Bulli Camper Ausbau, Teil 4

Die zweite Ausbauwoche bricht an und wir sind alle guter Dinge! Mit von der Partie auch diesmal wieder Meister Stefan, seines Zeichens Tischler, Raumdesigner und Kommunikationswissenschaftler. Das erste Mal sichtbar wird heute unser Wolfgang, Automechanikermeister und Student der Physik, der sich bisher immer im Hintergrund gehalten hat. Wolfgang hat auch seinen eigenen Bus ausgebaut, einen T5 und ist nun beim T3 Ausbau mit dabei. Er kümmert sich um alles, was mit Elektrizität und Motor zu tun hat und wird versuchen, eine Standheizung einzubauen. Noch wissen wir nicht, ob wir ein passendes Modell bekommen.

Mit Stefan zusammen werde ich in den kommenden Tagen die Holzdecke fertigstellen und dann den Innenausbau in Angriff nehmen.

 

Erster Schritt in Sachen Elektrizität: Solarpanel aufs Dach

Wie ihr gesehen habt, bin ich bisher sehr leger gereist. Die Bullirestauration 2015 – Blech, Rost und wilde Dinge – verschlang all mein Budget und so wurde innen nur marginal ausgebaut. Ein Fach für die Kleidung, der Rest in Kartonschachteln, das Solarpanel im Auto, zum Rausnehmen und in die Sonne stellen. Dieses Panel hat eine externe Batterie gespeist, mit der ich dann mein Notebook und meine Kamera laden konnte.

Nun wird das Panel auf das Dach gepackt und die zweite Batterie wird mit der Autobatterie verbunden. Diesen Ausbauschritt wird Wolfie dann noch ganz genau erklären, wenn es soweit ist!

Solarpanel aufs Dach montiert und die Halterung hammermäßig in Wagenfarbe lackiert. Nun ist Denkarbeit angesagt 😉

 

Bulli Ausbau: Die Decke aus Zirbenholz

Nachdem nun der Durchgang für das Kabel gelegt worden ist und die gesamte Innenverkabelung besprochen ist, können wir die Decke fertig verlegen. Das ist einigermaßen knifflig, weil zum einen die Rundungen des Autos berücksichtigt werden müssen, zum anderen einige Bretter dermaßen verzogen sind, dass uns beim Zusammenleimen die Tränen kommen. Aber es funktioniert!

Die zugeschnittenen Bretter werden natürlich noch sauber geschliffen, eine Arbeit, die ich übernehmen darf, und dabei riecht es ganz wunderbar nach Zirbenholz.

Erst mal Bleistift spitzen. Dann kann’s los gehen!

Mittlerweile ist übrigens auch der Kompressorkühlschrank angekommen, der in meinem Auto verbaut wird und ich bin begeistert von dem vielen Platz. Da können ein paar Bierchen kalt gestellt werden! Was die Verbauung mit Kästen und Kästchen angeht, machen wir heute einen groben Plan. Morgen geht es dann ans vorbereiten und zuschneiden.

Heißer Tipp: Bei der Planung vom Innenausbau von Anfang an alles schriftlich dokumentieren, man glaubt kaum, was man im Laufe der Zeit wieder alles vergisst. Damit Du also nicht vor der Situation stehst „Was haben wir uns für diese Türen gedacht“ – „Ich dachte, das hast Du Dir gemerkt“, ist es gut, alles in einem Buch zu dokumentieren, NICHT auf kleinen Zettelchen, die dann spätestens beim Kehren der Werkstatt auf Nimmerwiedersehen verschwinden.

 

 

Und wer keine Zirbendecke möchte, aber trotzdem den Geruch liebt: