starten in den fünften Tag Bulli Ausbau und heute war es richtig hart!

 

Der Grund für die heutigen Tränen: All die Entscheidungen. Die bisherigen Entscheidungen waren bezüglich Holz zu treffen, welches Holz für die Schrank Verbauten, welches Holz für die Fronten. Holzdecke, ja oder nein. Wie sieht die Sache mit dem Gewicht aus. Holzboden, ja oder nein.

Zum Glück ist Meister Stefan Tischler und kann viele Entscheidungshilfen geben – doch entscheiden muss ich selbst. Die Entscheidung für die Zirbendecke fiel nicht leicht, denn es ist unglaublich viel Arbeitsaufwand und Holz ist schwer. Die Entscheidung fiel dann nach dem Besichtigen zweier anderer Fahrzeuge, die mit Zirbe ausgestattet worden waren und den Besitzern nachhaltig gut Träume bescherten, Gewicht hin oder her. Immerhin wird Carissima nun für mindestens ein Jahr mein zu Hause werden, wenn alles wunderbar ist auch länger. Und dann darf es schon gemütlich sein.

Die weiteren Entscheidungen betragen den Schrankverbau. Wo möchte ich Schubladen haben, wo Schränke? Sollen die Türen seitlich zu öffnen sein oder nach oben oder unten, also Klapptüren? Wo genügen Stopffächer? Würde die nächste Reise einfach nach Portugal gehen, wäre mir die Entscheidung leichter gefallen, wir aber haben eine Seereise vor uns. Das bedeutet, das Auto muss seefest verbaut sein. Die gute Nachricht: Nach allen Entscheidungsschwierigkeiten, Verschnittschwierigekeiten und Erschöpfungszuständen sieht es jetzt schon richtig gut aus 😉

Für den Innenausbau werden für die richtig kniffligen Teile Schablonen gemacht, aus Pressspanplatten oder aus Karton. Wir haben Spanplatten verwendet. Unser weiterer Riesenvorteil: In einer Profiwerkstatt kann man die großen Geräte nutzen, wie den Bandschleifer. Das geht flotter als mit der Hand zu schleifen!

 

Bulli Camper Ausbau: Welche Schränke, welche Regale?

Ich habe mich nach einiger Recherche für ovale und runde Schranktüren entschieden. Meister Stefan hat mir klargemacht, dass die Fächer und Türen in bestimmten Abständen zueinander sein müssen, damit es gut aussieht. Verhältnisse dürfen gewahrt werden. Über so etwas habe ich noch nie in meinem Leben nachgedacht, ganz ehrlich. Also stehe ich mal über die Mittagspause vor einem Brett und durchdenke Öffnungen, Größen derselben und Abstände dazwischen. Die Denkarbeit hat sich ausgezahlt – sieht gut aus!

Super, wenn alle Teile passen 😉 Und weil es so gut läuft, haben wir heute auch noch Zeit, den Kühlschrank einzubauen und die Arbeitsfläche zuzuschneiden. Dann ist’s erst mal Zeit für eine Pause. Es geht weiter in etwa zwei Wochen – dann berichte ich über den weiteren Ausbau!

 

   

 

 

 

 

Bulli Camper Ausbau, Teil 4

Die zweite Ausbauwoche bricht an und wir sind alle guter Dinge! Mit von der Partie auch diesmal wieder Meister Stefan, seines Zeichens Tischler, Raumdesigner und Kommunikationswissenschaftler. Das erste Mal sichtbar wird heute unser Wolfgang, Automechanikermeister und Student der Physik, der sich bisher immer im Hintergrund gehalten hat. Wolfgang hat auch seinen eigenen Bus ausgebaut, einen T5 und ist nun beim T3 Ausbau mit dabei. Er kümmert sich um alles, was mit Elektrizität und Motor zu tun hat und wird versuchen, eine Standheizung einzubauen. Noch wissen wir nicht, ob wir ein passendes Modell bekommen.

Mit Stefan zusammen werde ich in den kommenden Tagen die Holzdecke fertigstellen und dann den Innenausbau in Angriff nehmen.

 

Erster Schritt in Sachen Elektrizität: Solarpanel aufs Dach

Wie ihr gesehen habt, bin ich bisher sehr leger gereist. Die Bullirestauration 2015 – Blech, Rost und wilde Dinge – verschlang all mein Budget und so wurde innen nur marginal ausgebaut. Ein Fach für die Kleidung, der Rest in Kartonschachteln, das Solarpanel im Auto, zum Rausnehmen und in die Sonne stellen. Dieses Panel hat eine externe Batterie gespeist, mit der ich dann mein Notebook und meine Kamera laden konnte.

Nun wird das Panel auf das Dach gepackt und die zweite Batterie wird mit der Autobatterie verbunden. Diesen Ausbauschritt wird Wolfie dann noch ganz genau erklären, wenn es soweit ist!

Solarpanel aufs Dach montiert und die Halterung hammermäßig in Wagenfarbe lackiert. Nun ist Denkarbeit angesagt 😉

 

Bulli Ausbau: Die Decke aus Zirbenholz

Nachdem nun der Durchgang für das Kabel gelegt worden ist und die gesamte Innenverkabelung besprochen ist, können wir die Decke fertig verlegen. Das ist einigermaßen knifflig, weil zum einen die Rundungen des Autos berücksichtigt werden müssen, zum anderen einige Bretter dermaßen verzogen sind, dass uns beim Zusammenleimen die Tränen kommen. Aber es funktioniert!

Die zugeschnittenen Bretter werden natürlich noch sauber geschliffen, eine Arbeit, die ich übernehmen darf, und dabei riecht es ganz wunderbar nach Zirbenholz.

Erst mal Bleistift spitzen. Dann kann’s los gehen!

Mittlerweile ist übrigens auch der Kompressorkühlschrank angekommen, der in meinem Auto verbaut wird und ich bin begeistert von dem vielen Platz. Da können ein paar Bierchen kalt gestellt werden! Was die Verbauung mit Kästen und Kästchen angeht, machen wir heute einen groben Plan. Morgen geht es dann ans vorbereiten und zuschneiden.

Heißer Tipp: Bei der Planung vom Innenausbau von Anfang an alles schriftlich dokumentieren, man glaubt kaum, was man im Laufe der Zeit wieder alles vergisst. Damit Du also nicht vor der Situation stehst „Was haben wir uns für diese Türen gedacht“ – „Ich dachte, das hast Du Dir gemerkt“, ist es gut, alles in einem Buch zu dokumentieren, NICHT auf kleinen Zettelchen, die dann spätestens beim Kehren der Werkstatt auf Nimmerwiedersehen verschwinden.

 

 

Und wer keine Zirbendecke möchte, aber trotzdem den Geruch liebt:

  

 

 

 

 

Bulli Camper Ausbau, Teil 3

Man sagt ja immer, dass der fünfte Tag in einer Gruppe immer eine Katastrophe ist, weil dann spätestens jeder beginnt, sich auch wieder als einzelnes Wesen zu begreifen und nicht mehr nur als Gruppe. Und dann Krise. Genug der philosophischen Stunde, nach einem Ruhetag, weil wir am Sonntag nicht in die Werkstatt können, ging es weiter, es war erst der dritte Tag und es war eine Katastrophe.

Meister Stefan verweigerte die Videobotschaften und daneben waren wir noch mit einer halbtägig besetzten Werkstatt, nicht geliefertem Kleber und splitterndem Holz konfrontiert. Keine besonders schöne Energie, wenn es vorher so gut vorangegangen ist. Die gute Nachricht: Der Kleber kam dann doch noch, der Boden ist fertig verklebt und die Schlüsselstelle in der Dachinnenverkleidung ist geschafft. Nun ist alles verspreizt und darf trocknen, bis wir weitermachen können.

 

Bulli Camper Umbau: Die richtige Isolierung

Aber alles der Reihe nach: Nachdem ich ja vorerst die Blechdecke lassen wollte, begriff ich erst nach dem Demontieren, dass mein Bulli ziemlich schlecht isoliert ist. Der Vorbesitzer hatte da unterm Blech nicht viel gemacht. Stefan, der schon mehrere Bullis umgebaut hat, schwört auf Armaflex. Ich gestehe, von diesen Dingen habe ich absolut keine Ahnung, aber das Material hat sich super angefühlt und ist sehr einfach zu verkleben. Wir haben die 32 Millimeter Stärke gewählt und die passt wunderbar in die Zwischenräume, in denen man im Bulli dämmen kann.

Zum Einkleben des Bodens und zum Vorfixieren der Holzdecke brauchen wir natürlich einen Klebstoff, der der für Campingausbauten besonders geeignet ist. Hier wurde uns Sikaflex empfohlen, ein Konstruktionsklebstoff, den man nicht im normalen Baumarkt bekommt. Wer also damit arbeitet, möge sich genug bestellen, damit er/sie nicht während der Arbeit ohne Kleber dasteht. Allein für den Boden haben wir zum Beispiel fast zwei ganze Kartuschen gebraucht.

Sikaflex gibt es in drei Farben, wenn Ihr also etwas sichtbar abdichten wollt, wäre es gut, auf die Farbe zu achten. Warum man uns den knallroten geliefert hat, war mir nicht klar, aber es sieht ja keiner – also egal 😉

  

Das Einpassen der zugeschnittenen, fertig verleimten Deckenteile bereitete dann wirklich Schwierigkeiten, denn ein Bulli hat auch in den Ecken Rundungen und die Deckenteile waren auch nicht ganz leicht. Obwohl Zirbenholz ein sehr leichtes Holz ist, ist es nun mal kein textiler Stoff, den man mit dem kleinen Finger nach oben drücken kann. Wir haben das Teil also gefühlte hundertmal ein- und ausgeräumt, bis es wirklich gepasst hat. Dieser Anfangsteil wurde dann angeklebt und wird noch mit Schrauben gesichert. Damit mir nicht der Himmel auf den Kopf fallen kann, buchstäblich 😉

 

Bulli Ausbau: So geht es weiter

Tja, man glaubt es kaum, aber schon sind die ersten vier Tage unseres Ausbaus vorbei. Was haben wir noch vor? Wie gesagt, beim nächsten Mal wird dann die Decke fertig gestellt. Vorher aber wird noch mein Solarpaneel am Dach montiert und eine neue Elektrizitätslösung umgesetzt. Davon werde ich berichten, ich hoffe, meine beiden Freunde machen Bilder zum Dokumentieren.

Danach werden wir das Bett mit der Ausziehschublade fertig bauen und dann die Kästen. Wolfgang hat außerdem gemeint, er würde sich wegen einer Drehkonsole für den Beifahrersitz umhören. Das macht auch mein lieber Freund Marco – und ich kann Euch sagen, ohne Freunde ist ein solches Vorhaben sicher nicht zu bewältigen. Ich denke, wenn wir fertig sind, steht ein Tischler-Mechaniker-Fest an!

Ganz zum Schluss bekommt Carissima dann eine Standheizung – wenn sich ein passendes Modell findet, das so montiert werden kann, dass ich keine Bodenfreiheit verliere. Ist das nicht möglich, werde ich mit Gas heizen. Standheizung wäre natürlich der Hammer. Ich halte Euch auf dem Laufenden!

Stay tuned, bis bald!

Bullireisen Statseite – hier geht es zurück 😉

 

 

 

Bulli Camper Ausbau, Teil 2

Der heutige Tag in der Werkstatt war einfach nur extrem. Mir war bis heute nicht klar, wieviele Rundungen mein Bulli hat und wieviele Berechnungen, Vermessungen und Schneidearbeiten es benötigt, um einigermaßen hinzukommen. Doch alles der Reihe nach!

Nachdem wir alle Ausbauten „von früher“ rausgerissen hatten, ging es nun um die Basisarbeiten. Mein Bulli Carissima bekommt einen neuen Boden und eine neue Decke, die auch neu isoliert wird. So soll es erst mal wärmer und gemütlicher werden. Diesen Schritt haben wir lange diskutiert und im Nachhinein bin ich sehr froh, dass Stefan mich davon überzeugt hat!

 

Bulli mit Holzboden: Gewicht kontra Gemütlichkeit

Das einfachste heute war der Holzboden, denn nach dem Abbau aller Kästen blieb ein feines, gerades Quadrat ohne großartige Schwierigkeiten. Einzig am Einstieg musste ein Brett mit einer Abschlusskante verleimt werden. Schwieriger gestaltete sich das Zuschneiden der Deckenbretter, ein Bulli ist nun mal rund und diese Rundungen wollten wir nicht wegmachen. Die Bretter, die den Beginn machen, mussten also der Länge nach geschnitten und in einem leichten Winkel wieder verleimt werden, um die Rundung zu erzeugen.

Dann muss alles schön verschliffen werden, alles in allem viel Arbeit, die sich aber absolut auszahlt! Schleifen kann man natürlich mit der Hand oder mit einem Schleifaufsatz für die Bohrmaschine. Ich war sehr dankbar um das professionelle Werkzeug, das wir zur Verfügung hatten, man spart viel Zeit und die Arbeit wird schön regelmäßig. Wir haben mit einem Schleifer mit angeschlossenem Staubsauger gearbeitet, es gibt aber auch welche mit einem kleinen Staubfänger:

     

Was haben wir noch geschafft an diesem Wochenende? Auch das Bett musste zum Teil entfernt werden, wir haben einen neuen Unterbau angefertigt, der Stauraum bietet und über eine Klappe von oben zu bedienen ist. Die Rundungen der Klappe haben wir übrigens mit einer WD 40 Dose gezeichnet – ich sag ja immer, das Zeug muss jeder Bullifahrer immer und überall dabei haben. Und jede Fahrerin auch 😉

Im nächsten Beitrag erfahrt Ihr dann alles über die Camper Isolierung und Boden kleben…

Danach kommt dann der Kastenausbau, mit verschließbaren Kästen und Kästchen. Auch für Wanda ist vorgesorgt, sie bekommt eine kleine Höhle neben dem Bett, in die sie sich zurückziehen kann. Dieser Ausbauschritt war noch nicht Plan des ersten Wochenendes, sondern folgt in zwei Wochen.

Hier geht es zum Camping Ausbau Teil 3, hier zur Übericht USA Planung und hier zurück auf Bullireisen!

 

 

Bulli Camper Ausbau 1

Es geht los! Nachdem unsere Reise in die USA davon abhängt, ob Carissima seetauglich und campermäßig ausgebaut ist, machen wir das einfach mal. Bisher war ich ja spartanisch unterwegs. Ein Bett, ein selbst gebautes Regal, in dem die Kartonschachteln eines schwedischen Möbelhauses ideal Platz fanden und das war’s auch schon. Nun haben wir einiges vor!

Bulli Camper Ausbau: Holzideen

Ich habe das unendliche Glück, beruflich selbstständig zu sein und mir so meine Zeit frei einteilen zu können. Mein zweites großes Glück: Mein bester Freund Stefan ist gelernter Tischler und ist bereit, mich zu unterstützen. Mein drittes großes Glück: Ein Studienkollege von Stefan ist gelernter Mechaniker und kümmert sich im Zuge des Ausbaus um alle elektrischen und blechernen Angelegenheiten.

Bei unserem ersten Termin in der Werkstatt durften wir den ganzen alten Ausbau aus dem Auto entfernen, was sich als Knochenarbeit erwies. Die Decke war vom Vorbesitzer mit Blech gestaltet worden, was wenig dämmt und sehr kühl wirkt, diese liebevoll angepassten Blechteile aus dem Auto zu bringen erforderte viel Muskelkraft und einige Flüche.

 

Dann ging es ans Holz kaufen. Für den Boden – viel Fläche ist es ja nicht – habe ich mich für „Eiche gehackt“ entschieden. Robust, optisch ansprechend und Schmutz verzeihend. Außerdem easy zu reinigen. Die Decke wird aus Zirbenholz gemacht, darunter wird ein Spezial Dämmmaterial angebracht. Zirbe zum Gut Schlafen.

Die Regalunterbauten werden aus Pappel geschnitten, ein Holz, das sehr leicht und kostengünstig ist, die Fronten aus Zirbe. Am ersten Ausbautag konnten wir alle Vorhaben besprechen, ausmessen, das Holz besorgen und die Altlasten aus dem Auto entfernen.

 

Bulli Camper Ausbau: Werkstatt und Werkzeug

Wer einen Ausbau dieser Art vorhat, sollte sich eine Garage besorgen, in der er eine Weile tätig sein kann und diese mit reichlich Werkzeug bestücken. Wir haben für den ersten Ausbauschritt folgendes Werkzeug benötigt:

  • Werkstattradio (ohne geht gar nicht)
  • Akkuschrauber
  • Stichsäge
  • Kreissäge
  • Bandschleifer
  • Rutscher (ich denke, ein Schleifaufsatz auf der Bohrmaschine kann das auch, aber dann muss man sehr vorsichtig vorgehen, um keine Schleifschäden zu erzeugen)
  • Kleinmaterial (Schrauben, Bohrer, Spax, je nachdem, was aus dem Fahrzeug auszubauen ist)

Das Tolle an unseren Geräten – wir arbeiteten in einer voll ausgestatteten Werkstatt: alle funktionieren mit gleichen Akkus. Also Ladegerät anstecken, Akku rein, arbeiten und egal, welches Gerät grad keinen Strom mehr hat, es ist immer ein voller Akku da. Einem Profi ist sowas sonnenklar, mir als Laie wurde bewusst, dass es bei halbwegs professionellen Geräten kein Fehler ist, auf einer Linie zu bleiben. Also, ich stehe auf die Marke in türkis 😉

 

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Amazon Bestseller: Akkuschrauber mit Koffer und Zubehör, auch Ladegerät!

 

Hier noch ein paar Bilder…

Und hier geht es zum Bulli Camper Ausbau Teil 2 und hier zur Übersicht Bulli goes USA!